Sonntag, 17. Januar 2016

Shakespeare und Schlägls Bier: Die Weltliteratur und wir

Lesebühne am Freitag, 29. Jänner, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz, ehemaliges Schiff „Li+Do“)
Zu Gast ist Christopher Hütmannsberger



Liebe! Tod! Teufel! Blut! Bier!

Romeo hat ein Alkoholproblem, King Lear hadert mit seinen Mitarbeiterinnen, Hamlet entdeckt Serotoninwiederaufnahmehemmer, Richard III tauscht einen Ponyhof gegen die Welt. Und so weiter, ihr wisst ja, wie das bei uns ist.

Mit weihnachtsgeschenkeschwerer Tombola des Grauens, Musik von der "Blutgruppe" sowieso. Und Open Mic? Das hängt von euch ab.
Vor allem: Mit dem einschlägig durchtrainierten Christopher Hütmannsberger als Stargast!

Montag, 21. Dezember 2015

Gesengte Weihnacht!


Liebe Oberösterreicher und Damen!

Zum heurigen Weihnachtsfest können wir euch nichts geben. Keinen zweiten Flachbildfernseher. Kein Trüffelrisotto mit Garnelenschaum. Keine Zinsen aufs Sparbuch. Keine Frau in der Landesregierung. Wir haben nichts! Nur das eine: 

Glaubt an diese Lesebühne!

Hier noch ein paar eher depperte Bilder von unserer Weihnachtsfeier. Aber wir haben alle keine Karrieren und nichts zu befürchten. 







Montag, 30. November 2015

Sexy Leute, Baumstürze, Rum-Machen und geile Stelzen: Die Gerüchtebühne

Sollte euch in der näheren Zukunft ein besonders dummes, aber auch unterhaltsames Gerücht in die Ohren geraten, rechnet es getrost uns an. Was da in die Welt gestreut ward! Lauter Schas! 


So etwa wollte Prof. Buttinger in seinem üblichen Einführungsvortrag einen Zusammenhang zwischen Gerüchten und der Fama-Industrie herstellen, und von dort einen zur Rum-Erzeugung (wobei er eine erotisch-alkoholische Abschweifung erlitt). Sodann streute er sehr böse Börsengerüchte über den akutellen Aktienwert der politischen Obrigkeit. Verkaufen! Alle! Er endete literarisch im nordkoreanischen Exil, wird aber demnächst die Weltherrschaft erneut an sich reißen wollen. 


Dem Jörg Zemmler gönnen wir aber auch viel Herrschaft. So ein guter Gast! Obwohl es uns schon ein wenig eifersüchtig gemacht hat, wie sehr ihr ihn am Freitag angehimmelt hat. Wir legen uns jetzt auch so einen Südtiroler Akzent zu. Und so eine tiefe Stimme. Und so superne Texte. Etwa über die Machenschaften der Helmindustrie. Oder über die Frage, wen man anruft, wenn man auf dem Berg vom Baum fällt. 


Zur stillen Post lud Präsidentin Meindl, mit hilariösen Ergebnissen. Während das Publikum die haltlosen sexuellen Mutmaßungen über unseren LH zu einem "Die böhmischen Dörfer im Wind" sublimierte, und aus "Der Klaus ist in die Minki verknallt" ein "Tobias ist streng verboten" machte, gab es "Du schaust heute sehr sexy aus" eins zu eins bis zum letzten Mann durch. Weil's ja auch gestimmt hat! 


Herr René Monet, der Bakkalaureus technicus der Herzen, verlas eine Parabel aus dem Sportmilieu, übernahm sein Alter Ego Karlicek, zeigte seine überbordende Liebe zu Stelzen (in der Gerüchteküche) und sang zum Schluss ein sehr, sehr anrührendes Lied über das, was informativ zwischen zwei Leuten passiert, die nicht mehr zusammen sind. 


Besonders anrührend war die Qualität der Tombola: Sehet, mit wie viel Liebe die Leute ihre Spenden noch aufmascherln! Der Baum und der Hauptpreis (Los Nr. 59, siehe unten) wurden übrigens von der Präsidentin beschlagnahmt und für eigene Zwecke abgezweigt. Arg!




So war das alles! Jetzt ist dann halt Weihnachtspause bis 29. Jänner. Wer es bis dorthin gar nicht aushält, kann ja zur lieben Konkurrenzlesebühne am 15. Dezember ins Theater Phönix gehen.

Freitag, 13. November 2015

Stille Post für die Gerüchteküche. Bitte nicht weitersagen!

Lesebühne am Freitag, 27. November, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz, ehemaliges Schiff „Li+Do“)
Zu Gast ist Jörg Zemmler.


Linz. Die Original Linzer Worte (OLW) dementieren am 27. November öffentlich, im Besitz einer Atombombe zu sein, mit der sie andere österreichische Lesebühnen bedrohten. Ingenieur Monet teilt über seine Pressesprecherin mit: „Niemand hat vor, um Ansfelden einen Zaun gegen die Flüchtlinge zu bauen!“ Professor Klaus Buttinger weist ausdrücklich darauf hin, dass er niemals zu einer bewaffneten Revolution aufgerufen habe, vor allem nicht in seiner Heimatstadt Wels. Auch entspricht es nicht der Wahrheit, dass Präsidentin Meindl Sexualverkehr mit Michelle Obama hat. 
Die OLW verwahren sich zudem gegenüber Gerüchten, dass Jörg Zemmler sein Gastspiel durch eine Geiselnahme während einer Poesietagung in Wien erzwungen habe. „Er ist ein cooler Hund, der hat das gar nicht not“, so die Öffentlichkeitsabteilung der OLW.



Jetzt schon an Weihnachten denken, und an Menschen, denen man seine Abneigung durch Geschenke zeigen möchte! Die Tombola des Grauens macht ihrem Namen garantiert alle Ehre. Dazu passt die Musik von der hauseigenen "Blutgruppe".

Dienstag, 3. November 2015

Live-Tode, stille Sockenbären, schlimme und schmackhafte Kinder: Die Gruselbühne

Fotos: findnix. Bussi!

Liebe gute Geister, Untote, von Dämonen Besetzte!

Gut möglich, dass es wir selbst waren, die sich am vergangenen Freitag am stärksten in die Kleiderl geludelt haben (metaphorisch gesprochen). Stirbt uns doch zB der Buttinger live auf der Bühne! Wo er doch grade auf Kur war. Das ist nun wirklich kein gutes Argument für deren Beibehaltung. Gut, dass der blöde Wirtschaftsminister kein regelmäßiger Konsument der Original Linzer Worte ist.  
Da die Präsidentin schon seit Jahren einen Klon des Professors angefertigt hat, bleibt der Prof. i.c. uns postum erhalten. Die Meindl erzählte im Übrigen die Moritat von den "Staadn Lampön" (famos instrumentalisiert vom Ton-Ingenieur Bauer), führte durch ihr von Ängsten zernagtes Innenleben und ließ literarisch auch noch das ganze Publikum sterben. Zumindest hatte sie die Haare schön.


Wie gesagt, Buttinger starb einen Literatentod, ganz im Dienste eines schockierenden happenings. Die Befürchtungen des Publikums in der ersten Reihe, nämlich mit Blut besudelt zu werden, bewahrheiteten sich jedoch nicht.


Ingenieur René Monet begibt sich, wenn er sich das Fürchten beibringen möchte, gerne in das Milieu der Kleinkindbetreuung. Zusätzlich ging es um verlorene Gliedmaßen, schlimme Metamorphosen und den "Austrofredkrüger vom Zwanzga Haus". Im Tagebuch berichtet er davon, wie er bei einem Kurbesuch von Prof. Buttinger gebissen und ausgeblutet wurde. Sehr schön, sehr arg.


Unsere Gästin Adina! Ein Lichtblick im Nebel des Grauens! Die Frau kann so viel, dass es leichter war, zu sagen, was sie nicht könne ("Malen!"). Sie ließ sich selbst erschauern, dramatisierte ihr eigenes Begräbnis und erklärte Menschen ihre Liebe - gastronomisch. Quasi so, dass sie Kinder möge, aber selten mehr als ein halbes schaffe. Auch eine Arge, die!


Die Tombola des Grauens entsprach paradoxerweise dieses Mal gar nicht ihrem Namen, weil nur zu etwa 34% Scheiß vergeben wurde. Beschwert euch doch!

So! Das war's. Wir sehen einander, bittegerne, am 27. November - da kommt uns der superne Zemmler.

Freitag, 16. Oktober 2015

Ungeheuer unheimlich: Die Lesebühne des Grauens

Lesebühne am Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz, ehemaliges Schiff „Li+Do“)


Gefühle sind wichtig, auch wenn's die falschen sind! So lasset uns auch das Grauen, den Grusel, die Angst und den Nervenkitzel auf die Bühne bringen. Das Blut wird spritzen, Abgründe tun sich auf, Jungfern werden erwürgt, Serienmörder essen Blunzen, Teenies verbreiten Furcht und Schrecken, vielleicht schlurft sogar der untote Michael Jackson durchs Land. Das alles auf dem Geisterschiff!
Zu Gast ist die unheimlich gute Slam-Meisterin Adina, die zu Recht nie zuhause (Wien) ist, weil alle sie sehen wollen!

Selten hat sich das geheime, und dunkel funkelnde Juwel der Lesebühne besser ins Geschehen gefügt: mit Tombola des Grauens und Musik von der hauseigenen "Blutgruppe" (Lieder für ängstliche Stunden).

http://www.adinawilcke.com/

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Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen.

Sitzplatzreservierungen übernehmen wir gerne.

Noch mehr Infospam unter:

Montag, 28. September 2015

Wahnsinns-Verkehr in Linz (Rückspiegel)


Liebes Volk, du Dolm! 
Tschuldigung, die Entgleisung, aber wir sind heute ein wenig beleidigt. Dabei haben wir als "Original Linzer Worte" unser Bestes gegen die Blaumeisen getan - siehe oben: HC Strache wollte die Lesebühne entern, wird aber sofort schroff abgelehnt und geht weinend zurück ins Bierzelt. 
Dergestalt kann Prof. Buttinger sein segensreiches Einführungswerk beginnen:


Es wird aber schon wieder nicht alles gestimmt haben bei seinem Einführungsproseminar, etwa die Hopi-on, Hopi-off-Indianer als deren Erfinder nehmen wir ihm nicht ab. 
Wohl aber dem lieben Gast Markus Koschuh, und zwar ALLES! Die genaue Zusammensetzung der durchschnittlichen Lesebühnenteilnehmerin, die Geschichte von den zwei Schweinsköpfen (in der unser Monet eine unschöne Rolle spielt) - und seine Schnurre von der versuchten Umerziehung eines schiachen Rechtspopulisten. Nous voulons koschuh avec lui!


Mit erhobenener Hand sprach auch Monet, Ingenieur der Herzen, zum Publikum. Zum einen erzählte er ein Märchen, in dem ein unschöner Rechtspopulist (schon wieder!) all seine Zähne verliert. Sodann las er aus der Geschlechtsverkehrsstraßenordnung vor. Gar nicht so unkompliziert,wenn man einen Verkehrsteilnehmer an den anderen koppeln möchte. Abschließend kam es zu Ausfürhungen über Thomas Bernhards jagdgrünen, gepanzerten Benz.


Präsidentin Meindl las aus ihrer Autobiographie vor (ein brauner Volvo, ein blauer und ein staubgoldener Mondeo) und berichtete aus der Autonamen-Szene ("Volvo Vulva", "Fiat Multipla Orgasmus"). Mitten drin rief eine aus dem Publikum: "Ma, die is' so doof!" Und hatte damit recht. Tiefergelegte Dobermänner?! Eine Autobahn auf der Donau?! Hilfe!



Nach Buttingers Mitmachgedicht über die Segnungen des Individualverkehrs kam der traditionell schönste Teil des Abends: die umfassende Bescherung namens "Tombola des Grauens". Das dadurch ausgelöste Glück ist dem Publikum ins Gesicht gegraben!


Präsidentin Meindl erlitt zudem während der Verteilung einen kleinen Anfall von Geisteskrankheit. Sie gibt nachträglich an, dass das mehrmalige Abspielen der Signation von "Autofahrer unterwegs" in ihr ein ungewohnt intensives Glücksgefühl ausgelöst hatte, mit dem sie als Melancholikerin nicht umzugehen wusste. 

Abschließend wurde zu den rhythmischen Klängen von "Queen" eine Ode an das Hamsterradfahren performiert. Dann war's aus!


Seid nun nicht besorgt, es wird ein Wein sein, und es wird eine Lesebühne sein - und zwar am 30. Oktober. Und wir möchten alle nachträglich loben, die bei der Lichter-Kundgebung gegen ein rassistisches Linz waren: Es waren auch viele liebe Menschen bei uns - gleichzeitig halten wir euer Anliegen für wichtiger als unseres.