Dienstag, 3. November 2015

Live-Tode, stille Sockenbären, schlimme und schmackhafte Kinder: Die Gruselbühne

Fotos: findnix. Bussi!

Liebe gute Geister, Untote, von Dämonen Besetzte!

Gut möglich, dass es wir selbst waren, die sich am vergangenen Freitag am stärksten in die Kleiderl geludelt haben (metaphorisch gesprochen). Stirbt uns doch zB der Buttinger live auf der Bühne! Wo er doch grade auf Kur war. Das ist nun wirklich kein gutes Argument für deren Beibehaltung. Gut, dass der blöde Wirtschaftsminister kein regelmäßiger Konsument der Original Linzer Worte ist.  
Da die Präsidentin schon seit Jahren einen Klon des Professors angefertigt hat, bleibt der Prof. i.c. uns postum erhalten. Die Meindl erzählte im Übrigen die Moritat von den "Staadn Lampön" (famos instrumentalisiert vom Ton-Ingenieur Bauer), führte durch ihr von Ängsten zernagtes Innenleben und ließ literarisch auch noch das ganze Publikum sterben. Zumindest hatte sie die Haare schön.


Wie gesagt, Buttinger starb einen Literatentod, ganz im Dienste eines schockierenden happenings. Die Befürchtungen des Publikums in der ersten Reihe, nämlich mit Blut besudelt zu werden, bewahrheiteten sich jedoch nicht.


Ingenieur René Monet begibt sich, wenn er sich das Fürchten beibringen möchte, gerne in das Milieu der Kleinkindbetreuung. Zusätzlich ging es um verlorene Gliedmaßen, schlimme Metamorphosen und den "Austrofredkrüger vom Zwanzga Haus". Im Tagebuch berichtet er davon, wie er bei einem Kurbesuch von Prof. Buttinger gebissen und ausgeblutet wurde. Sehr schön, sehr arg.


Unsere Gästin Adina! Ein Lichtblick im Nebel des Grauens! Die Frau kann so viel, dass es leichter war, zu sagen, was sie nicht könne ("Malen!"). Sie ließ sich selbst erschauern, dramatisierte ihr eigenes Begräbnis und erklärte Menschen ihre Liebe - gastronomisch. Quasi so, dass sie Kinder möge, aber selten mehr als ein halbes schaffe. Auch eine Arge, die!


Die Tombola des Grauens entsprach paradoxerweise dieses Mal gar nicht ihrem Namen, weil nur zu etwa 34% Scheiß vergeben wurde. Beschwert euch doch!

So! Das war's. Wir sehen einander, bittegerne, am 27. November - da kommt uns der superne Zemmler.

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