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Montag, 21. Dezember 2015

Gesengte Weihnacht!


Liebe Oberösterreicher und Damen!

Zum heurigen Weihnachtsfest können wir euch nichts geben. Keinen zweiten Flachbildfernseher. Kein Trüffelrisotto mit Garnelenschaum. Keine Zinsen aufs Sparbuch. Keine Frau in der Landesregierung. Wir haben nichts! Nur das eine: 

Glaubt an diese Lesebühne!

Hier noch ein paar eher depperte Bilder von unserer Weihnachtsfeier. Aber wir haben alle keine Karrieren und nichts zu befürchten. 







Freitag, 20. Juni 2014

Stiftsbrauerei Schlägl: Der logische Betriebsausflug


Ma, war das schön! Wenig überraschend ein wenig schmerzlich am nächsten Tag. Daran haben aber nur wir selbst Schuld. Und die nehmen wir gerne auf uns. Man muss ja nicht, nachdem man zwei, drei der besseren Biere dieses Landes gekostet hat, auch noch zum Biersommelierweltmeister gehen und dem den Kühlschrank austrinken. Aber so sind wir, bedingungslos der regionalen Wertschöpfung verpflichtet. Man stelle sich vor: das Subventionsgeld für Heineken ausgeben - geächtet gehörten solch liederliche Frevler.

In der Schlägl-Brauerei ließ man uns kurzfristig sogar an die Schalthebel der Macht, aber nur unter der Bedingung, ja nichts anzufassen. 

  

Im Feuilleton stünde unter diesem Bild: "Man muss sich die Original Linzer Worte als drei sehr glückliche Menschen vorstellen."



Keineswegs entspricht die kunstvoll eingesetzte Fototechnik (btw: Andreas Topf und Linda Wallner-Topf, zu Recht Ehrenmitglieder) hier schon dem tatsächlichen Alkoholisierungsgrad der Meindl:
 

Professor Buttinger settet im Lagerkeller einen spontanen Trend: Klappbrillen.

 

 Naja. Alles müsst ihr uns nicht nachmachen. Aber die Brauereibesichtigung, die schon!

Montag, 13. Januar 2014

Volksdroge Alkohol: So schlecht ist die Trunksucht gar nicht


Damen und Herren,

was für einen überaus schmeichelnden Volksauflauf ihr uns vergangenen Samstag beschert habt! Es ist uns ja völlig einerlei, solltet ihr nicht unsretwegen den Krebsen so angefüllt haben, sondern zB des Themas wegen. Weil klar, mit dem Alkohol wissen sich die meisten etwas anzufangen. Oder vielleicht kamt ihr nur, um Berni Wagner mitzuerleben - auch das verstehen wir, denn das ist ein über alle Maßen lustiger, junger Zeitgenosse. Wenn seine Karriere weiter so in die Höhe rast, kann er sich wohl bald einen richtigen Friseur leisten.

Es war jedenfalls insgesamt eine Lesebühne, wo wir sagen, jawoi! Das ist eine Lesebühne. Das lässt die schmerzhaften Stunden vergessen, in denen wir mit blutenden Fingern in die Tastatur stipfen, als würden wir dafür bezahlt. 


Prof: Buttinger leuchtete dem Publikum erneut mit einer überinformativen Vorlesung zum Thema "Wer heute nicht säuft, vollbringt eine Mehrleistung" heim. Sodann nostalgierte er anhand von Doppelliterflaschen und dachte darüber nach, welche Erwartungen man an seinen unwürdigen Nachfolger, eine 2-Liter-Weißwein-PET-Flasche, überhaupt stellen kann. Im Anschluss schenkte er der österreichischen Parteienlandschaft ein Gratis-Consulting: Welche Drogen passen zu wem?


René Monet brachte den Versuch einer Dichtung im Beisl zum Vortrag, die aber in der Verdichtung des eigenen Bewusstseins mündete. Zudem verlor er sich in Ibiza, da blieben nur Erinnerungsfetzen an Busen und Hintern. Aber Hauptsache, er behält die Kontrolle über seine Gitarre, andernfalls wäre dem Publikum seine Interpretation des "A Krügerl, a Stampal" (Bronner/Qualtinger) entgangen. Ergreifend und betörend. Irgendwie. Besonderes Lob soll seinem selbstoptimierten Outfit ("Sexy Motherfucker Clubwear") gelten, das er unter Einsatz seiner physischen Integrität geschneidert hat.


Berni Wagner ist privat ein sehr lieber Bub, auf der Bühne entblößt er jedoch sämtliche Körperteile, die Pheromone ausstrahlen, und tränkt ein Taschentuch damit, das er dann Damen vorwirft. Paaren, die sich recht gern zu haben glauben, empfiehlt er Extremurlaub ohne Deo, damit man dabei eventuell feststellen kann, dass die Frau wie die Mutti riecht. Herzzereißend auch Wagners tagebuchgewordene Unfähigkeit, in Sprechkontakt mit seinem Mitbewohner zu treten. Oder seine postmoderne Neuauflage des Stanzl-Genres. Bitte buchen und besuchen Sie den Wagner.


Präsidentin Meindl fungierte als ihr eigener Oberkeller und stellte sich die Schlägl-Kiste gleich neben den Thron. Des weiteren schickte sie Elisabeth T. Spira zu den Scheiß Humanisten, mit denen keine Alltagsgeschichte zu schreiben ist, weil die Trankler (gelesen von Buttinger und Monet) die Ausländer eh mögen. Ein anderer Text ward dem Traum einer gerechten Gesellschaft gewidmet, in der junge Frauen mit ihren alten Eltern (erneut Buttinger und Monet, s.u.) genauso prahlen wie mit ihren Neugeborenen. "Ma, das ist aber noch ein Lackl!" "Ja, 93,2 Kilo! Magst ihn einmal halten?" Monet kippte daraufhin vor Empörung aus dem Rollstuhl.



Was dann noch alles passiert ist, wissen wir nicht, aber angeblich haben wir Karl Moiks Dackel sowie den LH entführt und mit einem Traktor den Neuen Dom ruiniert. Glauben wir aber nicht. Wahrscheinlich haben wir trunken torkelnd getanzt und am Schluss den Warmen Hans oder Leberkas-Pepi leergefressen - wie immer halt.



Damen und Herren, beehrt uns wieder am 7. Februar!

Dienstag, 16. Februar 2010

In da Schwüü

Sir Button

Liebe Leserschar,

bereits am Donnerstag wär' sie passiert, die Lesebühne zum Thema "Rausch". Da ich aber mit vollem Körpereinsatz arbeitete, kann ich erst heute wieder ernüchtert darüber schreiben. Das ist gelogen, aber so geht's zu in der Literatur.

Frau Anna wagt sich ins Swinger-Milieu

Lesebühne, das muss ja nicht immer Biersaufen und deppert Daherlesen sein. Zfleiß im Fasching wollten wir dem Volke Schwarze-Rollkragenphilosophie aufs Ohr drücken: Zur hypothetischen Frage "Was, wenn Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre einander geemailt hätten?" warfen wir solcherlei unters Volk:

"Lieber Jean-Paul,

wann kommst du denn heute nach Hause? Ich hab grad Fleckerlspeis gemacht.
Der Kakadu hat wieder Durchfall, bring Sägespäne vom Supermarkt mit.

Bussi,
Simone"

"Meine teure Freundin!

Fühle mich im Moment ein wenig derangiert, was mit meinen Depressionen zusammenhängen dürfte oder mit der Mordsdosis Mescalin, die mir der liebe Doktor Debut zu Mittag verabreicht hat. Mescalin hat by the way – wie der Existenzialist sagt – stopfende Wirkung. Soll ich dem Scheißvogel davon geben? Ach, wie zieht mich das alles hinunter...

Es umarmt Sie mau und matt, aber ganz der Ihre Jean-Paul"


Leider nicht abgelichtet: Herr René Monet, der ganz arge Sachen vorlas und so dem Volke große Freude zuteil werden ließ.

So war das. Vielerlei andere Wunderlichkeiten geschahen. Aber ich bin schon wieder erschöpft. Kommt doch das nächste Mal selbst vorbei. "Aber wann denn?" werdet ihr jetzt greinen und weinen. Trocknet eure Zähren, nur noch bis 11. März harren, dann ist schon die nächste Lesebespaßung!

Freitag, 15. Januar 2010

Nächste Lesebühne: 11. Februar im Rothen Krebsen!

Wegen der Lesebühne wär's wieder, liebe Kinder, geschätzter Mittelbau und sehr geehrte Seniorinnen!

Schon diese Woche am Donnerstag! Diesmal haben wir uns ein besonders schönes und persönlich gut ausrecherchiertes Thema ausgesucht: den Rausch.

Freut euch auf die schönsten Sufferlebnisse, die grandiosesten Blackouts, Kunst&Drogen-Philosophien, soziologische Auslassung über den Alkohol als soziales Schmiermittel, zünftige Orgien und allerlei andere Textsorten.

Im Idealfall möge es uns gelingen, in einem substanzgestützten Gemeinschaftserlebnis eine höhere Seinssphäre zu betreten. Wenn nicht, dann trinken wir einfach ein Bier miteinander.

Lesend machen sich für euch erneut zum Narren:

René "Yamaha-Fürst" Monet
Tiertante Anna Weidenholzer
Klaus "Sir" Buttinger
Eure Mutti Minkasia

Hauptattraktion ist aber wie gehabt die Tombola des Grauens!