Salam Aleikum, liebe RevolutionsgenossInnen!
Nun, da sich die Staubwolken nach dem von uns veranstalteten Umsturz gelegt haben, können wir ja getrost kurz retrospektiv werden. Ein herber Rückschlag war zunächst René Monets krankheitsbedingte Abwesenheit. Er war nach eigenen Angaben von einem Alien molestiert worden und hat sich beim Protest darob den Hals entzündet.
Nach dem Trocknen erster Tränen war unser Kunstwollen dennoch voll Frieden und Eierkuchen. Button verleiht diesem Gefühl hier ein Gesicht:
Wir lasen und revoltierten, wir ließen unsere verbalen Pferde mit zerstörerischer Wucht durch das Establishment trampeln, wir waren voller Rebellion gegen überkommene Repressionsstrukturen. Doch es kam, wie es stets kommen muss: Die Spitze der Revolution wird dekadent und stalinistisch. Hier ist Präsidentin Meindl beim Hantieren mit einer Champagnerflasche zu beobachten:
Button leiht der Ablehnung solcher Privilegien sein Gesicht:
Anna und der an sich wunderbare Gast Thomas Havlik schmieden schon Komplotte. "Wir lassend sich nicht unterdrücken! Noch dazu von so einer Schreckschraube!", sagen ihre Gesichter.
Die in der Rechten Havliks abgebildete Bombe erweist sich schnell als Attrappe. Zärtlich, aber bestimmt schneidet Anna daraufhin dem unguided missile Meindl die Kehle durch.
"Für eine Guillotine hat unser Budget nicht gereicht. Hätten wir eine Förderung bekommen, wären Meindl arge Schmerzen erspart geblieben. Und wer kauft meinen Eltern jetzt eine neue Heckenschere?" Und was ist mit Meindls Pferd?!
Nur durch das beherzte Eingreifen eines zufällig anwesenden HNO-Arztes konnte ein größeres Blutbad verhindert werden.
So war das mit der Revolution. Nun sind wir müde, sehr müde sogar. Es wird Zeit für ein Nickerchen in der sozialen Hängematte. Seid nicht traurig, am 9. September sind wir ja eh wieder für euch da.
Montag, 27. Juni 2011
Samstag, 25. Juni 2011
Vor der Revolution ist nach der Revolution
Schön war's gestern, liebes Volk! Auch wenn die Präsidentin den gestrigen Revolutionsabend leider nicht überlebt hat. Macht nicht viel, es gibt shcon wieder eine neue, die fast genauso aussieht wie die Alte.
Mehr dazu nächste Woche!
Mittwoch, 1. Juni 2011
Arabischer Frühling, Linzer Sommer: Do the Revolution, ihr Luschen! Lesebühne am 24. Juni
Aleikum salaam, liebe Kinder!
Die arabische Auflehnung gegen lästige Potentaten fährt uns, der Linzer Lesebühne, äußerst gut. Es keimt die Hoffnung, dass der Geist der Revolution auch den drögen Zentralraum erfasst und aufwühlt. Zu lange wurden wir von Chemie, Langeweile und Drogen unterdrückt! Zu lange von Raiffeisen, Mitzi Fekter und schlechtem Wetter.
In diesem Sinne möchten wir euch herzlich zum Umsturz der herrschenden Ereignisse einladen. Macht mit uns den Rothen Krebsen zum Tahrir-Platz für Arme! Empört euch, erhört uns, zerstört was! Lasst die Stimmungsbomben explodieren! Und seht hinweg über unsere peinlichen und empörenden Entgleisungen:
Vorfreude gießt uns unser Gast Thomas Havlik ins Herz. Wie immer mit uns, die wir immer da sind für euch: Anna Weidenholzer, René Bauer, Klaus Buttinger, Dominika Meindl. Wie immer um 20 Uhr, wie immer mit Revolutionsmusik unserer "Blutgruppe", wie immer gratis, wie immer zum Preis grässlicher Preise bei der Tombola des Grauens.
Freitag, 27. Mai 2011
Noch mehr vom Linzfest...
Für die Bildnisse unserer besonders dramatischen Minuten küssen wir Karin Morschitzky das Bussipfötchen:
Montag, 23. Mai 2011
Im Pelz trotz brüllender Hitze: Für Linz ist uns nichts zu blöd
Mesdames et Messieurs, ihr Bürger von Linz,
schön war's gestern! Viel zu schön, zumindest was die Witterung betrifft. Wir auf der schattigen Bühne fühlten uns wie internationale Beobachter einer Dürreperiode in der Sahelzone: Lauter menschliche Körper, die auf verdörrter Steppe liegen. Aber da es kein Bier im Tschad gibt, endet hiermit der Vergleich gleich wieder.
Hier ist Herr Monet bei der Performation von "Dreckige oide Stod" zu sehen:
Sir Button assistiert mit der Maultrommel:
Eine besonders fantastische Darbietung gelang Frau Anna, als sie keinen einzigen Triangel-Einsatz verpasst hat.
Apropos "fantastisch": Madame Nadja Bucher war uns eine besonders liebenswürdige Gästin. Ewig, ewig schade, dass wir sie nicht über unser "Danke"-Abschlusslied informiert hatten. Es wäre das einzige Lied gewesen, das sie auf der Blockflöte beherrscht. Wie hübsch hätte das gepasst!
Trotz dauernder Kostüm- und Ensemblewechsel kommt bei uns die Zärtlichkeit nie zu kurz.
Es fällt ja auch nicht leicht, auf die Liebe zu vergessen, wenn sie so ein prachtvolles Persönchen betrifft - Frau Anna in Teilen der Gämsen-Kostümierung für den "Wildschütz":
Angesichts unserer geballten Wort- und Performanceanhäufung verfielen sogar die OÖN in ihrer Nachberichterstattung in superlativische Jubelausbrüche. Hier unser Halbsatz: "auf der Hauptbühne ist Literatur angesagt." Es zahlt sich eben aus, dass drei Viertel unseres Ensembles insgesamt 26 Jahre im Dienste des Blattes standen.
Nun aber zu Bösem: Demjenigen Herrn, der unser Bühnenkrokodil diebisch davontrug, soll die Haut am Arsche zusammenwachsen. Außer er bringt es am 24. Juni wieder zurück - was eine elegante Überleitung zur nächsten Lesebühne darstellt.
Ein paar schöne Büdeln gibt's beim Subtext bzw. hier, vom Herrn Andreas Kepplinger und anderen.
schön war's gestern! Viel zu schön, zumindest was die Witterung betrifft. Wir auf der schattigen Bühne fühlten uns wie internationale Beobachter einer Dürreperiode in der Sahelzone: Lauter menschliche Körper, die auf verdörrter Steppe liegen. Aber da es kein Bier im Tschad gibt, endet hiermit der Vergleich gleich wieder.
Hier ist Herr Monet bei der Performation von "Dreckige oide Stod" zu sehen:
Sir Button assistiert mit der Maultrommel:
Eine besonders fantastische Darbietung gelang Frau Anna, als sie keinen einzigen Triangel-Einsatz verpasst hat.
Apropos "fantastisch": Madame Nadja Bucher war uns eine besonders liebenswürdige Gästin. Ewig, ewig schade, dass wir sie nicht über unser "Danke"-Abschlusslied informiert hatten. Es wäre das einzige Lied gewesen, das sie auf der Blockflöte beherrscht. Wie hübsch hätte das gepasst!
Trotz dauernder Kostüm- und Ensemblewechsel kommt bei uns die Zärtlichkeit nie zu kurz.
Es fällt ja auch nicht leicht, auf die Liebe zu vergessen, wenn sie so ein prachtvolles Persönchen betrifft - Frau Anna in Teilen der Gämsen-Kostümierung für den "Wildschütz":
Angesichts unserer geballten Wort- und Performanceanhäufung verfielen sogar die OÖN in ihrer Nachberichterstattung in superlativische Jubelausbrüche. Hier unser Halbsatz: "auf der Hauptbühne ist Literatur angesagt." Es zahlt sich eben aus, dass drei Viertel unseres Ensembles insgesamt 26 Jahre im Dienste des Blattes standen.
Nun aber zu Bösem: Demjenigen Herrn, der unser Bühnenkrokodil diebisch davontrug, soll die Haut am Arsche zusammenwachsen. Außer er bringt es am 24. Juni wieder zurück - was eine elegante Überleitung zur nächsten Lesebühne darstellt.
Ein paar schöne Büdeln gibt's beim Subtext bzw. hier, vom Herrn Andreas Kepplinger und anderen.
Montag, 9. Mai 2011
Original Linzer Worte als "literarisches Dessert" am 22. Mai beim Linzfest
Mesdames et Messieurs, Kätzchen und Spätzchen,
schier närrisch könnten wir werden vor lauter Vorfreude darauf, heuer auf der Donaubühne des Linzfests den literarischen Kehraus machen zu dürfen. Also bittschön Kalender/Handy/Sekretär hernehmen und 22. Mai, 13.30 bis 16 Uhr draufschreiben/eintippen/auf dem Schoß diktieren.
Thematisch wird's überraschend um Linz gehen. Es wird verlautbart, dass Linz Welthauptstadt der Lieferpizza ist und ein lästiges Zombieproblem hat. Es wird euch verkündet, dass die Stahlstadt nicht New York ist, weil es dort keine Traktoren gibt. Wir treiben Säue und Hunde durch das Dorf an der Donau. Dies und noch viel mehr. Stundenlang. Dazu gibt's noch selbstgebastelte Musik von unserer "Blutgruppe".
Das alles von uns, die wir immer für euch da sind (Anna Weidenholzer, Dominika "Minkasia" Meindl, Klaus Buttinger, René Monet). Als Gästin haben wir uns Nadja Bucher geladen, über die auch nur Wunderbares zu sagen ist. Wenn wir Glück haben, hoppeln uns beim Open Mic solch Kapazunder wie der Herr Koschuh auf die Bühne. Oder gar ihr selbst?
Selbstverständlich warten bei der Tombola des Grauens wieder zahlreiche wertlose Sachpreise auf ihre unglücklichen GewinnerInnen.
Kommet, strömet herbei!
Hier geht's zur Linzfest-Homepage...
Mittwoch, 4. Mai 2011
Tote Dachse und andere Schläfer: "Esskultur in der Lösehalle"
Genossen und Genössinnen,
es war uns ein innerer Mai-Aufmarsch, das gestrige Lesen in der Lesehalle. In der Tabakfabrik herrscht übrigens Rauchverbot, was von schönem Paradoxie-Bewusstsein zeugt. Noch schöner der Bühnendachs. Wir bezweifeln allerdings, dass der waidgerecht von Dackeln totgebissen worden ist. Seine Plattheit lässt eher auf einen verlorenen Kampf mit einem LKW schließen. Aber das hat mit unserer Darbietung gar nichts zu tun.
Mittlerweile fühlen wir uns im Rampenlicht schon so wohl, dass wir durchaus einmal ein Nickerchen machen, während jemand anderer liest:
Glücklicherweise setzt sich die Kunst des Inemuri, des japanischen Schläfchens, auch bei uns in Europa immer mehr durch. Ist ja nicht alles schlecht, was von Rechts auf der Landkarte kommt! Auf dem nächsten Bild ist der Herr Monet zu sehen. Er beschreibt hier sein Konzept zur Rettung der Hungernden in der Sahelzone: Übriggebliebene Fettranderl sammeln und per Brief nach Afrika schicken. Entwicklungshilfe, die ankommt. Ganz nebenbei auch ein Konjunkturimpuls für unsere devolutionierende Post.
Abschließend erfrischten wir uns und einander sachgerecht mit politisch korrekt gefärbtem Wein. Frau Anna sieht hier wieder ganz kregel aus der Wäsche, ganz so wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum.
Hier sind drei Viertel des Ensembles unter Substanzeinfluss abgelichtet:
Die Frau Präsidentin hielt sich derweil schon in ihrer Kabine auf. Ein Veranstalter, der extra für die Leistungsträgerinnen Spinde bereitstellt, verdient Lob und ein langes Leben:
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