Donnerstag, 9. Januar 2020

Sündenböcke und Unschuldslämmer. Wir übernehmen die Verantwortung!

Freitag, 24. Jänner 2020, 20 Uhr; Strandgut (Ottensheimerstraße 25, 4040 Linz). Eintritt frei, Austritt (= Tombola-Los): 2 €
Zu Gast ist Henrik Szanto


Wir, die dienstälteste Lesebühne der Nation, sind bereit, das Volk ans Licht zu führen! 2020 werden wir dem Raubtierkapitalismus, der Klimanot und der Hautalterung Einhalt gebieten. Brücken werden gebaut, Hände gereicht, aber auch Backpfeifen verteilt. Was auch immer geschieht – wir übernehmen die volle Verantwortung! Wir kümmern uns drum!
Vielleicht rupft Professor Buttinger ein paar schwarzen Lämmern den Wolfspelz vom verlogenen Leib. Vielleicht konstruiert Ingenieur Monet eine Maschine, die den schlimmsten Schlingeln ihre Übeltaten hinter die Ohren schreibt. Vielleicht schickt Präsidentin Meindl eine Schafherde ins Tote Gebirge, die dort oben dann mit der Last unserer Sünden fröhlich verwildert.
Fix ist, dass am 24. Jänner unser lieber Gast Henrik Szanto nicht nur Poetry-Slam-Premium-Qualität am Start hat, sondern auch als manngewordener feuchter Traum von Linguistinnen auftritt (er spricht u.a. Finnisch UND Ungarisch)! Multinationales Flair in der Provinz eures Vertrauens!
Weihnachten hat seine Schleusen geöffnet und reichen Segen für die Tombola des Grauens herbeigespült. Und die Blutgruppe wird mit verantwortungsbewusstem Leadgut Liedership beweisen.

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Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen!
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Montag, 16. Dezember 2019

Spaß und Strenge: Mit der Lesebühne in die Goldenen 20er

Geliebte Damen und Herren, herrliche Völker, sehr geehrte Flora und Fauna, liebes Österreich, hallo Kinder!

Wäre 2019 ein Elefant, schickten wir es zum geheimen Dschungelfriedhof hinter dem Wasserfall. Und wäre es ein autochthoner Grönlander, wir würden es auf eine Scholle setzen und zum Abschied winken. Weil es aber nur ein Jahr von Milliarden war – zugegeben ein etwas komisches – lassen wir es am 31. Dezember einfach verschwinden wie eine Parteispende. Kein Strache-Brexit, keine Sentimentalität.
Denn 2020 wird für uns alle gleißend und innovativ und zukunftsträchtig, zumindest was die Lesebühne betrifft. Im kommenden Jahr wollen wir nicht nur sämtliche Buchstaben unseres lieben Alphabets mehrfach(!) verwenden, sondern auch jede der Wissenschaft bekannte Textsorten performieren und alles mit dem Mittel der Satire traktieren, was uns zwider auffällt. Am ungeniertesten werden wir aber mit unseren Gästen prahlen!
Den Anfang macht Henrik Szanto, manngewordener feuchter Traum von Linguisten (er spricht Finnisch UND Ungarisch UND Deutsch): 24. Jänner, 20 Uhr, im Strandgut Linz; Thema "Sündenböcke und Unschuldslämmer. Wider die Verantwortung". Wolfgang Kühn kommt am 6. März zu uns: „Man bringe den Spritzwein! Über das Liebste der Österreicher.“
Und dann: 24. April: Max Zirkowitsch,15. Mai: Puneh Ansari, 19. Juni: Stefanie Sargnagel (angefragt) zur 100. OLW-LESEBÜHNE(!!!!), 18. September: Sophie Reyer, 23. Oktober: Cornelia Travnicek, 27. November: Martin Amanshauser.

Na? Ist das was!?
 


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Montag, 25. November 2019

Donald Trump erhängt sich an Greta Thunbergs Zöpfen. Wie wir an einem Freitag die Zukunft gerettet haben

Damen und Herren,

das war's also für heuer! Wenn Sie damit nicht klarkommen, können Sie uns ja für, sagen wir: 500 € (VB) für einen privaten Auftritt buchen, wir werden uns nicht wehren. Vielleicht wäre das auch nicht schlecht fürs Klima, denn wir sind da schon auf ein paar sehr wertvolle Gedanken in Sachen Weltretttung gekommen. Aber wer gibt denn noch Geld für die Kunst aus? Außerdem darf man heute ja GAR NICHTS mehr sagen, nie! Die Wahrheit wird von den Systemmedien unterdrückt!


Martin Fritz bei uns zu haben, hat uns recht gut darüber hinweggetröstet, dass Prof. Buttinger in Krankenstand weilt (er kriegt eine neue Hand, der Piratenhaken hat sich immer zerstörerisch in seinen Seidenbluserln verfangen). Fritz kommt von Homer her, von Cervantes und von Innsbruck, deswegen haben wir ihm viele Fragen gestellt. Wie kriegt man Dinge geregelt? Er sagt: Algen in die Haut injizieren, damit man nicht so viel atmen muss. Das Birnderl im Kühlschrank nicht selbst wechseln. Zweimal im Jahr zum Handservice. Eine Schneefräse kaufen, "der Kugelgrill" im Fuhrpark, das "deine Mudda" unter den Haushaltsgeräten. Ganz wichtig: Die Kinder von heute sollen dankbar sein, dass sie Schoko im Adventkalender haben, früher gab's Heiligenbilder und Vorwürfe.


Dem Fritz zuhören heißt sich zu erinnern, warum man einmal Poetry Slam so gern gehabt hat. Wenn ihr nicht drei zwiderne Kommentare hinterlasst, laden wir ihn uns bald wieder ein. 
Wäre Ingenieur Monet nicht feste Säule in der Architektur der Lesebühne, er müsste es noch werden. So ließ er Greta Thunberg den alten, weißen Mann Trump (gelesen von der Präsidentin) raten, sich zugunsten des Weltklimas an ihren Zöpfen zu erhängen. Weiters verlas er ein schönes Science-Fiction-Agrikultur-Märchen darüber, wie Mühlviertler durch gezielte Scheißschüsse den Kreislauf des Lebens wieder in Gang setzen. Besonders stimmungsvoll sein besinnliches Traditional von Kurt Cobain, zeitgemäß umgetextet: "Jesus wü mid mia SUV foahn! So a doda Bam is eam wuascht". Man beachte das Geschick der Fotografin (Meindl!), Gerhard Haderers Gemälde, auf dem Jesus dem Papst den Arsch aushaut, in die Bildinszenierung einzubinden.


Die Präsidentin Meindl hält Trump für den umweltschonendsten Kollegen, weil der bis jetzt noch keine Atombomben verwendet hat. Ja, Klimaschutz bedeutet auch Verzicht! Eigens für den Tiroler Fritz las sie "Das Wunder von St. Jakob", in dem es um Nazigold, geladene Gewehre und ungeladene Gäste ging. Am Ende löst die wundersame Erscheinung Andreas Hofers eine völkische Apokalypse aus. Und: Was passiert, wenn sich im Einfamilienhausghetto alle ihr eigenes Klima einstellen können.


Als Abschlusslied erklang das filigrane Oeuvre der Sex Pistols. "I glaub an Jesus Christ / heimlich bin i Monarchist / I wö so gern ÖVP". Und wer irrig glaubt, dass Punk leicht geht, war nicht dabei! Leider sehr knifflig, die Anarchie. 


Das Publikum ward zum Dank für die Geduld seiner alljährlichen Sorge "Was schenke ich heuer meiner buckligen Verwandtschaft?" enthoben. Irgendjemand freut sich bestimmt über eine signierte(!) Erstausgabe von Thomas Brezinas Wechsel ins ernste Fach. Besonders exklusiv: Erstmals in der Stadtgeschichte wurden die geheimen Baupläne von Wels, dieser Navigationshölle, enthüllt!

Das "glückliche" Publikum (Symbolbild).

Bitte kommt's uns weiterhin so zahlreich und so gut gekämmt - wir sind mit unserer Unterhaltungsliteratur immer für euch da, wie Mütter für ihre wahnsinnigen Kinder.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Fridays for no Future!




Die Klima-Lesebühne
 
Freitag, 22. November, 20 Uhr; Schule des Ungehorsams (Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 9). Eintritt frei, Austritt: 2€
Zu Gast ist Martin Fritz (der Slam- und Lesebühnen-Gigant aus Innsbruck)

So! Jetzt gilt aber keine Ausrede mehr! Wer nicht zu unserer Klimarettungslesebühne kommt, kann gleich eine Weltuntergangssekte gründen oder im eigenen Garten ein FCKW-Mikroplastik-Stahlwerk errichten.
Recht lustig übrigens, dass ihr für unseren Schulstreik fürs Klima in eine Schule gehen müsst, nicht wahr?
Wenn euch schon das Thema nicht interessiert, kommt um Gottes willen, um euch unseren Gast Martin Fritz anzusehen, einen schöneren gibt's im ganzen Land nicht, und einen besseren auch nicht. Wir verschießen unser Pulver eben erst ganz zum Schluss, wie es sich in der Liebe, der Pyrotechnik und im Literaturbetrieb gehört.


 
Ing. Monet wird das Klima vielleicht durch geo engineering retten, wenn ihn nicht wieder ein zu reparierender Mercedes-Oldtimer ablenkt. Prof. Buttinger lässt sich eine neue, bionische Hand einpflanzen und macht einen Lesebühnenstreik für... irgendwas. Präsidentin Meindl wird's bestimmt wieder mit der diktatorischen Brechstange angehen. Martin Fritz verspricht titelgemäß ein wenig Punk-Attitüde aus Innsbrooklyn mitzubringen.
Mit Musik von der Blutgruppe sowie klimaneutraler Tombola des regional produzierten Grauens!

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Bitte einfach mailen, wenn keine Nachrichten mehr erwünscht sind! Wir ersuchen bei Mehrfacheinladungen um Nachsicht. Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen!

Sitzplatzreservierungen übernehmen wir gerne.

Weiterführender Infospam:
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Montag, 28. Oktober 2019

Die geplante Obsoleszenz der Republik. Österreich ist irreparabel, aber unkapttbar

Damen und Herren,

wer ernsthaft erwartet hat, dass wir bei der Lesebühne am Freitag garantierte Reparaturtipps für unser liebes Österreich präsentieren, wird ganz generell vom Leben noch viele Enttäuschungen zu erwarten haben. Wer hingegen auf leichte und schwere Unterhaltung spekulierte, wird einen kleinen Profit verzeichnet haben. 


Sehr viel davon geht auf das Konto unseres Premium-Gastes Martin Peichl. Germanistinnen werden ästimiert haben, wie das Signifikat den Signifizierenden erschlägt (Maibaum vs. Mensch). Oder mit der lapidaren Wahrheit "Wenn's um Babykatzen geht, versteht man in Österreich keinen Spaß". Peichl warnte vor einem Österreich, in dem nach dem Vorschlag Gabaliers Menschen durch stundenlanges Scheitlknien gefoltert werden. Und zu Weihnachten wünscht er sich ein Syndrom. Was wir noch unbedingt erwähnen müssen, sind seine geschickten Handgelenke, aus denen er die Bierdeckellyrik unters Volk wirft. Bloody impressing (jedenfalls für die ungeschickte Präsidentin). 

 
Hier weist Präsidentin Meindl streng das an sich sehr schmackhafte 1777er-Bier zurück, sie trinkt NUR Schlägl. Wer etwas anderes behauptet, ist ein Verleumder. Ganz so wie Peter Handke in ihrem Text "Gerechtigkeit für Schönering", in dem er der Presse verrät, dass Meindls Oeuvre nun so gar nicht für einen Nobelpreis reiche, nicht einmal ihr Baumhausdach sei eine gelungene Dichtung. Wer noch eines Beweises für die Unwürdigkeit bedarf, erinnere sich an ihr lyrisches Medley von "Fang das Licht" und "Heal the World". 


Prof. Buttinger nutzte erneut seine Ähnlichkeit zu etlichen Staatenlenkern wie Donald Trump oder Reinhold Miterlehner; dieses Mal: Boris Johnson! Frisurenmäßig ein Burner. Inhaltlich wollte das Volk bei seinem Vorschlag, nach dem Öxit gemeinsam mit den Briten eine Fischereiflotte auf der Donau einzurichten, nicht recht mitziehen, noch viel weniger bei der abschließenden völkischen Entgleisung, so viele Flieger zu bauen, dass die Vogerl zu Fuß gehen müssen. 
Johnson hatte ein Einsehen und verwandelte sich zurück in unseren sanftmütigen Professor.


Unser Ingenieur Monet wusste allerhand Gescheites zur geplanten Obsoleszenz von Dingen, Menschen und Staaten zu sagen. Sodann präsentierte er einen Karlicek-Dialog sowie einen Briefwechsel zwischen der wilden Abgeordneten Philippa "Fipsi" Strache, die ihre Fragen in Sachen Tierschutz an die verstorbene Edith Klinger richtete. Diese plädierte für ein Miteinander der Rassen (nur Araber passen nicht ins Haus) und dafür, den HC operieren zu lassen. Musikalisch dazu sehr gut passend erquickte der Ingenieur durch eine Adaption des Hits "Eh schee" von den Rolling Stones. "Loss di do endlich operieriehiheren!" 

So war das! Über die Premiumqualität der Tombolapreise müssen wir eigentlich nicht mehr extra sprechen, höchstens vielleicht darüber, dass man bei aufblasbaren Ninjas für Kinder den Luftstutzen nicht anstelle des Penis setzen sollte. Das Ding wurde dennoch abgeholt, während um Hauptpreis zwei - ein abgelaufenes Parkticket in der KTM-Motohall ein "regelrechtes Griss" entstand. Verwirrte Jugend!



Nun schicken wir sehr viele Bussi an die Menschen in der Schule des Ungehorsams und freuen uns konkret auf ein Wiedersehen am 22. November. Mit Martin Fritz, ist das was?! Thematisch geht's ums Klima und alles drumherum.





Mittwoch, 9. Oktober 2019

Wie man Österreich repariert

 

Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr; Schule des Ungehorsams (Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 9). Eintritt frei, Austritt: 2€
Zu Gast ist der Alpha-Preis-Finalist Martin Peichl

Liebes Volk, nachdem du Ende September recht kompliziert gewählt hast, können nicht einmal wir prophezeien, ob endlich alles gut wird. Derzeit führen wir Sondierungsmonologe mit allen Parteien. Eines ist gewiss: Wir schauen auf unser liebes, kleines Land! Es soll ja das Pickerl wieder kriegen, und derzeit ist der Lack ab. Wir müssen schnell die Klimaanlage reparieren, den Kurzschluss in der Elektronik beheben, die vielen einzelnen braunen Flecken vom Auspuff schmirgeln und die Mitgliedschaft beim ARBÖ beantragen (alles hilft derzeit). Die Motorleistung muss sich wieder lohnen! 

 Foto: Alexander Lausch
 
Eine große Hilfe wird uns der Gast Martin Peichl sein, das Thema ist ganz auf ihn zugeschnitten: Sein preiswürdiger Roman heißt „Wie man Dinge repariert“, seine Lesereihe nennt sich „In einer komplizierten Beziehung mit Österreich“. Er nutzt Twitter als Notizbuch, schreibt Gedichte auf Bierdeckel und ist generell sehr, sehr super.
Das Ensemble heckt auch schon allerlei Reparaturmaßnahmen aus. Wird es zu einer Würdigung von Karel Gott kommen? Schreibt die Präsidentin Meindl endlich ihre Schöneringer-Asfaltstockschützen-Adaption des Big Lebowskis? Kann Professor Buttinger den Sozialstaat, den Standort oder wenigstens seine Schuhe reparieren? Muss der arme Ing. Monet die tolldreisten Schlampereien seiner beiden Kollegen wieder in letzter Sekunde korrigieren?
Zwei Dinge sind fix: die reich bestückte Staats-Ausverkaufs-Tombola sowie bunte Herbst-Hits der Blutgruppe


 

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Unser Jahrzehnt der Dankbarkeit. Spreng- und Lesestoff zur großen Gala


Damen und Herren,

wenn die Präsidentin zum ersten Mal in ihrer Laufbahn zufrieden ist, weil ihr Outfit und die Gediegenheit der Location zusammenpassen, bleibt in Linz nicht mehr viel Luft nach oben. Womit sollten wir dann in zehn Jahren die Gala für das erste Jahrzehnt toppen?! Am besten, wir buchen gleich die Staatsoper, sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Tickets. 
Ob inhaltlich noch was drübergeht, wagen wir nicht zu versprechen. Und das trotz unseres Handicaps, dass Gaststar Hosea Ratschiller von somalischen Piraten entführt worden war und leider nicht auftreten konnte!


Immerhin hatten wir Anna Weidenholzer bei uns. Endlich waren wir wieder eine richtige Familie! Und was wäre eine Großfamilienfeier ohne Tränchen? Hier weint die Matrone Meindl, weil die heimgekehrte Tochter etwas sehr Liebes aus den gemeinsamen Anfangsjahren vorliest: "Gefühle sind wichtig, auch wenn's die falschen sind!"


Vielleicht hat die Despotin mit weichem Kern auch geweint, weil sie in SOCKEN!!! auftreten musste. Dank ihres Budapester-Eilzustellungs-Services konnte sie aber bald wieder lachen.


So groß die Abneigung gegen den alten und wohl auch künftigen Jung-Heiland Kurz ist, so viel verdanken wir ihm an Inspiration. Hier setzt Prof. Buttinger sein Hacking-Dramolett in Szene.


Es folgte sogleich ein Dramolett der Präsidentin: "Das Marsianer Würfelspiel. Ein fiktiver Impulsgeber für den oberösterreichischen Kulturstandort", bei dem es zu wüsten Kampfszenen kam. Ing. Monet spielt einen ranzigen Polit-Berater: 


Prof. Buttinger wurde mit der dekadenten roten Gräfin eine Rolle an den Leib geschrieben, die enger sitzt als ein zu heiß gewaschener Slim-Fit-Polyesteranzug.



Auch den Heiland Kurz kann Monet sehr, sehr gut:


Anna Weidenholzer vermochte es, dem zunehmend törichten Treiben auf der Bühne literarischen Wert zurückzugeben. In ihrem neuen Roman "Finde einem Schwan ein Boot" gibt es ein Kapitel mit Trinkspiel, besser hätte sie sich nicht integrieren können. Aber das wisst ihr ja schon alle, weil ihr alle das Buch schon gelesen habt, ihr gescheiten Menschen, ihr.


Das Open Mic im Musiktheater verlangte nach einer gewichtigen Persönlichkeit. Ernst Josef Langwiesner kam, las und busste die Präsidentin her. Guter Mann, sehr guter Mann! Wir wiederum bussen den überaus guten Mann Klaus Schwarzenberger, der auch seine fünf Minuten Lesezeit verdient hätte, und wie. Stattdessen holen wir ihn siebenmal vor den Vorhang, weil er uns diese prachtvollen Bilder gemacht haben. Seit Wochen fragen wir uns, ob wir jetzt wirklich so fesch aussehen, oder ob's an seiner Kunst lag.


Natürlich: Wenn wir schon im Musiktheater spielen, braucht's entsprechendes Liedgut. Auf dem folgenden Bild ist die Inbrunst besonders gut illustriert: Die Blutgruppe singt "Linz, du bist a Zebrastreifn!", "Ich habe mir gestern einen Syrer gekauft" und "In da Nochbaschoft". Ohrwürmer fressen sich in unsere Neuronen [Nachtrag vom 3.10.: Wir haben sie immer noch, es ist schon fast arg.]


Hier erlebt Professor Buttinger sein persönliches Lesebühnenhighlight, als er mit einer TNT-Kerze die gesamte BlackBox einsauen darf. Konfetti und überall glitzernder Scheiß! Dabei war uns das Entfachen offenen Feuers auf der Bühne noch per Vertrag untersagt worden. Wenn man die glänzenden Kinderaugen des nutty professors ansieht, weiß man: zu Recht. Im Tagebuch ward also das Musiktheater in die Luft gejagt und dort neu aufgebaut, wo es ohne die Dummheit der FPÖ seit Jahrzehnten hingehört hätte (im Berg).


Immer noch schaut der Buttinger glücklich, schließlich ist Erntezeit: So einen reichen Gabentisch bei der Tombola konnten wir schon lange nicht mehr decken. Leider haben wir vergessen, wer Sachbuch über Inzest abgestaubt hat, sodass wir anonym sehr viel Lesespaß wünschen müssen.


So war das! Das Glück, Damen und Herren, das Glück! 10 more years! 10 more years!


Unsere fundamentale Dankbarkeit geht raus an: Anna Weidenholzer, Helene Stummvoll und Josef Meindl (Schuh-Lieferservice), Norbert Trawöger für die Vermittlung, Thorsten Teubl für die Realisierung der Gastfreundschaft, das liebe Musiktheater-Team an diesem Abend, unserem Sponsor Schlägl, der uns davor bewahrte, Zipfer-Seiterl trinken zu müssen. Dank auch an die Politik, für Inspiration und Subvention! 
Am eifrigsten danken wir aber, mit virtuellen Stirnküssen, unserem innig geschätzten, treuen Publikum - wir waren fast ausverkauft!