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Montag, 1. Dezember 2025

Hörst du das Lied der Berge? Ja, das schon, aber das Lied der Arbeit nicht, das ist verschwunden in Lawinen. (Obacht, LSD kommt vor)

Nachruf auf die Lesebühne vom 22. November 2025

 

Fotos: Dieter Decker <3

Wenn als Parole "Bin in den Bergen, bis morgen überleg' ich mir was" ausgegeben ist, kann man seine inflationszerfressenen Ersparnisse gut drauf verwetten, dass Professor Buttinger das Morgen wählt. Typisch zukunftsfroher Boomer! Und es ist auch wenig überraschend, dass er seine wissenschaftliche Einführung dafür nutzt, der prokrastinationszugeneigten Präsidentin auszurichten, dass sie generell weitertun soll. Er wühlte in der Mythenkiste, fand das "Prokrastesbett" und die Erfindung des Krustenbrotes durch den schlummernden Bäcker Prokrustes. Ob das stimmt? Man kann's nicht sagen! 

Eine Lesebühne ohne den Chefingenier Monet ist eigentlich nicht ok, zum Glück hat aber Stargast Robert Prosser seinen Habibi Lan Sticker mitgenommen, damit die Darbietung auch wirklich fährt. Gemeinsam brachten die beiden Passagen aus seinem neuen Roman "Verschwinden in Lawinen" zu Gehör. Sowas hat man im Strandgut noch nicht gehört! 

 

Lan Sticker in vorweihnachtlicher Andacht, bevor er wieder sachkundig zuhaut: 

 

Hier sieht man den Professor bei der Arbeit an der Lyrik, er singt das Lob der Arbeitsethik. Wenn man nämlich den Kapitalismus zukunftsfit machen wolle, müsse man ihn von innen her disruptiv verändern - also ausgiebig Krankenstand feiern und dann auf Kur. Lyrik 2 widmete sich der Wunschliste der Rüstungsindustrie, der wir auch ganz herzlich eine ordentliche Disruption wünschen. 

Hier sehen wir Bundespräsidentin Meindl singend ins Publikum fragen: "Hörst du das Lied der Arbeit? Die Pflichten, sie rufen dich. Dort wo in grauer Ferne, die Stunden entschwinden, möcht ich nie wieder hingehn, ich brauch ein bisserl Glück", was dann einfach wieder im Mega-Ohrwurm "La Montanara" endete. 

 

Im zweiten Text klagte Meindl über ein abgelehntes Infrastrukturkonjunkturpaket namens "Der Berg muss zur Prophetin", also der direkten Anbindung des Präsidentschaftspalastes Winkeln, Wilhering an die Ausgangspunkte ihrer Wanderungen in den geliebten heimischen Bergen. 

Als Gegenmaßnahme zur soeben veröffentlichten Hausordnung des Landes Oberösterreich ergingen 13 streng zu befolgende Regeln an die Völker, also Hausschuhpflicht und Respekt für Männer, denn das Matriarchat ist für alle da. Hier nachlesen, schnell!  

Im Tagebuch beschrieben Monet, Meindl und Buttinger, wie der Bau einer zeitgemäßen Alpenfestung ziemlich in die Hosen ging, denn irgendwie gerät das LSD in den Hallstätter See und am Ende fliegt wieder alles in die Luft. Same procedure as every Lesebühne!

In diesem Sinne wünschen wir eine gute Nacht bezüglich 2025 und sprengen dann 2026 wieder irgendwas unter Drogeneinfluss, eh nur literarisch. 

Yours

OLW  


Mittwoch, 5. November 2025

„Bin in den Bergen, bis morgen überleg' ich mir was!“ Letzte Lesebühne am 21. November

 

Freitag, 21. November, 20 Uhr, Kulturverein Strandgut (Ottensheimer Straße 25, 4040 Linz). Eintritt frei! Der Austritt kostet 3 € (= 1 Los für die Tombola des Grauens)


Zu Gast: Robert Prosser (Alpbach) und Lan Sticker (Šentjakob v Rožu)


Wir hatten ja schon allerhand Themen, aber ein besseres noch nie! Es ist nicht nur die Antwort unseres Gastes auf „Wos mochma?“, sondern das Arbeits- & Lebensmotto der Bundespräsidentin. Strömt also zum letzten Mal in diesem Jahr ins Strandgut und denkt einen Abend lang nicht an morgen. Professor „Boom“ Buttinger wird das Phänomen der Prokrastination wissenschaftlich beleuchten („Hackelt's was, ihr jungen GenXler!“) oder alles in die Luft jagen, damit wir morgen neu loslegen können („kreative Disruption“). Chefingenieur Monet bringt durch ausgezuckten Erfindergeist die taumelnde Wintersportindustrie zurück auf die Piste oder gleich den ganzen Standort zum Kollaps. Präsidentin Meindl schmust vielleicht wieder mit einem Hollywoodstar auf der Alm und muss dann am letzten Drücker irgendwas für die Lesebühne zusammenklopfen.

Uns kennt ihr ja, aber kommt unbedingt, um unsere beiden Gäste beim Ballern zu erleben! Der Alpbacher Weltenbürger Prosser liest aus seinen Romanen „Verschwinden in Lawinen" und dem soeben erschienenen „Das geplünderte Nest“, dazu haut der Schlagwerker Sticker fachgerecht auf sein Arbeitsgerät. Das ist (Anti-)Heimatliteratur, Naturgewalt und große Kunst!

Am Ende gibt’s wieder wertlose Sachpreise bei der Tombola – fest Lose kaufen, denkt heute schon ans Schrottwichteln von morgen!

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„Original Linzer Worte“ ist die welteinzige Lesebühne mit Entrümpelungsservice: Tombolaspenden werden gerne angenommen.

Weiterführender Infospam: https://www.facebook.com/Original-Linzer-Worte-112861892081408/