Freitag, 13. September 2013

Schuld und Sühne: Im Sumpf des Verbrechens

Lesebühne am 11. Oktober, Grandhotel zum Rothen Krebsen, 20 Uhr


Wäre die Weltgeschichte ein Krimi, es wären Stadt, Land, Fluss leergemordet. Schlimm geht es zu in der Literatur! Ohne Leiche brauchst dich heute gar nicht mehr für die Bestseller-Liste anzumelden.
Die Original Linzer Worte waten seit der letzten Lesebühne selbst tief im Kriminal, Meindl ist auf der Steuerflucht, Prof. Buttinger hat seinen Titel erschwindelt und Monet Leichenteile einer Sau entsorgt. Am 11. Oktober verlassen sie für einen Abend ihre Schlupflöcher und stellen sich der Öffentlichkeit.
Es droht ein Abend voller Delikte, Verbalinjurien und Sachbeschädigungen. Präsidentin Meindl wird von ihrer Wirtschaftskriminalität in China berichten, Professor Buttinger per forensischer Linguistik als Sprachpolizist investigieren und Monet durch Telepathie garstige Mörder ausforschen. Oder auch nicht, denn all das könnte auch gelogen sein.

Dazu Musik von der „Blutgruppe“, ein Open Mic für Mutige und die Tombola des Grauens - ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Knirschende Ellbögen und gesungenes Aquaplaning: Nachbericht von der Sportlesebühne

Prof. Buttinger beim Einführungsvortrag, in dem er behauptet, "Sport" komme von "Diaspora"

Liebe Sportsfreunde, 
heute brennen unsere Kehlköpfe vom Schlachtrufsingen. Die Ellbögen knorpeln nach unseren einarmigen Liegestützen. Der Kopf schwirrt wegen der Elektrolytgetränke. Aber sonst geht's uns gut - weil Bewegung ist gesund.
Am besten geht's hoffentlich unserer wunderbaren Gästin Karin Morschitzky, die aus dem alternden Ensemble herausblitzte wie der Alaba aus dem Nationalteam. Sie konnte punktgenau ihre Leistung abrufen und hat bestimmt ihren Sieg schon realisiert. Wir wissen jetzt jedenfalls, dass ihr einst Geisteskrankheiten als Gutenachtgeschichte beschrieben warden, dass sie Insekten fürchtet und beim Entsteigen eines Buses zuweilen hinfällt, weswegen sie Sport nicht mag. 


Leseextremsportlerin Karin Morschitzky, hier als Fahrrad verkleidet

Der Rest des OLW-Teams überraschte mit Gewohntem. Prof. Buttinger führte einführend in die Irre, dass nämlich Sport lediglich der Massenbezähmung diene und erinnerte verdienstvoll an den unsäglichen Sager der ÖVP-Marek, nachdem Zwangsarbeit für Langzeitarbeitslose eine "Keule gegen Sozialmissbrauch" sei. Wäh!


Monet ließ dem Zufall die Zügel schießen, woraufhin Franz Kafka auf der Erdölstraße auf unseren Fußball-Augenstern David Alaba trifft. Es ging irgendwie auch um Verwitterungsgrus, aber da dunkelt die Erinnerung. 
Präsidentin Meindl, der bullige Mittelfeldmotor der Lesebühne, attackierte das Publikum mit bodenständigem Humor (Wie geht die Liebe am Fuß des Everests?), törichten Verrenkungen ("Körperbeherrschung: Ich bin meinem Leib Hitler) und einem Tränenschlager, den sie der SVA und dem Neoliberalismus widmet ("I wead valian, wie nur ane valian kau, die a Hirn stott am Herz hot").

Von sich selbst am meisten gerührt: Präsidentin Meindl und ihr "Potschertes Leb'n"

Beim abschließenden "Sport ist Mord" kam es mittendrin gleichsam zu Aquaplaning im Singen, als jeder einzelne schwamm und sich später plötzlich wieder die Reifen fingen. Doof, sehr doof das alles!

Hier noch die drei fiktiven Fußballhymnen unserer grottenschlechten Heimatorte: 

Schö-ne-ring, ojeojeoje!
Mir tun so die Augen weh,
wenn ich dich beim Spielen seh.
Bist ein kleines Erdbeerland,
ohne Glamour, ohne Strand.
Mag dich trotzdem mehr als mich,
bin auch ich kein großer Stich.
Schö-ne-ring, ojeojeoje!

Hier regiert Ansfelden
wir kämpfen wie die Helden!
Wenn auch im Verlieren Meister
halt'ma zamm wie Kleister.
Brucknerheim und Autobahn
leider kräht nach dir kein Hahn,
doch wir stürmen für Ansfelden
gute Kicker bitte melden.

Wels du Stadt am Traunerbach
Machst den größten Gegner schwach.
Unsre Ehre, die heißt Treue.
Unser Trick heißt Bauernschläue.
Wir sind Händler, keine Kicker
dafür ist das Konto dicker.
Weil wir ungern laufen,
tun wir uns den Schiri kaufen.

Donnerstag, 12. September 2013

Videomaterial für die Sportmordgeschichten

Wer tipptopp vorbereitet zur heutigen Lesebühne gehen will, schaue sich diese beiden anrührenden Filmdokumente an. Zum Einen gibt's fast nichts Anrührenderes als dem Herrn Orsolics sein patschertes Leben: 


Zum Anderen widmen sich Teile des Ensembles der sportlichen Bauchtumspflege: http://www.youtube.com/watch?v=TRmWTxQb0cg

Montag, 26. August 2013

Sport und andere Mordarten, 12. September - mit Karin Morschitzky


Damen und Herren, liebe Sportsfreunde,

mit beträchtlicher Freude laden wir, nachdem unser liebes Stadion zum Rothen Krebsen in die Verlängerung gehen konnte, zum Anpfiff der Lesebühnen-Herbstsaison! Im Video und auf dem Plakat steht jeweils noch der Ex-Termin, den uns gleichsam Hochwasser und XXXLutz-Doofheit versenkt haben.

Inhaltlich werden am 12. September ausgestorbene Sportarten ins Leben gerufen, dumme Fußballhymnen gegrölt, dem eigenen Körper der Krieg erklärt, Erstgeborene an Sponsoren verkauft und Leiber getauscht. Dazu werden Millionentransfers (Dan Brown, Michael Jordan, Josef Hader) in das Team der OLW kolportiert. Die Startmannschaft gibt wie gewohnt allzu genauen Einblick in ihre skandalösen Trainingshintergründe. Ob es ihr gelingt, ihre Leistung abzurufen?
Unbesorgt kann man da nur bei der Gästin Karin „die Karin“ Morschitzky sein, von der hat die Welt noch keinen schlechten Text vorgesetzt bekommen. Anstrengend wird’s wohl nur auf der Bühne – und falls doch auch für's Publikum, dann gilt wie immer: Zumindest dauert's nicht lange. Und: Nichts schmeckt so gut, wie sich Fitness anfühlt. Bis auf das gute Schlägler Bier. Dieses gilt es zugunsten des armen, überschwemmten Roten Krebsens ordentlich zu konsumieren.

Wir geben heute schon die Aufstellung bekannt:

Klaus Buttinger – hängende Spitze (Dynamo Wels)
René Monet – Libero (Lok Ansfelden)
Dominika Meindl – bulliger Mittelfeldmotor (Rotation Schönering)
Karin Morschitzky – Poetry Slammerin und Schiedsrichterin (L „Crime“ Auwiesen)

Bitte Obacht, in diesem Video kommen Gewalt gegen Minderjährige sowie illegale Drogen vor. Entscheiden Sie selbst, ob sie das sehen wollen:



Für die Sportlichen unter euch öffnen wir ein Mikrophon, dazu gibt’s wie immer die Tombola des Grauens. Die hauseigene „Blutgruppe“ macht dazu so etwas ähnliches wie Musik. Der Eintritt ist frei, der Austritt kostet den Erwerb eines Tombolaloses (= 2 Euro). 

„Original Linzer Worte“ ist die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Wertlose Sachspenden werden gerne vor Veranstaltungsbeginn angenommen.

Montag, 5. August 2013

Der Krebs bleibt und wir auch!


Ihr Menschen, 
seit vergangener Woche dürfen wir wieder in unser geliebtes Grandhotel, die saudumme Lutz-Stiftung soll sehen, wie sie uns loswird. Das hat nicht nur den obabgebildeten schönen Effekt, dass auch eingefleischte Heten von ihren Gefühlen übermannt werden, sondern dass wir Originalfidelen Worte die Septemberlesebühne stnadesgemäß vor euren Augen entfalten können. 
Bitte merkt euch auf: 


12. September, 20 Uhr, Gästin Die Karin - Thema: Sport


Jauchz!

Donnerstag, 11. Juli 2013

XXXLutz schmeißt das Grandhotel hinaus - dringender Protestaufruf!

Seit heute ist es amtlich: Die XXXLutz-Stiftung (Hausbesitzerin) nutzt das Hochwasser nachträglich, um das Grandhotel zum Rothen Krebsen abzudrehen. Dabei darf sie auf Unterstützung der Linzer ÖVP hoffen, die hier schon lange "gehobene Gastronomie" sehen will. 
Wir halten das für einen ganz, ganz schweren Irrtum - nicht nur, weil damit auch unser kongenialer Auftrittsort verloren ist. 

Wir sind sehr verärgert und fordern zum Protest auf!
 

Hier die Nachricht von den Betreibern des Grandhotels:

zur Situation im roten Krebsen nach dem Hochwasser:


Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe FreundInnen des roten Krebses,

Wie die meisten von euch wissen sind wir mit dem Lokal unseres Kulturvereins Opfer der Hochwasserkatastrophe geworden.
Viele HelferInnen haben uns unentgeltlich geholfen die Räumlichkeiten wieder vom Schlamm zu befreien.

Wir haben in der Zwischenzeit versucht unser Lokal wieder aufzubauen, da es ja nicht nur einerseits in der Linzer Kunst und Kulturszene einen beliebten Treffpunkt darstellt, sondern auch Existenzgrundlage für viele MitarbeiteInnen bis hin zu Familien mit Kindern ist.

Als ob es nicht ausreichte, dass das Hochwasser unseren Verein in eine äußerst prekäre Lage bringt, versucht jetzt der Besitzer unseres Hauses (seines Zeichen auch Besitzer der Möbelkette XXX Lutz welche wiederum eine Stiftung betreibt die unser Haus besitzt) uns auch noch mittels seiner Anwälte aus dem Haus zu werfen, mit der völlig haltlosen Begründung, daß es zu teuer und somit nicht mehr sanierbar wäre. (Wir haben einen Brief seiner Anwaltskanzlei vor 2 Tagen erhalten)

Ein derartiges Vorgehen ist für uns in keinster Weise nachvollziehbar, darum haben wir uns entschlossen an die Öffentlichkeit zu gehen.

(Wir möchten auch noch darauf hinweisen, daß das Familienunternehmen XXXLutz auf seiner Homepage einen Hochwasserrabatt anbietet
ein Auszug:
Mit dieser Aktion möchte XXXLutz einen kleinen Beitrag leisten, um den Menschen in den
betroffenen Regionen den Wiederaufbau ihrer beschädigten Wohnungen, Häuser und
Geschäftslokale zu erleichtern! Als österreichisches Familienunternehmen ist es uns immer
ein Anliegen, rasch und unbürokratisch zu helfen.)


Wir hoffen unsere kulturellen Ambitionen trotz der widrigen Bedingungen bald fortsetzen zu können.
Vielen Dank an alle die uns bisher geholfen haben.

Dienstag, 9. Juli 2013

Kalte Türken, frohes Radio, potenzielle Skandale

Geliebtes Sommervolk!

Auch wir leiden unter der Pause und dem Lesebühnenentzug. Kalter Türke Hilfsausdruck! Wir jammern im Freibad, auf dem Balkon, am Meer. 
Aber damit euch der Gram nicht so aufs Gemüt drücke, könnt ihr hier - dank der mit Lob zu überhäufenden Menschen von der KUPF bzw. dem Radio FRO - die ganze Survivallesebühne zum Nachhören. Mit der befreiten Kärntner Gästin Mara Ban. 
Schaut's! Nein, horcht's: http://cba.fro.at/112352

Und für Fans an der Grenze zur Freakigkeit, die Reisen nach Tirol nicht scheuen: Präsidentin Meindl darf am 26. Juli nach Hall zu den lieben, lieben Kollegen von Text ohne Reiter. 


Abschließend müssen wir sachte andeuten, dass unser geliebtes Grandhotel "Rother Krebs" in Gefahr ist. Mehr dazu demnächst. Es wird, falls es nicht anders geht, sehr vehementen Protest geben. Mögen wir uns irren!