Donnerstag, 18. August 2016

An gute Hände zu vergeben. Die Partnervermittlungsbühne.


Obacht! Am 16. September erwachen wir aus dem Sommerschlaf.

Ihr einsamen, verlassenen Massen! Lasst euch von uns vermitteln. Es kann eh nie genug Liebe geben. Mit dem innig erwarteten Gast Yannick Steinkellner von der Grazer Bruderbühne. Mit einer Tombola, die sich über den ganzen Sommer mit Grauen angefüllt hat wie ein bedrohlicher Stausee. 

Sonst ist alles wie immer: Ihr. Wir. Das Salonschiff. 20 Uhr.

Montag, 6. Juni 2016

Horchen trotz schiefer Ohren und viel zu viel Bier: Die Starke-Mann-Lesebühne

So war das also bei der letzten Lesebühne vor Sommerpause und/oder Apokalypse: 

Meindl ließ sich zunächst von Manfred Deix als Diktatorin positionieren, bevor sie Hitler auftaute und NLP lernen ließ, bevor sie zum Tyrannenmarketing lud und ein Despoten-Disneyland ausrief.


Buttinger erklärte in seinem Einführungsvortrag allerlei erfundene Fakten über die weltweite Geschichte der  Tyrannen.


Sodann stellte er der Präsidentin seinen Körper zur Verfügung, auf dass sie daran zeige, was alles VERBOTEN ist in unserer schönen Heimat, in der die Männer gottseidank ein bisschen freizügiger herumlaufen dürfen. Weil: Finger weg von unseren Männern, liebe Damen Asylanten!


Der flinke Windhund symbolisiert unser Anliegen hervorragend: Wer Ohren hat, der horche auf das Herrli! Auch wenn die Ohren noch so schief sind.


Unserer famosen Gästin Christine Teichmann haben aber alle freiwillig zugehört, und wie: Sei es bei der sehr lustigen Fußball-Wahlkampf-Berichterstattung, sei es bei den wahrlich unter die Haut gehenden Texte über den starken Frauenschläger oder das Leid, das starke Männer im Krieg über die Frauen bringen. Wir wissen außerdem, dass Dompteure jetzt Tierlehrer genannt werden. Kaufet alle ihren neuen Roman "Raubtiere"! 


Sehr beglückt waren wir auch über die Befüllung des Open Mic, auch wenn die Freiwilligen eigentlich nicht soooo viel besser sein sollen als das Ensemble der Lesebühne, goi! Wir scherzen. David hat uns sehr getaugt, und wir werden dich nie Tante nennen.


Vom unwürdigsten Teil des Abends ist kein Bildmaterial überliefert, da die Fotografin Coala selbst auf die Bühne musste, um mit großen Engagement Hitlers Blondi zu spielen. War das blöd! Aber ihr habt gelacht, also ist es auch recht.
Monet hat nicht nur dreimal die Gitarre bedient (immer super, what else), sondern einen Text über die besorgniserregende Radikalisierung im Gemüsebeet verfasst. Wo ist die UNO, wenn man sie braucht?



Es war also sehr schön, es hat uns sehr gefreut. Und ihr wart so ein umfangreiches, liebes Publikum! Nicht einmal die vielen Schläfer haben uns beunruhigt, es ist ein liebes Zeichen eures Vertrauens, dass ihr bei uns so büselt. Am Schluss wart ihr ja alle wieder wach, habt die Tombola geplündert und fest geklatscht.


So! Und wir legen uns jetzt in die soziale Hängematte und denken fest, fest nach, was wir im Herbst Schönes für euch machen.

Freitag, 13. Mai 2016

Ein starker Mann muss her!


So lautet das Thema für die nächste Lesebühne am 3. Juni. 
Wird's der Hofer, wollen wir uns sofort den depperten Heimatsozialisten andienen. Wird's der grüne Tschicker, lachen wir alle gemeinsam über das, was uns erspart geblieben ist. Das ist quasi eure Entscheidung.
Fix ist, dass die "Original Linzer Worte" ein autoritäres Triumvirat sind, mit dem allerstärksten Mann an der Spitze, der doofen Meindl. Prof. Buttinger ist der Führertyp im Akademischen, der Monet als Ingenieur sowieso dem Autoritären gewidmet. 

Kommt! Sonst regieren bald die Weiber und die Gendertrullas!

Samstag, 23. April 2016

Ottensheim: Blumerl, Frettchen, Schas und Bahöö


Wenn es nach uns ginge, möchten wir bis an unser Lebensende noch siebzehnmal in Ottensheim auftreten. Die Leute vom Kulturverein KomA sollen alle 102 Jahre alt werden, immer nur schön gezapftes Bier kriegen und im Blütenregen durchs Leben schreiten. Wir sagen das nicht, weil ein jubilierender Nachbericht Teil des Honorars ist. Sondern wegen: 
  • der Blumerl auf Blumerltischdecken.
  • der Gutmütigkeit, mit der das Donauknie Spott annimmt (s.u.)
  • die Leut! Ein Premium-Volk ist das dort flussaufwärts. 
  • weil Ottensheim DER Kompromiss zwischen Schönering und Gramastetten ist. 
  • weil hier und nicht in Linz endlich wieder einmal das Open Mic befüllt ward.
  • weil im Mühlviertler Veggie-Burger Speckstreiferl, faschierte Loaberl und eh auch Gemüse ist.
  • alle Tombola-Zumutungen mit derselben, obgenannten Gutmütigkeit an- und mit nach Hause genommen wurden. 


Überaus begrüßenswert  ist auch das Insider-Briefing seitens der Veranstalter vor dem Auftritt (etwa: der Bürgermeister, Landwirt und Jäger, erschlägt in einer Wirtshausküche einen Ratz, der sich später als zahmes und trotzdem totes Frettchen erweist), das man dann den Ottensheimern wieder ausgeschmückt zurückerzählen kann. 

Und weil es uns so behagt hat gestern, hier noch die liedgewordene Beleidigung von gestern: 

Ottensheim, du Donauknia
aun am Wossa voi Klärwerkschlamm
du wirkst auf mi wie irgendwia
bist weder Wellnessbad no Badeschwamm
Du schaust wia a Chamäleon
vor an Heftl aus Buntpapier
Innen drin da magst jede Variation
vo drausd ham d‘ Baun di im Visier
Dei Hirn des host ins Thorbräu trogn
bist hoit a durscht‘ge Söö
und fir alle Schaß, die was die plogn
machst glei an Mords-Bahöö

Montag, 11. April 2016

Wolpertinger, Dschihadmädchen, Fingernägel, Antlitzanalysen: Nachbericht zur Haushaltslesebühne


Liebe Hausfrauen und Männer! 

Jetzt müsstet ihr euch also auskennen, wie das so geht mit sanierten Haushalten (privat, national, global). Außer ihr wart nicht da und lest deswegen hier nach, wie das so geht. In diesem Sinne: 
Der Monet verlas - in einer entzückenden Rüschenschürze aus dem eigenen Haushalt - einen Text darüber, dass es schon vor der Erfindung der neolithischen Revolution total stressig mit der Hausarbeit war. Ganz besonders gut fuhr dem Publikum und dem Restensemble sein neues Lied "Du raamst nie zaum", trotz Fingernägeln im Waschbecken. 
Ein vergebliches Liebesgedicht gab's von unserem wundervollen Gast Markus Köhle. Wenn es nach uns ginge, lüden wir ihn uns immer wieder ein, notdürftig als ein anderer Mensch verkleidet. Schon alleine der prachtvollen Fischschürze wegen, die er am Leibe trug. Kommt halt doch aus der Großstadt, der Köhle. Prachtvoll auch die Darbietungen aus seinem jüngsten Oeuvre "Kuhu, Löwels, Mangoldhamster - Die vier Jahreszeiten der Wolpertinger". Unser liebster: Pandackel knapp vor Paprikatze.



Professor Buttinger arbeitete sich - im Gewande der Katholischen Männerbewegung - an den Themen "Meine tschetschenische Putzfrau erklärt mir die Welt, zB Pussy Riot" und "Craft Beer für die Antlitzanalyse" ab. Es sollten ja alle belohnt werden, die nicht zur gleichen Zeit in der Tabakfabrik tranken. Mit dem Monet an der Gitarre performierte der Buttinger sodann seine Version von "Mr. Sandman": "Meister Propper, putz' mir die Küch!" Sauber.


Die Meindl recycelte Haushaltstipps aus dem Jahr 1955 ("Eine Frau weiß immer, wo ihr Platz ist!"): Für verwirrte Mädchen, die eine Haushaltsgründung mit einem Dschihadisten anstreben, sind die noch pfenninggut. Sodann gab's aber schon aktuelle Tipps zu Briefkastenfirmen, Urankernspaltung und Leib-Seele-Dialektik. Und abschließend ein Drehbuch namens "Das letzte Gefecht: Craft Beer gegen den Kapitalismus" über Lifestyle in Zeiten der Revolution. 


Kaum eine Tombola war reicher und adäquater bestückt - kein Wunder, dass sie uns von anwesenden Kleinkindern noch vor der Verlosung dezimiert wurde. Ein inniger Dank an die Erziehungsberechtigten, die das schon ein Geld gekostet hat. 


Die nächste Lesebühne findet - Obacht! - als Gastspiel in Ottensheim statt: 22. April, 20:15, GH zur Post (Kulturverein KomA). Es wird ein Best-Of kredenzt.

Mittwoch, 16. März 2016

Haushalt: Schöner Wohnen am Krisenherd

Lesebühne am Freitag, 8. April, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz, ehemaliges Schiff „Li+Do“)
Mit Gast Markus Köhle

Todesfalle oder Lebensborn? Das Nest der Frauen oder vom Grauen? Ausgeglichen oder zugemüllt? Desparate Hausfrau oder emanzipierter Waschlappen?


Wir wissen nur, dass Professor Buttinger seinen Haushalt von einem tschetschenischen Ex-Model kuratieren lässt. Bakk.tech. Monet, der Ingenieur der Herzen, selcht zuhause Speck, repariert Fahrzeuge, zementiert Pizzaöfen und bastelt Kinder. Präsidentin Meindl hingegen kann nur vor Wut kochen (und das aufgrund ihrer Emotionsbehinderung schlecht), hat als Philosophin aber allerhand praktische Tipps für ein schönes Zuhause. Der liebe Gast Markus Köhle, hat seinen Haushalt voll im Griff, serviert auf Anfrage auch um vier Uhr in der Früh noch Buttertoast und schreibt – zwecks Doppelbelastung – auch noch super Texte.

Mit der Tombola des Grauens (aus Beständen unserer Haushalte) und Hausmusik von der "Blutgruppe". 

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Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen.

Sitzplatzreservierungen übernehmen wir gerne.