Montag, 12. Oktober 2020

Loch Wellness. Die Entspannungslesebühne am 23. Oktober


Freitag, 23. Oktober 2020, 20 Uhr, Strandgut (Ottensheimer Str. 25, 4040 Linz). Eintritt frei, Austritt (= Tombola-Los): 2 € Wir bitten um Anmeldung per Mail.

Zu Gast ist Puneh Ansari (Wien)

Entspannen Sadisten im Büro? Machen erz-strenge Katholiken Hellness? Dient diese ganze Entstressungsindustrie am Ende nur der turbokapitalistschen Arbeitskrafterhaltung? Wo regenerieren eigentlich die Faultiere der Original Linzer Worte ihr erschöpftes Selbst, was ist ihre Alternative zum Herumlumpen in der sozialen Hängematte? Und schließlich: Muss Literatur immer wehtun, oder darf Sie einmal nur so richtig gemütlich sein? So viele Fragen! Wir haben die Antworten. Aber erst am 23. Oktober. Spätestens da werden wir sehen, ob es diesmal wieder eine Gästin zu uns schafft – wir hoffen inniglich auf die Künstlerin und Autorin Puneh Ansari, eine der unterhaltsamsten Erscheinungen im WWW! 

 

Fix sind die vielen „schönen“ und „wertvollen“ Preisen bei der Tombola des Grauens. Unsere hauseigene Blutgruppe arbeitet schon „intensiv“ an harmonischen Klängen.

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Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen!

Weiterführender Infospam: https://www.facebook.com/Original-Linzer-Worte-112861892081408/

Dienstag, 29. September 2020

Die Freisprechanlage - Launch eines digitalen Leuchtturmprojekts!

Gelungene Weltpremiere des innovativen Artificial Intelligence Confession Tools! 

 

Das stolze Team: Chefingenieur René Monet, Co-Chefingenieur Andreas Topf, Präsidentin Dominika Meindl und Head of Security Department Professor Klaus Buttinger.

 

Alles ist bereit, die Innovationskraft des Leuchtturmprojekts der Öffentlichkeit zu präsentieren! Auch von seiten des Security-Managers Prof. Buttinger kommt das "Go!"

 

Das Kick-Off-Event der "Freisprechanlage" ruft wenig überraschend ein internationales Medieninteresse hervor.

 

Die Präsidentin bleibt fest in den Socken.

 

Hier strömt schon die Stadträtin Eva Schobesberger herbei! Sie ästamiert das disruptive Digitalisierungs-Vorzeigemodell, gibt aber an, persönlich eine zu niedrige Sündenlast für dessen Implementierung aufzuweisen.

 

"Mit diesem Maßnahmenpaket in Sachen Zukunftsorientierung machen wir Linz enkelfit!" erklärt Präsidentin Meindl der "staunenden" Stadträtin.

 

"Hier werden die Confessiones eingespeist und in warme Luft transformiert", so Meindl weiter. "Damit können wir 0,065 Haushalte mit Wärme versorgen."

 

Aufs Wort eilt schon der Landesrat Stefan Kaineder herbei und erfindet gemeinsam mit der Präsidentin einen coronasicheren signature handshake.

"Mit diesem neuartigen confession relief tool wird Oberösterreich zum hidden champion in Sachen Digitalisierung!" erklärt Ingenieur Monet. "Na bumm", zeigt sich der Landesrat "beeindruckt".


"Wir bringen den FUN in funktional!", sagt Meindl. Prof. Buttinger gatekeept das Patent.


Das Unternehmen "Freisprechanlage" ist von einer hands-on-mentality getragen, selbstverständlich nach Anwendung marktführender Desinfektions-Facilities. Der Landesrat bekennt das Verfehlen seiner persönlichen Klimaziele und gelobt Optimierung auf die Privatbibel der Bundespräsidentin.

Am Ende des Tages erhält der Landesrat Instruktionen von Prof. Buttinger ("Die Meindl flirtet, dass es peinlich ist, also bitte nicht drauf eingehen!").

 
Ein Stelldichein mit den LeuchtturmwärterInnen der Zukunft in der UNESCO City of Media Art ließen sich auch deren Bürgermeister Klaus Luger sowie Kulturdirektor Julius Stieber nicht entgehen - verpassen Sie nicht die Kinopremiere des multimedialen Präsentationsvideos! 

Gefördert durch den LINZimPULS 2019

Sonntag, 27. September 2020

Unerträgliche Prärie, Laubbläser-Suizid und korrekte Politessen im Kampf gegen Hitler N' Stalin. Die Nachlesebühne zur großen Freiheit.

 
Damen und Herren, Freiheit! Ein großes Wort, ein sehr großes. Chef-Ingenieur René Monet hat die wahren Dimensionen dieses Über-Begriffs am besten erfasst. Sein Text "Die unerwünschte Freiheit der Prärie" schillerte in hundert semantischen Facetten, dazu gab's einen bescheuerten Bauplan für die Aufstockung eines Plumpsklos (inkl. Abgang zum Mittelpunkt der Erde, in Planung). Der Protagonist lässt sich über "nützliche Unterrassen" und seine Abscheu gegen den Farbton "signalbraun" aus. Am Ende landet das Pferd beim Ku-Klux-Klan und die Katze wird lesbisch. Das kommt davon, wenn man der 68er-Generation alles durchgehen lässt!

Doch zurück zum Anfang. Der gehört wie immer Professor Klaus Buttinger und seinen instruktiven Ausführungen samt Schlenkerern in die Wissenschaft. Er hielt sich diesesmal nicht an die bekannten Philosophen, sondern an die erfolgreichen, also zB Beyoncé oder Janis Joplin, die ur oft über "Freedom" singen. Da kann man freilich am großen Denker David Hasselhoff nicht vorbei! Dazu machen wir auch gleich einen Sprung zum Ende, das Ing. Monet mit einer Neuerinterpretation des einschlägigen Klangstücks bestritt. "I've been looking for Freedom!" in der österreichischen Version - Töne, welche die Berliner Mauer einstürzen ließen! 

Hier abgebildet die "Blutgruppe", unsere ensembleinterne Musikabteilung. Es interpretiert Prof. Buttinger ein Lied von Georg Danzer, aus Respekt und Liebe einmal ausnahmsweise so, wie es der Urheber vorsah. Es muss nämlich nicht immer alles satirisch sein bei uns.

 

Sehr zufrieden war Präsidentin Meindl mit Buttingers Klassiker-Text zum Malermeister Herbst, auch wenn sich dieser nach getaner Laubfärbearbeit ansäuft und mit einem Laubbläser in die nächste Reinkarnation schickt. Aber er kommt wieder, mitsamt Herbstbier, Maronibubikopf und Pilzpfanne. 

 

Die Präsidentin verlas einen autobiographischen Text über Freiheit als Verlust des eigenen Willens. Deswegen landet sie auf einer Hygiene-Demo und beißt einen Hund ins Ohr. Das sei uns allen Mahnung! In ihrem zweiten Beitrag verlieh sie dem sperrigen Thema "Meinungsfreiheit" samt Zensur und politischer Korrektheit Ulk und Schwung, indem sie sich in den Körper Luis de Funes hineinimaginierte. Besorgte ältere weiße Bürger geben vor, in der allergrößten Bedrängnis zu sein, weil sie - que horrible, mon Dieu! - nimmer das N-Wort sagen dürfen. Es kommt, wie es kommen muss: Die wolstandsverwöhnten Herren kriegen Backenfutter.


Apropos "wohlstandsverwöhnt": In einem armen Land wäre eine Tombola des Grauens kaum vorstellbar. Also praise the Lord oder "Danke, Naturwissenschaft und Wirtschaft und tüchtige Leute und Glück!" für unseren Überfluss! 
 
Es folgen nun noch ein paar liebe Bilderl, die auch unsere Herberge illustrieren sollen. Das Strandgut ist uns Wohlfühloase und innerer Jahrmarkt!



 
Der Neid ist nicht immer was Schiaches, wie man auf obigen Bild sehr gut erkennen kann. So eine Roy-Black-Hauptpreis-DVD fordert jeden Charakter heraus! Deswegen wird es auch ein Public Viewing geben, bitte weiter hier herschauen, um den Termin nicht zu verpassen.

 
René Monets Plumpsklobauplan, bitteschön. 


Die nächste Lesebühne kredenzen wir euch am 23. Oktober, wieder im Strandgut, weil warum nicht! Zu Gast ist Puneh Ansari, und das Thema wird auch wieder eins sein, wo ihr sagt, jawoi, das ist ein Thema!

Freitag, 11. September 2020

Freiheit ist nur ein Synonym für Verlust

 


Die Freiheitslesebühne

Freitag, 25. September 2020, Strandgut (Ottensheimer Str. 25, 4040 Linz). Eintritt frei, Austritt (= Tombola-Los): 2 €

Obacht! Bei Schönwetter im Garten, Start um 19 Uhr!

Das Virus hat uns viel gelehrt. Etwa, dass man es nicht „der Virus“ nennen soll. Und dass man Freiheit auch ganz, ganz anders verstehen kann als damals im Philosophieseminar. Also nix mit Voluntarismus und Determination und so, sondern ganz praktisch: „Hilfe, Bill Gates und Rudi Anschober wollen das innere Kind in mir anzapfen, damit sie daraus Chemtrails machen und selbst unsterbliche Zombies werden! Vom Maskentragen kriegt man Homosexualität und Gender! Man darf diese Wahrheit aber nicht aussprechen, außer in sämtlichen Medien der Welt!!11!!

Grund genug, dass wir – die lernfähigste und unbändigste Lesebühne der freien Welt – den neuen Wahrheiten eine Lesebühne widmen. Freiheitliche Willkommen! Kommt auch mit zu einem literarischen Ausflug ins wahlkämpfende Land of the Free, wo man sich von Krankenversicherungen im Recht beschränkt sieht, einen frühen Heldentod zu sterben. Wünschen wir letzteres dem Kandidaten der Republikaner? Nein! Wir sind ja Herzensmenschen, außerdem ist der Trump zu alt für einen frühen Tod.

Zu Gast ist aus Sicherheitsgründen niemand, Sophie Reyer laden wir ein, wenn die ihr gebührende Vielzahl an BesucherInnen zugegen sein darf.

Mit einer Tombola des Grauens, ganz frei von Wert und Ästhetik. Und Unabhängigkeitsliedern der hauseigenen Blutgruppe!

PS.: Am 28. September bieten wir der Bevölkerung zwischen 12 und 17 Uhr auf dem Linzer Hauptplatz die Möglichkeit, sich in unserem WELTEXKLUSIVEN digitalen Beichtstuhl von sämtlichen Sünden befreien zu lassen! #freisprechanlage

 

Donnerstag, 3. September 2020

Weltpremiere des ersten digitalen Beichtstuhls in Linz: die FREISPRECHANLAGE!

Gefördert aus dem LINZimPULS-Topf

Montag, 28. September, Hauptplatz Linz, 12 bis 17 Uhr

Die Original Linzer Worte laden zum Jahr der Verantwortung

Im elften Jahr ihres Bestehens ist die dienstälteste Lesebühne der Nation bereit, das Volk aus der moralischen und intellektuellen Krise zu führen. Es gibt einen Grund, warum gerade die Literatur in Zeiten von neoliberaler Pest und Cholera kaputtgespart wird: Nur sie könnte die Weltrettung jetzt noch schaffen! Sie erfindet die erlösenden Narrative! Wie sollen wir kämpfen, wenn nicht mit Worten?! 

Kraft subversiver Affirmation, verschärfter Satire und chirurgisch präzisem Aktionismus wird das motivierte Trio der „Original Linzer Worte“ dem Raubtierkapitalismus Einhalt gebieten. Wenigstens in Linz (#linzwende). 

Hauptaktion ist die Etablierung unserer literarischen „Freisprechanlage“: Präsidentin Meindl tritt – begleitet von ihren Ingenieuren René Monet und Andreas Topf, Security-Manager und wissenschaftlicher Berater Prof. Klaus Buttinger sowie einem crossmedial geschulten Presseteam an das Volk heran und bittet zur Beichte.


Die Freisprechanlage

Wie kann es gelingen, die Zivilgesellschaft zum einen zu entlasten, zum anderen zu einer freundlichen Revolution zu bewegen? Die Original Linzer Worte erfinden das Narrativ dazu. 

  1. Schande“: Eine Anklage des Ist-Zustandes. Das Team deckt auf, hört auf das Volk und protestiert. Warum ist Geld für den Westring da, nicht aber für Frauenorganisationen? Warum ist die Literatur aus der Zentralmatura gefallen? Warum klaffen die Einkommensverhältnisse immer noch weiter auseinander? Warum ist Kindererziehung immer noch Frauensache? Warum wächst der Nationalismus wieder so stark? Braucht es nicht endlich eine starke Frau, wie die Präsidentin und ihr Team?

  2. Freispruch: In einem mobilen öffentlichen Beichtstuhl kann die Bevölkerung von Linz über Schuldgefühle sprechen. Die Original Linzer Worte hören zu.

  3. Erlösung und Transformation: Die kleinen „Sünder“ werden freigesprochen und vom schlechten Gewissen befreit. Frauen müssen nie wieder Diät halten, Männer dürfen weinen. Das Volk wird von der Verpflichtung, den gesamten „Mann ohne Eigenschaften“ lesen zu müssen, entbunden (auch wenn das ein wunderbares Buch ist). Wähler der aktuellen Regierung dürfen Besserung geloben. Streithähne werden versöhnt. Alte, weiße Männer geben jungen Frauen die Hand (coronatauglich). Vertreter der Linzer Sicherheitswache müssen ein Gedicht aufsagen. Die kleinen Leute von der Straße empfangen die Frohbotschaft: Die Macht geht vom Volke aus, und du bist Teil davon!

  4. Verantwortung: Wir bringen sie dorthin zurück, wo sie hingehört. Wir nehmen die Mächtigen in die Pflicht und lesen ihnen Leviten. Insbesondere schimpfen wir sie, wenn sie in NLP-Worthülsen verfallen oder Sozialleistungen kürzen. In barocken Predigten laden wir sie ein, auf dem Weg der Vernunft wieder ein Stück mit uns zu gehen.


Dienstag, 23. Juni 2020

Kannibalismus im Palast der Präsidentin. Unsere "geheimen" Corona-Erlebnisse


Damen und Herren, sehr geehrte Fördergeber, liebe Kinder!

Die schwere Zeit der Event-Abstinenz liegt hoffentlich bald hinter uns - wir wären ja schon viel früher wieder vor eure Antlitze im echten Leben getreten, aber erstens haben wir unsere Bühnenoutfits gesprengt und mussten erst wieder zur Entschlackung. Zweitens hält es die eitle Präsidentin nicht aus, Lücken in den Reihen der fassungslos begeisterten Menschen im Publikum sehen zu müssen. Drittens hat sich der Professor Buttinger bei seinen Forschungsunternehmungen sämtliche Fingerspitzen abgetrennt. Viertens hat unser lieber guter Ingenieur René Monet einen Film für euch zusammengezaubert, wo ihr sagt: Jawoi, das ist ein Film! Hier bitteschön, schaut ihn euch an. Zur Not haben wir damit auch schon eine Unterhaltung für die zweite Welle geschaffen. 

Es grüßt und küsst eure großzügig klatschenden oder gebenden Hände: 
Euer OLW-Ensemble

Dienstag, 14. April 2020

Jenseits von Afrika bzw. des Veranstaltungsverbotes.

Fehlen wir euch eigentlich auch? Ihr uns sehr! Wir denken uns Spiele aus, die euren Namen tragen. Wir freuen uns, wenn die Sonne einen Schatten wirft, der eurer Silhoutte gleicht. 
Neulich, berichtet uns Dr. Zettelmeier, seien zwei Löwen an Bord des Salonschiffs Florentine gesichtet worden. Sie seien eine ganze Weile ruhig da gelegen und dann wieder langsam im Dschungel von Urfahr verschwunden. 
Das hätte euch gut gefallen.