Donnerstag, 19. Juli 2012

Mittwoch, 27. Juni 2012

Sommerstreik: Das Ende der Arbeit



Liebe Publikumskätzchen und -spätzchen,

während des Sommers überlassen wir die Arbeit unseren neu angeschafften Literaturrobotern. Dieses Posting ist deren erstes Werk. Gar nicht schlecht für eine Maschine, nicht wahr?
Wir, die Menschen hinter den Original Linzer Worten, bauen uns jetzt in unseren Hängematten ein, auf dass sich unser wundgedachtes Hirn erhole und die dicke Hornhaut auf den Tippfingern vergehe.
Am 22. September sind wir wieder rund um die Uhr (also einmal monatlich von 20 bis 22 Uhr) für euch da. Und zwar im Posthof, das wird orgiastisch. Weil nämlich der Manfred Rebhandl kommt, das ist der Beste, den wir für euch kriegen konnten.

Bis dahin könnt ihr euch Bilder von uns beim Vorbereiten anschauen.







Ja genau, das ist das Sommerpausen-Posting von 2010 und 2011. Aber wenn wir etwas Neues schrüben, straften wir unser obgenanntes Arbeitsmotto Lügen.

Montag, 25. Juni 2012

Gewaltige Schlagergefühle


Geliebtes Volk, bestes Publikum, sehr geehrte WürdenträgerInnen,

so können wir in den Sinkflug der Sommerfrische gehen, genau so. Weil wir nur zufrieden sind, wenn ihr zufrieden seid. Dafür hat es am Freitag doch ein paar Symptome gegeben, zahlreiches Erscheinen, festes Klatschen und etliche Tränen in euren Augen etwa. Starke Gefühle: check!
Es mag sehr an der Persönlichkeit unseres lieben Gastes gelegen haben. Markus Köhle ist eine sichere Bank im verbalen Unterhaltungssektor. Und einer der wenigen, vor dem wir uns für unser närrisches Treiben nicht besonders geniert haben.
Dabei fing alles noch zivilisiert an. Prof. Button hatte eine gefühlte Live-Schaltung zum Match Deutschland vs. Griechenland eingerichtet.


Dem Vernehmen nach hat man ihm alles bis zum 4:0 für Griechenland ("Ein Doppeltor!") geglaubt. Das 23:1 als Resultat dann eher nicht mehr.
Ein prachtvoller Augenblick gelebten Glaubens war das Einspringen der Heiligen Gina, der Schutzheiligen der Linzer Lesebühne. Als der Meindl nach einem blasphemischen Schlagerlied die Stimmbänder den Dienst aufkündigten, sprang sie ein und landete den Text sicher im Flughafen der Publikumsohren.
René Monet war an diesem Abend oft in Verbindung mit Instrumenten zu beobachten. Hier etwa beim Schlagermedley (allein dessen Ankündigung verursachte Schockwellen des Grauens). Ein musikalisches Gruselkabinett.

Addiert mit Perkussionist Prof. Buttinger (würdelos mit Karel-Gott-Gedenkmascherl) = Die Blutgruppe.

Große Überraschung beim Open Mic: Benjamin Ulysses, Walsohn der Präsidentin, ergreift die Gelegenheit und liest aus seinem Oeuvre "Aus dem Liebesleben eines Bandwurms". Brav.


Sodann kam das Reality-Dramolett "Die Lugners in Echt" aus der Hand von Präsidentin Meindl zur Aufführung. In der Rolle der "Jäcki" brilliert der Köhle; Button gewinnt Konrad Paul Liessmann, Richard Lugners (Meindl) Herzikratzi, neue Facetten ab. Frau Mausi (Monet) liest beim Botoxspritzen heimlich Derrida.


Meindl erzählt im "Anschluss", wie es Sissi nach ihrer Zeit in Schönbrunn ergangen ist (ziemlich viele Affären, insgesamt überraschend viel Action). Das Publikum hat ihr die Umdichtung von "Monia" in einen satanischen Speedmetal-Song in der Zwischenzeit verziehen.

Mit seinen Erzählungen aus einer diamantharten Jugend am Land wusste Köhle die Stahlstadtkinder endgültig auf seine Seite zu ziehen.
Nach der üblichen Offenlegung der Vereinstätigkeiten der Original Linzer Worte ("Liebes Tagebuch, nach der Vorstellung waren wir saufen, und es war voll arg"), folgten die übliche Tombola des Grauens und die übliche bombastische Schlussdarbietung: "Fang das Licht" in einer Bearbeitung durch Meindl (überraschend in einer Frauenrolle als "Darinka") und Button als Gott.
Wie vom Dr. Zet prophezeit, haben sich die beiden dann katastrophal an diesem "modernen Klassiker" überhoben. Aber spätestens da haben schon sieben Menschen im Publikum herzhaft geweint. Katharsis: check!


"Jung und alt, das ist doch wirklich echt ok! Und glaubst du, dass es irgendwann kein Geld mehr gibt, dann vergiss nicht, dass ich noch eine Rente hab'!"

So. Und jetzt ist Schluss mit Lesen und Blödsinnmachen. Bis 22. September jedenfalls. Ihr könnt in der Zwischenzeit Karten für den Posthof kaufen. 

Mittwoch, 6. Juni 2012

Starke Gefühle: Schlager und andere Gewaltakte


Fr. 22. Juni, 20 Uhr, im Grandhotel zum Rothen Krebsen (1. Stock) – Eintritt frei
Die letzte Lesebühne vor der Sommerfrische!
Gast: Markus Köhle 


Fad sind die Zeiten, grau die Haare, verkrist die Banken. Und der Kakadu hat schon wieder Durchfall. Es ist ein Gfrett, dieses Leben. 
Da müssen starke Gefühle her, auch wenn's die falschen sind. Einen Abend lang wollen wir so tun, als sei das Leben schön. Wir fangen das Licht, versprechen die doofen Sterne vom Himmel herunter und fahren mit reinigender Gewalt in die ganze Weltmalaise. Sissy schmust mit Rocky, Gott will noch ein Kind, die Lugners lesen heimlich Bourdieu. Außerdem erzählen wir, wie's wirklich ist, zuhause bei den Original Linzer Worten.
Mit euch, die immer für euch da sind: René Monet, Dominika Meindl und Klaus Buttinger. Zu Gast ist diesmal der Ahnherr des österreichischen Poetry Slams, der überaus wunderbare und gefühlsechte Markus Köhle. Der wird uns allen das Heu abladen. Aber warum sollt ihr euch mit weniger zufrieden geben, ihr Kätzchen und Spätzchen? 
 


Wie immer mit dem Open Mic für euch, wie immer mit der Tombola des Grauens, wie immer und diesmal ganz besonders mit „Musik“ von der Blutgruppe. Es wird so schön werden, dass niemand je wieder heimgehen mag. 

linzerworte.blogspot.com
Köhle: www.autohr.at

Donnerstag, 24. Mai 2012

Jauchz und Jubel: Im Posthof!

Liebe Kinder und Kindeskinder, sehr geehrter Herr Papst, gnä' Herr Bundespräsident!

Mit beträchtlicher Freude lasset euch verkünden, dass die Original Linzer Worte am 22. September den Posthof okkupieren und ebendort derbe Scherze und vergeistigte Literatur auf den Tisch werfen.
Zu Gast ist der linksabgebildete Manfred Rebhandl, dessen "Schwert des Ostens" schon was vom Lustigeren ist, was man heuer zu lesen bekam. Ihm und uns zuliebe wird's um den Themenkreis "Schmutz und Schund" gehen. Keine Sorge, sollten Schulklassen kommen, wird Präsidentin Meindl das Wort "ficken" auf der Bühne streng untersagen. Sonst nicht.

Dienstag, 15. Mai 2012

Sommerabschlusssupersause: Markus Köhle am 22. Juni

Geliebtes Volk,
auf dass euch die Zeit bis zum 22. Juni nicht gar so lang werde, lasset euch erfreuen mit der Kundgabe, dass unser nächster Gast Markus Köhle ist. Und er nimmt all seine Zwillingsbrüder mit! Heissa, das wird ein Jubelfest.


Thematisch umkreisen wir "Starke Gefühle: Schlager und andere Gewaltakte". Da wird wohl auch gesungen werden.
Mehr dazu hier, wo denn sonst, ihr Spätzchen und Kätzen. Kommt's, denn nachhernd wird's volle drei Monate keine Lesebühne geben. Wir brauchen eine Sommerfrische, denn wir werden langsam alt und ihr immer anspruchsvoller.
Vorher könnt ihr aber außerdem noch zur Mutti / Präsidentin Meindl gehen, die liest am 28. Mai um 14 Uhr beim Linzfest (Donaubühne, das ist die ganz die große).

Montag, 7. Mai 2012

Hartes Brot und dumme Spiele mit dem Original Linzer Worten: die Stalinorgel der Attraktionen!

Geliebtes Publikum, schön war's wiedereinmal! Und aufregend. Das mag schon an den unzähligen Trommelwirbeln gelegen haben, mit denen gleichsam jede noch so kleine Bühnenbewegung einherging.


Oft war's dann aber wirklich spektakulär.


Oder hier, bei der spektakulär schlechten menschlichen Pyramide:


Open Mic-Gästin Kathi:

Dorfbankpunk Didi Sommer (Cameo-Auftritt unter Anna Schremsens Hintern):


René Monet singt ein Moritat:


Präsidentin Meindl outet sich als stärkste Frau mit Bart der Welt und mit Unterleib:


Beim anschließenden Intergender-Preisboxen ging der potenzielle Gatte Andreas Topf leider leer aus. Doch Co-Fotogräfin Linda Wallner erklärte sich hinter den Kulissen spontan und unbürokratisch bereit, den Geschlagenen zum Trost zu ehelichen:



Anna Schrems, die während der gesamten Vorstellung in der Tat NICHTS gegessen hat - und damit als Hungerkünstlerin die Massen zu beeindrucken wusste:

Präsidentin Meindl, noch mit Bart, aber schon wieder in Amtstracht:


Doch nicht lange: Eine Lesebühne ohne Hitler-Auftritt ist wie Hitler ohne Göring.

Da ist er schon, dargestellt in antifaschistischer Weise durch Prof. Button. Zur Handlung: Göring fällt in einen Morphiumrausch, Hitler nimmt Strychnin. Im Zuge dieser Aktivitäten schwatzen sie dummes Zeug.


Die Stadt Linz knüpft ihre Förderungen übrigens an die Bedingung, dass wir die NS-Zeit ordentlich aufarbeiten (das war jetzt geschwindelt, wir machen's aber trotzdem gerne). Hier tanzt der völlig zugedröhnte Göring mit einem lustigen Clown. Darüber können sich die Germanistikstudenten der Zukunft gern fest den Kopf zerbrechen.