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Montag, 17. April 2023

Im Après-Ski-Inferno: Hansi Hinterseer hat auch vorbeigeschaut

Die Nachlese zur Après-Ski-Apokalypsen-Lesebühne am 14. April

Liebe Skihasen und Schmähkanonen, ihr wisst ja wie unangenehm uns das Angeben ist, aber lügen wollen wir auch nicht, also müssen wir es doch recht deutlich ansprechen, wie super die Lesebühne am vergangenen Freitag war! Anwesende dürfen sich das Lob gleich selbst umhängen, die Kunst ist ja immer nur so gut wie ihr Publikum (dass die manchmal zeitverzögert zueinander kommen, ist eine andere Sache). 

Professor Buttinger oblag es in seinem Einführungstext wie immer, störende Klarheiten zu verhindern. In "Soziologie für Abgefahrene" behauptete er, dass der Titel etymologisch vom spätwinterlichen Aus-Apern der im Winter Verunglückten stamme. Wir wollen uns an dieser Stelle vom Kannibalismus distanzieren, der hier den Einheimischen der Alpen unterstellt wurde! Buttinger behauptet, die Wortwurzel von Après-Ski klinge heute noch im "Kaspressknödel" nach, aber das ist Unsinn! In seinem zweiten Beitrag sang Buttinger der Ski-Industrie ein gar garstiges Liedchen, in dem der Doppelwitz "I would give you some HEAD" die Jugendtauglichkeit der Veranstaltung ein weiteres Mal vernichtete. Und schließlich dauerte uns das kindlich-lyrische Ich in den "Skierinnerungen", das es während der Mondlandung auf Fassdauben die Hügel hinunterzauberte und sich die gefrorenen Tränen aus dem Antlitz brach, bis der Massentourismus samt tausender besoffener Kai-Uwes sein Leid beendete.

Chefingenieur René Monet verlas seinen großartigen, preisgekrönten (Gmundner-Milch-Bergliteratur) Text über alles Mögliche, das gerade nicht mit Skifahren zu tun hat. Mit seiner Radio-Head-Adaption "Du hosd nu ni gwunna beim Skifoahn" ("You never wash up after yourself") rührte er uns zu Tränen. Das Leid des ÖSV-Darwinismus (nur die Harten kommen durchs Ski-Gymnasium) ist benannt! In seiner äußerst mitreißenden Schlusskundgebung besang er das harte Aufschlagen der Inflation auf die untere Mittelschicht - "I muss Oa spoan! Wow wow wow wow" (nach W. Ambros).

Jetzt aber Auftritt Xaver Schumacher! Selten haben wir einem Gast das Thema passgenauer auf den Leib geschneidert, es war tight wie ein Rennanzug auf des Schumachers Kunstwollen! Zuerst sprach er über die ungeheure Relativität der Schützwürdigkeit menschlichen Lebens unter besonderer Berücksichtigung des Ischgler Ski-Tourismus, der zum Glück alles richtig gemacht hat in den vergangenen drei Jahren. Und dann Auftritt Dr. Brumpfen! Der renommierte Interpret von Unterhaltungsmusik-Libretti erleuchtete uns durch die Hermeneutik dreier Klangstücke ("Geh Bier holen, du wirst schon wieder hässlich", "Ich will ein Foto von dir" + noch eins), sodass für fünf Minuten das scherzliche Fehlen einer geisteswissenschaftlichen Fakultät in Linz gelindert ward. In seinem letzten Text lief Schumacher zu nachgerade Stifter'scher Literarizität auf, als er uns vom "Schandmarterl" und einem tragischen Vaterverlust am Berg berichtete. Arg!

Präsidentin Meindl vermählte "Schifoahn" mit "In die Berg bin i gern", was auch ohne jede Probe schiefging und seit Freitag die neue Bundeshymne ist, der Text steht unten und kommt zur Staatsbürgerschaftsprüfung nach Pfingsten. Nicht las sie den Text, in dem ihr Leben aus dem Jenseits von Hans Knauß und Armin Assinger kommentiert wird (Idee besser als Ausführung), sehr wohl aber berichtete sie vom Ende des Ski-Nationalismus: Der Pistentyrann Peter Schröcksnadel I. verlor wegen massiver Fehleinschätzung des Klimawandels. Bei St. Pölten bricht der Frühling und der Friede aus. Zum Schluss ging es in einer unendlich billigen Persiflage der "Göttlichen Komödie" ins Inferno der Höss-Schirmbar, mit Hansi Hinterseer statt Vergil. In der Kellerbar wird Michael Jeannée tantalisch von einem 14-Jährigen in den Rücken geschossen und Teufelsknechte tätowieren Udo Landbauer die geschwärzte Nazilied-Zeile auf die Stirn. Arg!!!

 

Bei der Tombola des Grauens behauptete die Meindl, sie habe einen Urnen-Selbertöpfern-Kurs belegt und wolle die missglückten Werkstücke loswerden. Das gute Volk nahm das Glumpert zum großen Teil nach Hause.


So war das. Und schon folgt die nächste Lesebühne! 

12. Mai, "Links, rechts - Menschenrecht!" mit Christine Teichmann im Alten Bauhof Ottensheim

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Die neue Bundeshymne


Jedn Freitog auf'd Nocht

do montier i die Schi

wo da Schnee nu voi leiwaund is

wüll i foan mid de Schi


In da Frua geht’s bergauf

midm Lift in de Heh

kaun ma nix Scheenas voastön

ois an leiwaundn Schnee


Jagatee und an Schnops

und de Sunn scheint so vü

wow wow wow wow wow wow

Weil i Schifoan wü

Donnerstag, 12. September 2013

Videomaterial für die Sportmordgeschichten

Wer tipptopp vorbereitet zur heutigen Lesebühne gehen will, schaue sich diese beiden anrührenden Filmdokumente an. Zum Einen gibt's fast nichts Anrührenderes als dem Herrn Orsolics sein patschertes Leben: 


Zum Anderen widmen sich Teile des Ensembles der sportlichen Bauchtumspflege: http://www.youtube.com/watch?v=TRmWTxQb0cg

Montag, 26. August 2013

Sport und andere Mordarten, 12. September - mit Karin Morschitzky


Damen und Herren, liebe Sportsfreunde,

mit beträchtlicher Freude laden wir, nachdem unser liebes Stadion zum Rothen Krebsen in die Verlängerung gehen konnte, zum Anpfiff der Lesebühnen-Herbstsaison! Im Video und auf dem Plakat steht jeweils noch der Ex-Termin, den uns gleichsam Hochwasser und XXXLutz-Doofheit versenkt haben.

Inhaltlich werden am 12. September ausgestorbene Sportarten ins Leben gerufen, dumme Fußballhymnen gegrölt, dem eigenen Körper der Krieg erklärt, Erstgeborene an Sponsoren verkauft und Leiber getauscht. Dazu werden Millionentransfers (Dan Brown, Michael Jordan, Josef Hader) in das Team der OLW kolportiert. Die Startmannschaft gibt wie gewohnt allzu genauen Einblick in ihre skandalösen Trainingshintergründe. Ob es ihr gelingt, ihre Leistung abzurufen?
Unbesorgt kann man da nur bei der Gästin Karin „die Karin“ Morschitzky sein, von der hat die Welt noch keinen schlechten Text vorgesetzt bekommen. Anstrengend wird’s wohl nur auf der Bühne – und falls doch auch für's Publikum, dann gilt wie immer: Zumindest dauert's nicht lange. Und: Nichts schmeckt so gut, wie sich Fitness anfühlt. Bis auf das gute Schlägler Bier. Dieses gilt es zugunsten des armen, überschwemmten Roten Krebsens ordentlich zu konsumieren.

Wir geben heute schon die Aufstellung bekannt:

Klaus Buttinger – hängende Spitze (Dynamo Wels)
René Monet – Libero (Lok Ansfelden)
Dominika Meindl – bulliger Mittelfeldmotor (Rotation Schönering)
Karin Morschitzky – Poetry Slammerin und Schiedsrichterin (L „Crime“ Auwiesen)

Bitte Obacht, in diesem Video kommen Gewalt gegen Minderjährige sowie illegale Drogen vor. Entscheiden Sie selbst, ob sie das sehen wollen:



Für die Sportlichen unter euch öffnen wir ein Mikrophon, dazu gibt’s wie immer die Tombola des Grauens. Die hauseigene „Blutgruppe“ macht dazu so etwas ähnliches wie Musik. Der Eintritt ist frei, der Austritt kostet den Erwerb eines Tombolaloses (= 2 Euro). 

„Original Linzer Worte“ ist die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Wertlose Sachspenden werden gerne vor Veranstaltungsbeginn angenommen.

Montag, 17. Juni 2013

Sportlesebühne am 21. Juni abgesagt!

Geliebtes Volk, 
du musst jetzt ganz stark sein. 
Weil das Grandhotel zum Rothen Krebsen bis zum kommenden Freitag nicht mehr rechtzeitig in Stand gesetzt werden kann (dummes, blödes Hochwasser) und weil das Ausweichquartier, das Gasthaus Schön in der Tabakfabrik, von einer anderen Naturgewalt besucht wird (Bürgermeistersommerfest), müssen wir leider die Sportlesebühne

absagen! 

Bitte weint jetzt nicht, es wird alles nachgereicht, auch das schöne Video. Der Sommer ist eh immer so schnell vorbei.

Freitag, 7. Juni 2013

Schlammmassenschlamassel: Roter Krebs und Festival der Regionen

Da das Hochwasser unser geliebtes Grandhotel schwer in Mitleidenschaft gezogen hat, ist es noch ein wenig fraglich, ob die Lesebühne am 21. Juni hier stattfinden kann - wir arbeiten an einer Ausweichmöglichkeit und hoffen innigst, dass bis dahin zumindest der Übergangsbetrieb funktioniert. Denn ein Krebsbesuch inkl. eifriger Solidaritäts-Bier-Konsumation bringt allen, allen etwas. 
Wir lassen es euch möglichst bald wissen.


In diesen Minuten gestartet ist das Festival der Regionen - was angesichts der schlimmen Lage in Eferding nicht immer selbstverständlich war. Der Ticketerlös des gesamten Festivals kommt auf ein Spendenkonto; wir möchten ein Schärflein dazu beitragen, indem der Tombolaerlös auch dorthin gehen soll. In diesem Sinne: In großen Scharen zur Lesebühne "Original Eferdinger Worte" strömen, wenn nicht unsretwegen, dann wegen unseres Gastes Bodo Hell, wenn nicht seinetwegen, dann um der guten Sache willen.


Klipp und klar, glatt wie ein Babypopo wird alles in Krenglbach gehen: am 12. Juni um 19:30 im Vereinshaus.

Montag, 27. Mai 2013

Prophezeiungen mit extrem hoher Eintrittswahrscheinlichkeit: der Juni

Damen und Herren, Hundkatzmaus, sehr geehrte Städte, Länder, Flüsse,

im Juni werden wir, eure Originalfidelen Worte, relativ oft an das Licht der Öffentlichkeit treten. So zum Beispiel am Mittwoch, dem 12. Juni in Krenglbach. Dort gibt's für gewöhnlich den berühmten Vogelpark, aber bald eben auch uns mitsamt den persönlichen Lieblingstexten. Musik und Tombola sowieso, denn gibt die Kuh Milch? 
Apropos Milch geben: Ein ansprechenderes Bildnis eines Gastes hatten wir wohl noch nie. 

 Foto: Breckner

Der hier so fachgerecht melkende Bodo Hell wird mit uns am 13. Juni beim Festival der Regionen auftreten. Große, große Vorfreude.
Regelmäßig melkt Karin Zky ihre Ganglien. Was dabei herauskommt, gefällt uns ungemein, weswegen sie am 21. Juni bei der Sommerschlussbühne im Traditionsgrandhotel auftricksen wird.

Foto: R. Maybach