Dienstag, 29. April 2014

Urlaubspost: Angekündigte Todesausfälle, Duschanschläge, Kinderungemach, Nahverkehr und Zeugungsschmerzen

In aller Kürze ließe sich über die freitägliche Lesebühne sagen: "Liebe Mutti, Essen war gut, Leute sehr nett, Wetter auch! Bussi, Minki, René und Klausi".

Aber wir haben ja ein wenig mehr Zeit und Raum, zu beschreiben, wie es bei der letzten Lesebühne im Grandhotel zum Rothen Krebsen war. 
Zunächst mussten wir diesen letzten Gang ja personell geschwächt antreten, da René Monet über seine Frau ein Testament geschickt hatte, das uns von seinem nahen Ableben durch eine Angina in Kenntnis setzte.


Dabei war der Schlingel gar nicht tot! Vielmehr gefiel es ihm, auch uns selbst durch seine Wiederauferstehung zu überraschen. Sogar geschrieben hatte er etwas (eine erotische Heimatanrufungen sowie Absagen an die blöde Lustigkeit). Bei der Verlesung seiner "Dünnfischsuppe" kam es zu Protesten seitens eines Hundes. Mag vielleicht keine abstrakte Lyrik.
Präsidentin Meindl (Bühnenoutfit: oben im Frack, unten bequem) bewertete bekannte Hotels ("Leider wurde versucht, uns beim Duschen zu erstechen, deswegen nur 3 von 5 Sternchen"), möchte Malediven urlaubsweise in die Voest vermitteln und ließ ein Kreuzfahrtsschiff in der Donau versinken. Wegen der Relativitätstheorie.


Das offene Mikrophon füllte der wie immer famose Schwarzenberger Klaus, der ein wenig blass wurde, als er im recht autobiographienahen Text verlas, wieviele Jahrzehnte er wohl noch die angespiebenen Betten seiner Leibesfrüchte frisch zu überziehen habe. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Vergelt's Gott für seinen Einsatz für unser aller Pensionserhalt!


Nun aber endlich: der Gast. Für den letzten Abend im Krebsen war es uns eine besondere, innige Freude, den oö. Literaturpreisträger Walter Kohl ins Rampenlicht setzen zu dürfen. Wahrscheinlich gibt es niemanden in Linz, Österreich, Mitteleuropa, weltweit?, der Karl May derzeit so intensiv beforscht. Literaturfexe wissen spätestens jetzt: Der Winnetou-Autor nächtigte einst im Krebsen. 
Kohl verlas selbstredend Eigenes, etwa über jene Begebenheit, als dem Papst ein Feuerwehrauto überreicht ward, von verunsicherten Singapurrern im öffentlichen Nahverkehr und von Schriftstellern, die bei einer Reise nach Böhmen während der Fahrt Filme über Böhmen ansehen, statt aus dem Busfenster zu schauen. 
Völlig zu Recht der berühmteste Schriftsteller, der jemals in Schönering geboren wurde!


Der Buttinger freut sich hier deswegen so kindlich, weil es diesmal gleich zweimal den Heiligen Gral zu gewinnen gab. Wie durch höhere Fügung wurden beide auch von einer einzigen Person eingeheimst. Langes Leben werde ihm zuteil! 
Der Professor und Betriebsrat der Original Linzer Worte bedachte die ganze Geselligkeit erneut mit wissenschaftlichem Hautgout. So wissen wir heute, dass der Vaterschaftsurlaub der Erholung vom Zeugungsschmerz dient. Weiters berichtete Buttinger von einem Tantra-Urlaub mit Jan-Uwe aus dem Pott. Arg!

Alle Fotos: Linda Wallner-Topf

Was unbedingt zu begrüßen ist: Nach der Lesebühne wurde das Ensemble mit Naturalien bedacht. Das dabei überreichte, selbstgebackene Brot soll weltweit als Vorbild für alle Brote dieser Welt gelten. Weiter so, du liebes Publikum!

Die nächste Lesebühne geht in den eh nicht ganz so hohen Norden hinauf, konkret am 9. Mai nach Gallneukirchen. Ob es dort zu einem bügelnden Gastauftritt eines Regierungsmitglieds kommen wird, ist noch völlig offen und darf vielleicht noch gar nicht ausgeplaudert werden.
Fix ist ein Gastauftritt im Linzer Central am 15. Mai sowie die alles überbietende Jubiläumslesebühne am 13. Juni - eine Reunion mit Anna Weidenholzer!

Donnerstag, 24. April 2014

Le Grandhotel est mort, vive la Lido!

Sehr geehrte Menschheit, 

schon sehr bald müssen wir das Grandhotel unseres Herzens tatsächlich räumen. Wir (=die Original Linzer Worte) müssen ja eigentlich nur eine Kiste mit Tombolaglumpert hinaustragen, aber Fakt ist: Bezüglich der Immobilie des Rothen Krebsens hat die saudumme XXXLutz-Stiftung quasi gewonnen. Morgen, am 25. April, findet die letzte Lesebühne im Roten Krebs statt. Ganz nebenbei ist es von melancholischer Schönheit, dass unser Gast Walter Kohl sich innig freut, in Karl Mays einstiger Unterkunft walten zu können.


Jetzt aber kommt das, was man als Happy End zu empfinden vermag: Die Krebsen-Menschen haben die Li+Do am Donauufer gekauft, noch dazu am richtigen Ufer, sodass wir jetzt noch weniger weit heimtorkeln müssen nach getaner Arbeit.


Schon die nächste Lesebühne am 13. Juni wird also auf der Li+Do stattfinden. Jauchz! Zu hoffen bleibt nur, dass die Präsidentin nicht wieder seekrank wird.

Donnerstag, 10. April 2014

Crossing Urlaub: Die schönsten Urlaubsfilmrisse!

Lesebühne am Freitag, 25. April, Grandhotel zum Rothen Krebsen (Obere Donaulände, Linz), 20 Uhr. Mit Gast Walter Kohl 

Die Original Linzer Worte laden zum großen Urlaub vom Leben. Willkommen an Bord des Unterhaltungstankers MS Rother Krebs! 
An Bord wartet ein Animationsprogramm voll apokalyptischer Fröhlichkeit auf Sie: Fahren Sie mit der „Blutgruppe“ ins Nirvana, gehen Sie mit Hitler und Eva Braun ins Reisebüro, stranden Sie mit dem törichten OLW-Ensemble auf einer Kreisverkehrsinsel. Strahlende Urlaubsfreuden an der japanischen Küste, Luxushotels in Kabul, FKK in Saudi-Arabien – wir machen es möglich! Buchen Sie noch heute! 


Große Vorfreude bereiten wir uns selbst, indem wir den Landeskulturpreisträger WALTER KOHL zu Gast haben. Er ist nicht nur der weltberühmteste Schöneringer, sondern voller Vorfreude, in der einstigen Wirkungsstätte Karl Mays auftreten zu können. Dazu wie gehabt entspannende Urlaubsmusik, ein Open Mic für Mutige und die Tombola des Grauens. 


Noch mehr Infospam unter auf Facebook („Original Linzer Worte“)

Sitzplatzreservierungen werden gerne vorgenommen. Vorschau auf die nächsten Lesebühnen: 
9. Mai: Gallneukirchen
15. Mai: Walkampf im Central, 20 Uhr 
13. Juni: Die große, große Jubiläumsshow (50. Lesebühne): Eine Reunion mit Anna Weidenholzer!

Montag, 31. März 2014

Weltneu: Rümpelservice! Schnappt euch den Scheiß!


Wir von den Original Linzer Worten fühlen uns dem Dienst am Mitmenschen verpflichtet. Deswegen sind wir auch seit der ersten Stunde die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice. Die Tombola des Grauens (Symbolfotos) ist unser Beitrag zur gelebten Umverteilng: Wir nehmen von den Reichen und geben es den Reichen.
Da es nach der letzten Tombola eine ernstgemeinte Beschwerde gab, eine Niete gezogen zu haben (normalerweise bestrahlt Dankbarkeit die Gesichter jener, die leer ausgehen), keimte in unseren dienstbaren Hirnen die Innovation. 
Wir verkünden hiermit strahlend, nunmehr die welterste Lesebühne mit RÜMPELSERVICE zu sein. Wie schaut das aus? Sie erhalten Monat für Monat per Hauszustellung ein sorgfältig komponiertes Sortiment an Zeug. Frisch zusammengestellt aus Kellern in ihrer Region.

Ideal für Messi-Einsteiger!




Bunter Scheiß für nur 100 Euro pro Monat! Jetzt bestellen! Oder später. Einfach die Bestellung per Kommentar aufgeben und schon quillt die Vorfreude auf Eso-Statuen, aufblasbare Tiere, Klopapier, Kräuterpfarrer-Bücher.

Montag, 17. März 2014

Selbstgemacht ist's halt doch am... äh... selbstgemachtesten. Die "Do it yourself"-Lesebühne


Liebe Bastelmäuse, 
brav wart ihr am Freitag! Wenn ihr gut aufgepasst habt, müsstet ihr jetzt Folgendes können: Blockflötenspielen, ordinäre Papierdeko, Demokratie, das kleine Glück, Sex, eine Galaxie, eine Holzmadonna, die ganze Welt. 
Aber der Reihe nach: Die wunderbare, gar nicht über den grünen Klee zu lobende Gästin Nadja Bucher las aus ihrem selbstgebastelten Buch "Die wilde Gärtnerin". Dazu beschenkte sie die Menschen der Stahlstadt mit elysischem Sopranflöten.


René Monet ließ ein Grüppchen Schiffbrüchiger in Demokratie und später dem Tod enden (eine fehlgeleitete Bastelanweisung für ein Gemeinwesen). Sodann ließ er Bäume heranwachsen und lud zum Ritt auf I-Tüpferln.


Woraufhin erneut die Blockflöte zum Einsatz kam.


Die Meindl riet dazu, den Fuß unter der Tuchent hervorzustrecken , wenn einem sonst schon nichts mehr einfällt, um sein Glück zu steigern. Dann las sie sich ihren eigenen Nachruf und ließ es sich leider auch nicht nehmen, "My way" singen.


Wobei sie vor Ergriffenheit zu atmen vergaß und auf offener Bühne erstickte. Frau Bucher nimmt's mit Humor. Buttinger versucht's mit einer Bauchmassage und kann so den fehlgesteuerten Möchtegern-Sinatra wiederbeleben.


Im "Anschluss" singt er ein Rezept für eine Galaxie.


Insgesamt waren wir mit dem eigenhändig und -stimmlich Zusammengeschusterten sehr zufrieden, und ihr habt auch so getan, als habe es euch gefallen.


Die liebe Nadja Bucher ist raus, in den Startlöchern scharrt ab jetzt unser nächster Gast: Walter Kohl. Am 25. April zum Thema "Crossing Urlaub". Reist an!

Donnerstag, 13. März 2014

Blut, Scheiß und Tränen: das neue Lesebühnenvideo!


Hier bittesehr, man muss nur noch draufklicksen, dann sieht man die crazy neue Videoinstallation von Installateursmeister René Monet: 
http://www.youtube.com/watch?v=Pd8TOHIzOG4

Donnerstag, 6. März 2014

Do it yourself: Mach' es dir doch selbst!




Lesebühne am Freitag, 14. März, Grandhotel zum Rothen Krebsen (Obere Donaulände, Linz), 20 Uhr
Mit Gästin Nadja Bucher

Der doofe Kapitalismus nervt und nervt! Darum machen wir es uns jetzt selbst: das schöne Leben und den ganzen Rest. Marmelade ist etwas für Rehstreichler, wir möchten vermitteln, wie man sich eine eigene Psychose bastelt, was es beim Bau eines Musiktheaters zu beachten gibt oder welche Zutaten man für eine Galaxie braucht. Wir schreiben uns die eigenen Totenreden und erklären, wie man in fünf Schritten zum Bestseller, in zehn zum Bundespräsidenten und in 10.000 zur Traumfigur gelangt.

Große Vorfreude bereiten wir uns selbst, indem wir die über alle Landesgrenzen hinaus superne Nadja Bucher zur Gästin machen. Wenn sie guter Laune ist, lehrt sie euch vielleicht das Blockflöten.

Dazu wie gehabt selbstgekochte Musik von der „Blutgruppe“, ein Open Mic für Mutige und die Tombola des Grauens.

Noch mehr Infospam auf Facebook ("Original Linzer Worte"). 
Entschuidigen im Falle von Mehrfachanpreisung – bitte einfach mailen, um aus dem Verteiler genommen zu werden!
Sitzplatzreservierungen werden gerne vorgenommen.