Freitag, 24. Januar 2014

Konspirationsinspirationen: Verschwör' dich mit uns!

Lesebühne am Freitag, 7. Februar, Grandhotel zum Rothen Krebsen (Obere Donaulände, Linz), 20 Uhr Mit Gästin Clara Felis 


Haben Sie gewusst, dass die echte Voest 1944 in den Pöstlingberg hineinverlagert wurde, damit sie die Russen nicht stehlen? Oder dass der Soundtrack zum gefälschten Mondlandungsfilm von Kraftwerk ist? Dass LH Pühringer ein Hybridwesen ist? 
Das alles können und werden wir am 7. Februar beweisen. Denn wir wissen, wo Prinzessin Dianas Auto steht. Wir befreien Maurer. Wir füttern eure Paranoia. Wir werden uns gemeinsam illuminieren. Unsere charmante Gästin ist die Poetry Slammerin Clara Felis. Sie kommt dafür eigens aus der Geheimbundeshauptstadt und ist vielleicht mit John F. Kennedy verwandt. 

Dazu wie gehabt: Musik von der „Blutgruppe“, ein Open Mic für Mutige und die Tombola des Grauens. 

Noch mehr Infospam unter https://www.facebook.com/#!/pages/Original-Linzer-Worte/

Montag, 13. Januar 2014

Volksdroge Alkohol: So schlecht ist die Trunksucht gar nicht


Damen und Herren,

was für einen überaus schmeichelnden Volksauflauf ihr uns vergangenen Samstag beschert habt! Es ist uns ja völlig einerlei, solltet ihr nicht unsretwegen den Krebsen so angefüllt haben, sondern zB des Themas wegen. Weil klar, mit dem Alkohol wissen sich die meisten etwas anzufangen. Oder vielleicht kamt ihr nur, um Berni Wagner mitzuerleben - auch das verstehen wir, denn das ist ein über alle Maßen lustiger, junger Zeitgenosse. Wenn seine Karriere weiter so in die Höhe rast, kann er sich wohl bald einen richtigen Friseur leisten.

Es war jedenfalls insgesamt eine Lesebühne, wo wir sagen, jawoi! Das ist eine Lesebühne. Das lässt die schmerzhaften Stunden vergessen, in denen wir mit blutenden Fingern in die Tastatur stipfen, als würden wir dafür bezahlt. 


Prof: Buttinger leuchtete dem Publikum erneut mit einer überinformativen Vorlesung zum Thema "Wer heute nicht säuft, vollbringt eine Mehrleistung" heim. Sodann nostalgierte er anhand von Doppelliterflaschen und dachte darüber nach, welche Erwartungen man an seinen unwürdigen Nachfolger, eine 2-Liter-Weißwein-PET-Flasche, überhaupt stellen kann. Im Anschluss schenkte er der österreichischen Parteienlandschaft ein Gratis-Consulting: Welche Drogen passen zu wem?


René Monet brachte den Versuch einer Dichtung im Beisl zum Vortrag, die aber in der Verdichtung des eigenen Bewusstseins mündete. Zudem verlor er sich in Ibiza, da blieben nur Erinnerungsfetzen an Busen und Hintern. Aber Hauptsache, er behält die Kontrolle über seine Gitarre, andernfalls wäre dem Publikum seine Interpretation des "A Krügerl, a Stampal" (Bronner/Qualtinger) entgangen. Ergreifend und betörend. Irgendwie. Besonderes Lob soll seinem selbstoptimierten Outfit ("Sexy Motherfucker Clubwear") gelten, das er unter Einsatz seiner physischen Integrität geschneidert hat.


Berni Wagner ist privat ein sehr lieber Bub, auf der Bühne entblößt er jedoch sämtliche Körperteile, die Pheromone ausstrahlen, und tränkt ein Taschentuch damit, das er dann Damen vorwirft. Paaren, die sich recht gern zu haben glauben, empfiehlt er Extremurlaub ohne Deo, damit man dabei eventuell feststellen kann, dass die Frau wie die Mutti riecht. Herzzereißend auch Wagners tagebuchgewordene Unfähigkeit, in Sprechkontakt mit seinem Mitbewohner zu treten. Oder seine postmoderne Neuauflage des Stanzl-Genres. Bitte buchen und besuchen Sie den Wagner.


Präsidentin Meindl fungierte als ihr eigener Oberkeller und stellte sich die Schlägl-Kiste gleich neben den Thron. Des weiteren schickte sie Elisabeth T. Spira zu den Scheiß Humanisten, mit denen keine Alltagsgeschichte zu schreiben ist, weil die Trankler (gelesen von Buttinger und Monet) die Ausländer eh mögen. Ein anderer Text ward dem Traum einer gerechten Gesellschaft gewidmet, in der junge Frauen mit ihren alten Eltern (erneut Buttinger und Monet, s.u.) genauso prahlen wie mit ihren Neugeborenen. "Ma, das ist aber noch ein Lackl!" "Ja, 93,2 Kilo! Magst ihn einmal halten?" Monet kippte daraufhin vor Empörung aus dem Rollstuhl.



Was dann noch alles passiert ist, wissen wir nicht, aber angeblich haben wir Karl Moiks Dackel sowie den LH entführt und mit einem Traktor den Neuen Dom ruiniert. Glauben wir aber nicht. Wahrscheinlich haben wir trunken torkelnd getanzt und am Schluss den Warmen Hans oder Leberkas-Pepi leergefressen - wie immer halt.



Damen und Herren, beehrt uns wieder am 7. Februar!

Freitag, 10. Januar 2014

Dichte Dichter: le nouveau lesebühnenvideo - Volksdroge Alkohol, 11. Jänner

Damen und Herren,
es ist erschütternd! Dan Brown fühlt sich ohne Bier schiach, Bachmann hält ein Saufgedicht für ihr schönstes, Handke war vorher Trinker und Thomas Bernhard schmiert sich den Hopfensaft ins Haar! Was ist da nur los?!
Wohl wahrscheinlich unser neues Lesebühnenvideo: http://youtu.be/MTSPehR-cnA


Also: Morgen um 20 Uhr, Grandhotel zum Rothen Krebsen!
Mit Berni Wagner!
Rufzeichen!

Montag, 2. Dezember 2013

Würdelos Lesen bis zum Ende (wenn die doofe Frau singt)


Auch Prof. Buttinger findet Altern und Sterben nicht so super (s.o.). Andererseits: Was verliehe dem Menschen sonst Spannkraft, wenn nicht das Wissen um seine Endlichkeit?! So hat er jetzt schon seine Seele dem Pensionistenverband verschrieben. Übrigens: Die Lesebühnen-Pensionen sind gesichert! Die Mitarbeiter zahlen ja so viel ein, da sollen sie es in 70 Jahren einmal schön haben. 
René Monet nahm die alternde Trauergemeinde mit ins Altersheim und sang ihr Schönes von Georg Kreisler ("Kreislersterben") vor.


Gleichfalls sprach uns der liebe Gast Stephan Roiss vom Altern. Sein Buch "Gramding" soll man sich vor dem Sterben noch kaufen, denn es steht unter anderem darin zu lesen, dass die Panik der wahre Baustoff der Kathedralen sei.


Präsidentin Meindl machte die Jederfrau für Arme, starb ihre schönste Todesphantasie und köpfte den Monet, der sie mit einem Fallbeil um ihre Unsterblichkeit bringen wollte. Am Schluss "sang" sie vom argen Leben inmitten ihrer senilen Nachbarschaft. Josef Hader und Tom Waits würden sich im Grab umdrehen, wären sie denn schon tot, was zu unserem großen Glück nicht der Fall ist.


Das Beste ist und bleibt der Hauptpreis bei der Tombola des Grauens. Hier wurde fotographisch das Bangen eingefangen, wer das Werk "Neigung zu Krampfadern" mit nach Hause nehmen muss.

(Foto von Andreas Topf)

Die nächste Lesebühne gibt's schon im neuem Jahr, das nicht mehr lange auf sich wird warten lassen. Dann kommt Berni Wagner zu uns, um über die "Volksdroge Alkohol" proaktiv nachzudenken. Samstag, 11. Jänner - im Grandhotel unseres Vertrauens.

Montag, 25. November 2013

Der Zentralraum - das Finnland Oberösterreichs: das neue, würdelose Lesebühnenvideo zum Thema "Tod"


Chemie, Langeweile, Drogen - René Monets neuestes Oeuvre: http://www.youtube.com/watch?v=DitQ9CpVnPI&feature=youtu.be
Es ist mehr als erschütternd, die eigene Zukunft, den eigenen Rest des Lebens so schonungslos vor Augen zu haben. Aber für wen machen wir das?! Für euch, unsere Kinder im Geiste! Ihr sollt es einmal schöner haben als wir. 


Weil nicht vergessen: "Würdelos Altern bis in den Tod", mit Gast Stephan Roiss, 29. November, Grandhotel zum Rothen Krebsen.

Dienstag, 12. November 2013

Würdelos Altern bis in den Tod - Lesebühne am 29. November. Mit Stephan Roiss

 Wir werden alle sterben! 



Bis dahin müssen wir die Zeit irgendwie totschlagen. Unser Vorschlag: eine einschlägige Lesebühne, die euch im schlechtesten Fall nur zwei Stunden der verbleibenden Lebenserwartung kostet. Wenn es gut läuft, wird euch Trost und Rat zuteil. So in der Art, dass es ja gerade unsere Sterblichkeit ist, die uns menschlich macht, und so weiter. Im Idealfall aber können wir euch zeigen, dass es nur eine schöne Art gibt, den Sterbensprozess zu erleben: würdelos.
Kann Prof. „Button“ Buttinger die Zeit umdrehen und weiterhin immer jünger werden? Auf welche Art möchte Präsidentin Meindl ihr Leben lassen? Will man sich den Monet bei der Sterbebegleitung vorstellen? Wie sähe eine komplett enthemmte Senioren-WG dieses schrecklichen Trios aus?
Zu diesem Behufe werfen wir uns erneut in törichte Roben, lesen euch prachtvolle Texte vor und laden uns einen famosen Gast: Stephan Roiss, Damen und Herren! Der ist zwar auch wahrscheinlich sterblich, kann aber fast alles. Singen, schreiben, recherchieren, rappen und überhaupt: Kunst. Wir freuen uns, tut es uns gleich! 




by Silke Müller

Dazu wie gehabt: Musik von der „Blutgruppe“, ein Open Mic für Mutige und die Tombola des Grauens.

Noch mehr Infospam auf Facebook (Original Linzer Worte) sowie http://elfenbeinturm.at/stephanroiss/

Entschuidigen im Falle von Mehrfachanwerbung!

Montag, 14. Oktober 2013

Schöne Stunden im Kriminalmilieu

Liebe Unbescholtene, sehr geehrtes Gschwerl,

 in Echt ist das Verbrechen eine unangenehme Sache, wenn es einem selbst widerfährt. Für die Literatur eignet es sich thematisch jedoch viel besser als etwa "Fußpilz" oder "Mehr direkte Demokratie". Schade, aber so ist es! In diesem Sinne gab's bei der Freitagslesebühne auch virtuellen Mord- und Totschlag. Prof. Buttinger etwa bedauerte bei seinem Einführungsproseminar das Schwinden der kriminellen Energie angesichts des ganzen Krimiblödsinns im Fernsehen. 


Präsidentin Meindl versuchte mit allen Mitteln, ihre Heimatgemeinde Schönering zur Welthauptstadt des Verbrechens herabzustilisieren, was natürlich jeder ins Reich der doofen Fiktion abschiebt, der schon einmal Gast der sympathischen Gemeinde am Rand des Eferdinger Beckens sein durfte.


René Monet warf sich gegen die Diskriminierung der Berufskillerinnung in die Bresche und gab wertvolle Tipps zur Verbrechensbekämpfung. Bei einem Banküberfall zB einfach nicht was Schiaches auf den Überfallszettel schreiben, sondern was Liebes, dann kriegt man statt einer Haftstrafe vielleicht die fesche Schalterbeamtin rum.


Superlativisch im Übrigen das Open-Mic-Aufkommen: 3! In Worten: drei! Leute strömten uns auf die Bühne, um auch was zu lesen, zum Teil sogar Gescheiteres als das vom Fix-Ensemble. 
Deswegen war der Monet aber am Ende nicht traurig. Vielmehr gab es für seinen Schmerz keinen anderen Grund als die jäh daseiende Tischplatte beim Verbeugen. Was man nicht alles können soll als Künstler. 


Die nächste Lesebühne erfüllt uns jetzt schon mit Vorfreude: Da kommt Stephan Roiss zu uns. "Würdelos altern bis in den Tod" - also zur Abwechslung einmal ein sommerlich leichtes Thema.