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Sonntag, 20. Oktober 2024

Große Gefühle bei der Prostataprophylaxe, Sprotten voller Mikroplastik, ÖVP-Apokalypsen und "Scheißt's eich ned au" als nobler Zukunftswunsch. Die Nachlese der Zukunft.

Mit dem Schluss beginnen heißt heute, mit dem Schönsten zu beginnen: diese tiefe Ergriffenheit des gesamten Publikums bei Musik-Chefingenieur Monets Schlusslied! Doppelt schön der Kontrast zwischen dem sehr profanen Thema (Prostata-Prophylaxe) und versonnen mitsingenden Menschen. Monet hatte sich den Heuler "Time After Time" geliehen, sodass wir miteinander beim Refrain "In meim After drin" summten. Möge es auch medizinisch fruchten, geht's bitte zur Untersuchung! 

Ein zweites Mal beginnen wir bei unserer fantastischen Gästin DJane Sündemann, die erste Diskurs-DJ Mitteleuropas, noch dazu voll im Affekt ("Ich leg' auf, wie ich aufgelegt bin!"). Da war tausenderlei Lehrreiches drin, über Moralfasten im Urlaub, über 250 Life-Hacks mit Natron ("es ist wie KI, die löst auch alles und uns ab"), die Steigerung des Selbstwertgefühls durch Altöl-Sammeln, Küchengespräche über den Kapitalismus, Sprotten voller Mikroplastik, Krakenperformance und Satzperlen wie "in Gruppen muss ich aufpassen, dass ich mich nicht einfach so auflöse wie ein Aspirin". 

Wenn Lia Sudermann also nur halb so dings ist mit uns wie wir mit ihr, möge sie sehr bald wieder zu uns kommen! Fix bei uns ist Professor Klaus Buttinger:

Der Chief Science Evangelist unseres Forschungsunternehmens musste uns ja überhaupt erst einmal erklären, wovon wir sprachen: Die Zukunft ist unbekannt, wir rasen blind auf sie zu während wir über die Vergangenheit zu grübeln haben. Es flieht die Zeit, Rettung kann es nur außerhalb geben - also kann er nur raten, in Berufung auf den großen österreichischen Philosophen Wolfgang Ambros: "Scheiß di ned au!" Um das Lob der zeitlosen Gegenwart zu singen, präsentierte Buttinger schließlich seinen neuen Zyklus "Frau Gestern und Herr Morgen im Dialog" aus seinem wachsenden poetischen Oeuvre. 

Chefingenieur Monet verlas seine sehr disparat bewahrheiteten Prophezeiungen aus dem Jahr 2012: Die Welt ist 2021 nicht untergegangen, aber der Ton in der Politik hat sich tatsächlich verschärft (es ist bald nicht mehr strafbar, UHBP als "alte Oberbitch" zu bezeichnen). Der FPÖ-Wunsch nach Verbot aller religiösen Kopfbedeckungen im öffentlichen Dienst hat sich nur insofern nicht bewahrheitet, als Nudelsiebe grundsätzlich getragen werden dürfen (noch!). Joopi Heesters ist vorläufig immer noch tot. Ob die in seinem längeren Prosastück ausgedachte Bildungsreform der FPÖ wirklich ein Tanzverbot an den Waldorf, Hoch- und Tiefschulen im Römerbergtunnel bringen wird? Wir werden es hoffentlich nicht mehr erleben.

Und die Präsidentin, war die abwesend wegen falscher Prioritäten?! Mais non, ihr kritischen Mäuse, die hat fotografiert und auf Selfies verzichtet (Doppelkinnprophylaxe), weswegen sie jetzt geschichtsfälschend obiges Bild aus der jüngeren Vergangenheit hernimmt, um die jüngste Vergangenheit bzw. das Thema "Zukunft" zu illustrieren. Es zeigt übrigens die zwei ranghöchsten Damen in Österreich (=ranghöchsten menschlichen Lebewesen).

Literarisch präsentierte die rabiate Matriarchen das Leuchtturmprojekt eines zweiten Österreichs in China (analog zu Hallstatt), in das die vom woken Genderterror geknechteten FPÖ-Wähler fliehen sollen. Dann verhunzte sie das Lied von allem, das seine Zeit hat ("Burn! Burn! Burn! von The Nerds). In ihrem dritten Beitrag dichtete sie eine Zeitumkehrungsmaschine in den Westring, mit dem die ÖVP ihre Macht rückwirkend retten will, dabei aber eine regionale Apokalypse anrichtet.

Hier schließlich die Dokumentation der Tombola des Grauens - kaum zu erahnen der Hauptpreis, ein handgetipptes Manuskript aus dem Jahr 1962, "Katholische Sittenlehre zum privaten Gebrauch der Studenten", da der Vater ja knapp doch nicht Priester wurde (und Meindl nicht wie von Monet erfunden, als Missionarskind  in Uganda zur Welt kam) - gewonnen vom Enkel eines Theologieprofessors. Wholesome!


Freitag, 4. Oktober 2024

Nachdenkliche Gegenwartswut: Die Zukunft war früher besser!

 


Freitag, 18 Oktober, 20 Uhr, Kulturverein Strandgut (Ottensheimer Straße 25, 4040 Linz). Eintritt frei! Der Austritt kostet 2 € (= 1 Los für die Tombola des Grauens).

Gästin: Lia Sudermann (Wien)

Hö, werden wir euch jetzt nostalgisch? Gut, das Alter dafür hätten wir vor 10 Jahren erreicht. Und Gegenwartsflucht läge aktuell unendlich nahe (in Planck-Länge von rund 10−35 Metern). Seid unbesorgt, wir bündeln unsere Wut und verwandeln sie in negative Energie, um die Zukunft in den Griff zu kriegen! Die trottelt ja sonst durch Raum und Zeit wie ein herrenloser Luftballon. Professor Buttinger hat als Boomer und Tatmensch schon so viel Vergangenheit gesehen, dass ihn nichts mehr wundert. Chefingenieur René Monet steht seit 2001 unmittelbar vor der Marktreifung seines Zeitreisebüros. Und Präsidentin Meindl ist im Sinne des Staatsganzen zu radikalem Optimismus verpflichtet. 

Freut euch aber am meisten auf unsere famose Gästin Lia Sudermann! Die Wiener Nürnbergerin alleine könnte diesen Abend easy bestreiten, mit Performance, Literatur, Stand-Up, bloßem Sein und als DJANE Sündemann: „Weil wichtig bei jedem Denken ist die Wut. deshalb legt sie auf, wie sie aufgelegt ist: ANGRY!“ Und extrem lustig, sehet selbst, ihr furchtsamen Mäusegesichter!

Kommt ins Strandgut, bringt altes Gerümpel mit und nehmt neues Tombola-Glumpert mit nach Hause ! Mit Gegenwartsmusik der „Blutgruppe“ (die zweitgrößten Hits der 60er, 70er, 80er und 90er).

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Bitte einfach mailen, wenn keine Nachrichten mehr erwünscht sind. Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden gerne angenommen!

Weiterführender Infospam: https://www.facebook.com/Original-Linzer-Worte-112861892081408/

Freitag, 15. April 2022

Die Roboter sollen was hackeln, herst! Lesebühne am 29. April

Grafik: René Monet

Freitag, 29. April 2022, 20 Uhr, Kulturverein Strandgut (Ottensheimer Straße, 4040 Linz). Eintritt frei! Der Austritt kostet 2 € (= 1 Tombolalos). Bitte die 3 G-Regel beachten.

Groß ist die Angst des Volkes, von Automaten ersetzt zu werden. Wir aber sagen: Scheiß an, Paula! Dann habt ihr alle mehr Zeit, Lesebühnen beizuwohnen! Das Ensemble eurer Original Linzer Worte setzt schon seit Jahren auf die Unterstützung von Schreib-Robotern und Performance-Androiden. Gebt es zu, ihr habt nie etwas bemerkt! Am 29. April outen wir zahlreiche KollegInnen aus Politik, Medien und Kunst als menschliche Raubkopien, wir automatisieren die Automatisieren und schicken ein mechanisches Heer nach Russland, um den Ober-Androiden Putin zu besiegen. Es ist nämlich absolut hassenswert, dass man seinetwegen derzeit nur mit schlechtem Gewissen das Leben als Mensch genießen kann.

Zu Gast ist Silke Gruber, die überaus pfiffige, versierte Poetry Slammerin aus Hall und Mitglied der von uns geschwisterlich geliebten Innsbrucker Lesebühne „Frau Herrmanns Katerstrophen 5000“. Sie ist echt!

Dazu gibt’s Automaten-Musik von der „Blutgruppe“ sowie die 100% menschliche Tombola des Grauens. Und denkt an die Biervielfalt im supernen Strandgut, njam!

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Die Original Linzer Worte sind die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden jederzeit angenommen!

Weiterführender Infospam: https://www.facebook.com/Original-Linzer-Worte-112861892081408/

 

 

Montag, 16. Dezember 2019

Spaß und Strenge: Mit der Lesebühne in die Goldenen 20er

Geliebte Damen und Herren, herrliche Völker, sehr geehrte Flora und Fauna, liebes Österreich, hallo Kinder!

Wäre 2019 ein Elefant, schickten wir es zum geheimen Dschungelfriedhof hinter dem Wasserfall. Und wäre es ein autochthoner Grönlander, wir würden es auf eine Scholle setzen und zum Abschied winken. Weil es aber nur ein Jahr von Milliarden war – zugegeben ein etwas komisches – lassen wir es am 31. Dezember einfach verschwinden wie eine Parteispende. Kein Strache-Brexit, keine Sentimentalität.
Denn 2020 wird für uns alle gleißend und innovativ und zukunftsträchtig, zumindest was die Lesebühne betrifft. Im kommenden Jahr wollen wir nicht nur sämtliche Buchstaben unseres lieben Alphabets mehrfach(!) verwenden, sondern auch jede der Wissenschaft bekannte Textsorten performieren und alles mit dem Mittel der Satire traktieren, was uns zwider auffällt. Am ungeniertesten werden wir aber mit unseren Gästen prahlen!
Den Anfang macht Henrik Szanto, manngewordener feuchter Traum von Linguisten (er spricht Finnisch UND Ungarisch UND Deutsch): 24. Jänner, 20 Uhr, im Strandgut Linz; Thema "Sündenböcke und Unschuldslämmer. Wider die Verantwortung". Wolfgang Kühn kommt am 6. März zu uns: „Man bringe den Spritzwein! Über das Liebste der Österreicher.“
Und dann: 24. April: Max Zirkowitsch,15. Mai: Puneh Ansari, 19. Juni: Stefanie Sargnagel (angefragt) zur 100. OLW-LESEBÜHNE(!!!!), 18. September: Sophie Reyer, 23. Oktober: Cornelia Travnicek, 27. November: Martin Amanshauser.

Na? Ist das was!?
 


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Weiterführender Infospam:
http://linzerworte.blogspot.com und https://www.facebook.com/Original-Linzer-Worte-112861892081408/

Dienstag, 23. Mai 2017

Beschwerdewüste Salzburg


Und es begab sich, dass uns ein mildes Schicksal (= die OrganisatorInnen des Literaturfestes) nach Salzburg verschlug. So stopfte uns der Herr Ingenieur Monet in seinen selbstgebastelten Mercedes, um eine standesgemäße Anreise zu gewährleisten. Salzburg ist nämlich deutlich distinguierter als unsere Herkünfte! Schon alleine musikalisch, wir sagen nur Mozart vs. Bruckner.
Obabgebildet Monets Stolz über diese illustre Einladung. Während Professor Buttinger innerlich zwar jubiliert, durch das jahrelange Leben auf den Straßen von Wels aber keinen anderen Gesichtsausdruck mehr hinkriegt:


Die Präsidentin schafft ihrerseits nichts mehr anderes als sinnlose Euphorie (kein Wunder, man hat ihr grad drei Alpakas vors Baumhaus gesiedelt):


Beim Soundcheck (=Probe) fiel uns auf, dass wir auf das Dichten des üblichen Auswärtsspielstätten-Schmähliedes vergessen hatten. Deswegen fiel das schnell zusammenklabüserte "Salzburg, bist a Festspüschlaumpn" unserer irrigen Meinung nach besonders garstig aus. Um niemanden zu verprellen - so geschehen etwa in Ebensee - sangen wir es am Schluss. Kurz darauf kam es zur besten Nicht-Publikumsbeschwerde unserer Laufbahn: "I hätt' ma des Soizbuag-Liad vüüüü ärger g'wünscht." Sweet!

Montag, 9. Januar 2012

Hitler schenkt Eva einen Vibrator. Oder: Saison-Opening der Original Linzer Worte

Römer, Freunde, Mitbürger,
prachtvoll und famos, dass es euch am Freitag in so voluminöser Anzahl zu uns attrahiert hat! In einem Anfall von Koketterie wagen wir zu behaupten, dass wir euch auch sehr engagiert zu bespaßen trachteten. Zumindest haben wir wiedereinmal unsere Würde zur Disposition gestellt.

René Monet liest was Ernstes (womit er für Anna Weidenholzer einspringt, die wegen Widerworte von der Präsidentin auf eine Milzbrandinsel im Hallstättersee verbannt worden ist). Dazu noch allerlei Aufdeckungen aus dem Olymp und klare Voraussagen für dieses Jahr. So wird etwa Joppi Heesters wegen seiner Nikotinsucht auferstehen, am Ende des Jahres aber doch mit uns allen untergehen, inkl. Bundeskanzler Karl-Heinz Kai-Uwe Justin Kevin Jennifer Maria Brad Saustingl (FPÖ).



Präsidentin Meindl kondoliert Nordkorea. Kim Jong "License to" Ill war nicht nur Hauptförderer der Original Linzer Worte gewesen, sondern auch Leitstern in Sachen Mitarbeiterführung. Dazu berichtet Meindl erneut aus dem schmuddeligen Nähkästchen der Lesebühne (Prof. Button schert sich nicht um die Vergangenheit, Monet vermehrt sich selbst mit seiner Oma und Meindl selbst leidet unter Turboalzheimer). Dazu Pseudophilosophisches über das subjektive Zeitparadoxon bzw. warum Ödes und Blödes Zeitmaschinenphänomene darstellen.


Prof. Button schreibt über Einführungsangebote im Fickbedarfsnahversorger, kontempliert über Weltrevolutionen und singt darüber, dass eh alles den Banken gehört, also könnte man's auch gleich anzünden ("Gestern no"). Quasi.


Unser lieber Gast Andi Pianka assoziiert sich durch die jüngere, ungute Geschichte unserer Heimatumgebung - der Günta, Mitzi Fekter oder die "Heilige Johanna der Schlachthöfe" wären nicht amused gewesen. Dafür erhielten Kim Jong Un bis Kim Jong Quatorze gedichtete Blumen.
Und hier wär' ein Link zu "Noch Dichter", dem Pianka seiner Lesebühne im Anno.




Bernd, Gitarrist von "Horse Skeleton" vollbringt mit geschlossenen Augen ein Wunder: Er schafft es, die rhythmisch stark mäandernde Meindl durch ihre eigene Version von "Sad but true" zu führen und das Ding in einen halbwegs erkennbaren Gesamtzusammenhang zu bringen. Der Monet spielt Schlagzeug dazu.



Und der Button Maultrommel, ganz wie man es aus dem Genre "Heavy Metall" kennt und liebt.




Unbezweifelt die humoristische Klimax des Abends: "Frühstück bei Hitlers". Eva Braun zerstört die morgendliche Idylle auf dem Obersalzberg durch sexuelle und esoterische Ansprüche. Und Blondi hat Blähungen von der fetten Pariser Wurst:


Eva ist eifersüchtig auf Adolfs allzu treue Begleiterin.



Herr Hitler erklärt die Welt.


Und muss seine strategische Aufstellung für das Unternehmen Barbarossa endlich wegräumen, damit Eva staubwischen kann. Außerdem muss er Kristalle gegen seine schlechte Verdauung auflegen. Das schmeckt dem Tyrannen Europas gar nicht.




Am Ende aber ist alles in deutscher Qualitätsbutter.




So war das damals!
Nun aber lasset uns froh der Zukunft ins Auge blicken: Am 17. Februar kommt ja schon der nächste Lesesegen. Und zwar zum Thema "Science Fiction".

Samstag, 12. November 2011

Das Heute hatte gestern Zukunft


Liebe Zeitzeuginnen und -genossen,

es gilt heute schon die künftige Lesebühne zu verlautbaren, denn sie wird am 7. Jänner aktuell in Vergangenheit verwandelt werden. Gleichzeitig ist sie heute unsere zukünftige Weihnachtsfeier, die aber dann zu spät kommen wird.
Es wird um die Zeitenfolge gehen. Mit etwas Glück gelingt uns bis dahin die Konstruktion einer Zeitmaschine. Die soll das subjektive Zeitparadoxon im Zahnarztsessel mildern und die Vergangenheit bewältigen. 

Und uns einen tollen Gast bescheren - den unvergleichlichen Andi Pianka!


Weiters:
James Joyce (angefragt)
Elfriede Jelinek (Nobelpreis 2004; angefragt)
Kevin Gsengstbratl (Nobelpreis 2034; angefragt).

Wie immer mit der Tombola des Grauens und mit uns, den Tomboys des Grauens, wie immer mit der Einladung, spontan und unbürokratisch selbst beim Open Mic mitzulesen.
Und natürlich wie immer im Grandhotel zum Rothen Krebsen - dem Etablissement, in dem sich Zukunft und Vergangenheit gute Nacht sagen.