Donnerstag, 18. August 2011

Die dumme, blöde Liebe!

Die Original Linzer Worte brechen ihr Sommerschweigen zugunsten der Liebe - am 9. September um 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen

Liebe und Krieg, das ist der Mumpitz, der die Bücher füllt. Wobei der Krieg ja nichts anderes als die Fortsetzung der Liebe mit anderen Mitteln ist.
Wer sind wir, dass wir uns diesem Themenmonster entzögen? Zumal die Linzer Worte ja auch total dem Geist der Aufklärung verpflichtet sind. Und die Welt immer wieder einmal eine Liebeslesebühne braucht in all der postmodernen Unbehaustheit.


In diesem Sinne rufen wir herzlich zum gemeinschaftlichen Herbeiströmen und Rezipieren unseres Kunstwollens. Vielleicht erblickt ja eins von euch in einem anderen Gast die große Liebe, dann wird es sich auf jeden Fall ausgezahlt haben. Die anderen können sich am Biere gütlich tun und mit uns nachdenken, wozu geschlechtliche Fortpflanzung gut sein soll und warum man darum so ein Gedöns machen muss.

Es wird gebrüllte Liebeslieder geben, einschlägige Kolumnen, amouröse Korrespondenzen aus Berlin-Wiepersdorf, existenzialistische Entgleisungen und all das andere.

Die Erlöse aus der Tombola des Grauens kommen dieses Mal einem guten Zweck zu: nämlich den Lesenden, da fehlt's eh an allen Ecken und Enden.

(c) - Péa Lavallée

Da sein werden wir, die alten Säcke der Lesebühne: Anna Weidenholzer (in virtueller Präsenz), Dominika Meindl, René Monet, Klaus Buttinger. Das Publikum möge uns zudem das Open Mic befüllen.
Unser Gast ist diesmal der pipifeine und auch sehr fesche Stefan Abermann. Denn das Auge liest ja mit! Der Abermann ist Autor des zweitschönsten Textes der Welt, eines neuen Romans namens "Hundestaffel" und allerhand anderen feinen Zeugs. Außerdem kommt von den Lesebühnenbrüdern von Text ohne Reiter sowieso nichts Schlechtes nicht.

Apropos Kommen: Kemmt's!

Freitag, 1. Juli 2011

Faule Menschen in der sozialen Hängematte des Sommers



Liebe Publikumskätzchen und -spätzchen,

uns ist es zu heiß fürs Arbeiten! Außerdem sind wir leergeschrieben. Aber seid unbesorgt, am 9. September wird's wieder Worte in Linz geben. Bis dahin könnt ihr euch Bilder von uns beim Vorbereiten anschauen.








Ja genau, das ist das Sommerpausen-Posting von 2010. Aber wenn wir etwas Neues schrüben, straften wir unser obgenanntes Arbeitsmotto Lügen.

Montag, 27. Juni 2011

Kopfmord mit Heckenschere: Förderung hätte Blutbad gelindert

Salam Aleikum, liebe RevolutionsgenossInnen!

Nun, da sich die Staubwolken nach dem von uns veranstalteten Umsturz gelegt haben, können wir ja getrost kurz retrospektiv werden. Ein herber Rückschlag war zunächst René Monets krankheitsbedingte Abwesenheit. Er war nach eigenen Angaben von einem Alien molestiert worden und hat sich beim Protest darob den Hals entzündet.
Nach dem Trocknen erster Tränen war unser Kunstwollen dennoch voll Frieden und Eierkuchen. Button verleiht diesem Gefühl hier ein Gesicht:


Wir lasen und revoltierten, wir ließen unsere verbalen Pferde mit zerstörerischer Wucht durch das Establishment trampeln, wir waren voller Rebellion gegen überkommene Repressionsstrukturen. Doch es kam, wie es stets kommen muss: Die Spitze der Revolution wird dekadent und stalinistisch. Hier ist Präsidentin Meindl beim Hantieren mit einer Champagnerflasche zu beobachten:


Button leiht der Ablehnung solcher Privilegien sein Gesicht:


Anna und der an sich wunderbare Gast Thomas Havlik schmieden schon Komplotte. "Wir lassend sich nicht unterdrücken! Noch dazu von so einer Schreckschraube!", sagen ihre Gesichter.


Die in der Rechten Havliks abgebildete Bombe erweist sich schnell als Attrappe. Zärtlich, aber bestimmt schneidet Anna daraufhin dem unguided missile Meindl die Kehle durch.


"Für eine Guillotine hat unser Budget nicht gereicht. Hätten wir eine Förderung bekommen, wären Meindl arge Schmerzen erspart geblieben. Und wer kauft meinen Eltern jetzt eine neue Heckenschere?" Und was ist mit Meindls Pferd?!


Nur durch das beherzte Eingreifen eines zufällig anwesenden HNO-Arztes konnte ein größeres Blutbad verhindert werden.

So war das mit der Revolution. Nun sind wir müde, sehr müde sogar. Es wird Zeit für ein Nickerchen in der sozialen Hängematte. Seid nicht traurig, am 9. September sind wir ja eh wieder für euch da.

Samstag, 25. Juni 2011

Vor der Revolution ist nach der Revolution


Schön war's gestern, liebes Volk! Auch wenn die Präsidentin den gestrigen Revolutionsabend leider nicht überlebt hat. Macht nicht viel, es gibt shcon wieder eine neue, die fast genauso aussieht wie die Alte.
Mehr dazu nächste Woche!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Arabischer Frühling, Linzer Sommer: Do the Revolution, ihr Luschen! Lesebühne am 24. Juni


Aleikum salaam, liebe Kinder!

Die arabische Auflehnung gegen lästige Potentaten fährt uns, der Linzer Lesebühne, äußerst gut. Es keimt die Hoffnung, dass der Geist der Revolution auch den drögen Zentralraum erfasst und aufwühlt. Zu lange wurden wir von Chemie, Langeweile und Drogen unterdrückt! Zu lange von Raiffeisen, Mitzi Fekter und schlechtem Wetter.

In diesem Sinne möchten wir euch herzlich zum Umsturz der herrschenden Ereignisse einladen. Macht mit uns den Rothen Krebsen zum Tahrir-Platz für Arme! Empört euch, erhört uns, zerstört was! Lasst die Stimmungsbomben explodieren! Und seht hinweg über unsere peinlichen und empörenden Entgleisungen:



Vorfreude gießt uns unser Gast Thomas Havlik ins Herz. Wie immer mit uns, die wir immer da sind für euch: Anna Weidenholzer, René Bauer, Klaus Buttinger, Dominika Meindl. Wie immer um 20 Uhr, wie immer mit Revolutionsmusik unserer "Blutgruppe", wie immer gratis, wie immer zum Preis grässlicher Preise bei der Tombola des Grauens.

Freitag, 27. Mai 2011

Noch mehr vom Linzfest...

Für die Bildnisse unserer besonders dramatischen Minuten küssen wir Karin Morschitzky das Bussipfötchen:




Montag, 23. Mai 2011

Im Pelz trotz brüllender Hitze: Für Linz ist uns nichts zu blöd

Mesdames et Messieurs, ihr Bürger von Linz,

schön war's gestern! Viel zu schön, zumindest was die Witterung betrifft. Wir auf der schattigen Bühne fühlten uns wie internationale Beobachter einer Dürreperiode in der Sahelzone: Lauter menschliche Körper, die auf verdörrter Steppe liegen. Aber da es kein Bier im Tschad gibt, endet hiermit der Vergleich gleich wieder.
Hier ist Herr Monet bei der Performation von "Dreckige oide Stod" zu sehen:


Sir Button assistiert mit der Maultrommel:


Eine besonders fantastische Darbietung gelang Frau Anna, als sie keinen einzigen Triangel-Einsatz verpasst hat.


Apropos "fantastisch": Madame Nadja Bucher war uns eine besonders liebenswürdige Gästin. Ewig, ewig schade, dass wir sie nicht über unser "Danke"-Abschlusslied informiert hatten. Es wäre das einzige Lied gewesen, das sie auf der Blockflöte beherrscht. Wie hübsch hätte das gepasst!


Trotz dauernder Kostüm- und Ensemblewechsel kommt bei uns die Zärtlichkeit nie zu kurz.


Es fällt ja auch nicht leicht, auf die Liebe zu vergessen, wenn sie so ein prachtvolles Persönchen betrifft - Frau Anna in Teilen der Gämsen-Kostümierung für den "Wildschütz":


Angesichts unserer geballten Wort- und Performanceanhäufung verfielen sogar die OÖN in ihrer Nachberichterstattung in superlativische Jubelausbrüche. Hier unser Halbsatz: "auf der Hauptbühne ist Literatur angesagt." Es zahlt sich eben aus, dass drei Viertel unseres Ensembles insgesamt 26 Jahre im Dienste des Blattes standen.

Nun aber zu Bösem: Demjenigen Herrn, der unser Bühnenkrokodil diebisch davontrug, soll die Haut am Arsche zusammenwachsen. Außer er bringt es am 24. Juni wieder zurück - was eine elegante Überleitung zur nächsten Lesebühne darstellt.

Ein paar schöne Büdeln gibt's beim Subtext bzw. hier, vom Herrn Andreas Kepplinger und anderen.