Freitag, 18. Januar 2019

Kant vs. Cunt. Die Superlativ-Ralley


 Lesebühne am 25. Jänner, 20 Uhr, Salonschiff Florentine.

Jetzt sagt selbst: Ist das nicht schon wieder das schönste Plakat der Welt? Wäre dieses Oberösterreich nicht das schwarze Loch der Weltkarrieren (schönen Dank auch Hitler, du Saftarsch!), man hätte uns den Plakatingenieur René Monet schon längst in ein eigenes Kunstuniinstitut wegengagiert, oder vielleicht sogar in ein eigenes Propaganda-Ministerium. Zumindest würben Designmagazine mit einem Starschnitt unseres besten Mannes aus Ansfelden. Uns allen soll's natürlich auch so recht sein. 
Wie auch immer. Kommt!

Donnerstag, 10. Januar 2019

Aufklärung: Kant und der Schulmädchenreport

Freitag, 25. Jänner 2019, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz). Eintritt frei, Austritt: 2€
Zu Gast ist Simon Tomaz


Dr. Sommer hat seine Dissertation über Kants „Kritik der praktischen Vernunft“ geschrieben, bevor er sich der Aufklärung der Jugend widmete – hätten Sie's gewusst!? Wir meinen: Wagen wir Wissen! Zwischen dem Mut, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, und einem anständigen Geschlechtsleben muss eine Autobahn des Wissenstransfers errichtet werden! Nicht weniger erwarten wir von unserem Start in das Jahr 2019 – dem Publikum versprechen wir durch den Besuch unserer pädagogisch extrem gehaltvollen Lesebühne: 1. die Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. 2. Super Tipps für mehr Spaß mit euren Schwärmen im Bett!
Zu Gast ist Simon Tomaz, unser lieber Kollege von der Wiener Lesebühne „Bis einer reimt“. Sein Vollbart harmonisiert thematisch trefflich Weisheit und männliche Reife!
Mit sexy Liedgut von der „Blutgruppe“ sowie einer vernünftigen Tombola des Grauens.
Erste Lesebühne in diesem Jahr!


Montag, 26. November 2018

Galanterie-Stunden in der Schule des Ungehorsams


Sehr verehrte Damen und Herren!

Oida, oida, das war eine Lesebühne! Damit können wir jetzt einmal getrost in Winterschlaf verfallen, unsere Fettreserven angreifen, das Fell pflegen und neues Tombolaschas ansammeln. Was das gute Benehmen betrifft, müssten sich jetzt zumindest die zahlreich erschienen "jungen" Menschen auskennen.
Die Präsidentin hub an mit dem Absingen von Liedgut der Gruppe "Kreisky", um als "braves Pferd" willig ins Publikum zu springen. Die Latte für unsere Gästin Sarah Anna Fernbach lag also niedrig. Was es nicht gebraucht hätte, sie ist sehr, sehr, sehr gut! 


So wissen wir, wie die heutige Jugend tickt, dass man mit "Tschick jedes Chick kriegt", dass Fernbach "generell gegen Verallgemeinerungen ist" und beim Date Anti-Romantik bevorzugt (Kopfverdrehen ist Körperverletzung). Ihr peinlichster Fauxpas: In fremde Wohnung eindringen und dort Dreckwasser ins Klo leeren.


Peinlich ist unserem stilsicheren Professor Buttinger schon lange nichts mehr. Er rät der Jugend, nach erfolgtem Geschlechtsakt bloß nicht den Vorhang der Gastgeberin als Tschurifetzen zu missbrauchen, und allzu große Ohren mit dem Deckhaar zu kaschieren. Weiters fordert er auf, Ellmayr-Tanzstunden zur Schulung von "business behaviour" schreiend zu meiden.


Ingenieur Monet las aus einem sehr instruktiven Knigge-Brevier für Aliens vor, man weiß ja nie, wann sie kommen. Interstellar ist es etwa Brauch, seine Freude durch einen Klobassentanz manifest werden zu lassen. Sodann eilte ihm Herr Bernd mit seinem bösen Stromruder zu Hilfe, um seinen Rammstein-Benehmenstipps die nötige Dringlichkeit zu verleihen.


Die Tombola das Grauens, sehr reich bestückt mit buntem Scheiß, den man gern einmal als "ironisches" Gastgeschenk weitergeben kann, das ist in Zeiten von Müllvermeidung und Upcycling guter Ton:



Und hier noch - nach großem Erfolg bei der Präsentation - ein Bildbeispiel des Benimm-Dia-Vortrags der Präsidentin mit Bildmaterial aus dem Jahr 1951 ("anfechtbare Tanzpositionen") sowie aus der Gegenwart. Am schönsten ist der Text neben dem ersten Bild: "Die beiden Damen würden sich nichts vergeben, wenn sie auch nur einigermaßen so täten, als gefiele ihnen der gut gemeinte Spaß."


Auch in der Gegenwart gilt: Die Dame links könnte einigermaßen so tun, als gefiele ihr der bös gemeinte Spaß:


Donnerstag, 8. November 2018

Gutes Benehmen macht Spaß!

Ihr wisst hiermit auch auf der Bildebene, was zu tun ist.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Gutes Benehmen wird nie unmodern! OLW in der Schule des Ungehorsams


Freitag, 23. November, 20 Uhr, Schule des Ungehorsams (Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 9 ). Eintritt frei, Austritt: 2€

78 Prozent allen Übels kommt durch schlechtes Benehmen in die Welt: nicht ordentlich grüßen, Man-Spreading und She-Bagging, beim Prosten nicht in die Augen schauen, einander totschießen wegen jedem Schas. Wir unterstützen das nicht länger! An unserer November-Lesebühne wird niemand vorbeikommen, der auch nur einen Funken an der Weltrettung interessiert ist (und wen die nicht zaht, wollen wir auch nicht im Publikum haben). Wir helfen den hochbegabten Einzelkindern der Generation Y ins echte Leben hinein, wir lehren die Bären, Esel und der Präsidentin das Tanzen, wir harmonisieren Scharia und Ellmayer.
Und das alles im zu 1000 Prozent stimmigen Umfeld der Schule des Ungehorsams! Denn gutes Betragen ist der Kern des Widerstandes.





Unsere Gästin ist U-20-Weltmeisterin Sarah Anna Fernbach, die wir zum letztmöglichen Zeitpunkt einladen können, bevor sie so richtig durch die Decke geht (erfolgsmäßig). Not to be missed!
Mit instruktivem Liedgut von der „Blutgruppe“ sowie ordentlicher Tombola des Grauens.
Letzte Lesebühne in diesem Jahr!

Montag, 8. Oktober 2018

Lach- und Krachgeschichten. Die Tschibumm!-Nachlese

Liebe Festgemeinde, liebes vergnügungssüchtiges Gesindel!

Niemand weiß, warum wir unsere Lesebühnen immer wieder und ausgerechnet am Urfix-Freitag ansetzen. Es ist ja nicht unbedingt ein Vorteil, wenn man sich auf dem Weg zu uns durch besoffene Massen schieben muss, und wenn sich während der Lesebühne besoffene Massen auf dem Weg zum Klo an uns vorbeischieben. Irgendetwas zieht uns unbewusst zum Jahrmarkt. Oder ist es einfach ANDAUERND Jahrmarkt in Linz. 
Umso schöner, wenn es dann doch sehr schön wird. Weil so war's!  

Präsidentin Meindl litt ein mit einer Rilke-Schändung über einen armen Tagata-Betreiber. "Sein Ohr ist vom Kreischen der Teenies so taub geworden, dass es nichts mehr hält / Ihm ist, als ob es tausend Teenies gäbe / und hinter tausend Teenies keine Welt." Später verlas sie die "Göttliche Komödie von Urfahr", in der Robert Musil eine sündige Kurz-Wählerin durch die neun Kreise des Jahrmarkts-Infernos führt. In einem der ganz inneren büßt Herbert Kickl als Pony-Karrussell-Pony unter dicken Kindern.


Als Gast beehrte uns Michael Burgholzer, der uns ein entzückendes Bewerbungsschreiben geschickt hatte, in dem er (zu Recht!) damit prahlte, im süßen Alter von 16 von LH Ratzenböck einen Jugend-Lyrikpreis überreicht bekommen zu haben; der Fussenegger hat's gar nicht gefallen. Top! Vielversprechend - und gehalten! Der Burgholzer schrieb extra für den Abend eine Geschichte, in der seine Karriere als 100.000. Gast beim Urfix beginnt und udaungs an der Spitze der Weltherrschaft endet. Bestes Detail: die Speibsackerl des amtierenden LH im Landesarchiv. Zweitbestes Detail: die "unstillbare Männerliebe" im zweiten Text und der Titel des dritten ("Krautschicht").


Unstillbare Liebe ruft nach wie vor die Tombola des Grauens hervor. Vielleicht ist es gar nicht Liebe, aber jedenfalls ein starkes Gefühl. Und ihr wisst ja, wie das bei den Gefühlen ist. Hauptsache stark. Bestes Detail: die Biblische Geschichte neben "Alles echt!" von Dolly Buster. Der offenbarte Wahrheitsanspruch eint die beiden Werke.


Ingenieur Monet entrückte das Publikum nicht nur durch drei(!) famose Songs und eine Qualtinger-Hommage, sondern durch drei todesverachtende Stunts - untabgebildet isst er Glühbirnen! Na?! Ist das was?! Und nein, es sind keine LED-Birndln, was die Einlage noch verschwenderischer und ärger macht. Literatur muss wehtun. Nachdem Monet die Scherben mittels Schlägl-Kristall in seinen Magen gespült hat, spuckt er auch noch meterhohe Flammen in den feuerpolizeilich bestimmt anders gewidmeten Raum.


Das Publikum ist entrückt, niemand hat einen Blick für das sinnlos bunte Treiben 50 Meter weiter links. Oder für die große Spinne, die sich einen Meter weiter vorn auf Augenhöhe abseilt. Oder den Mann auf zwei Beinprothesen, der 10 Meter weiter links ins Gebüsch ludelt. Wir haben das beste Publikum Mitteleuropas, aber wir geben nicht damit an.


Tagata, Spinnen, Urinierer, Teenie-Schreie lenkten auch Open-Mic-Gast Klaus nicht vom Vorlesen ab:


Prof. Buttinger übernahm zum einen erneut die geistes- und naturwissenschaftliche Einführung ins Thema ("Salzgurke, Riesenrad und Knoblauchlangos - die Phänomenologie des Ereignisses"). Weiters überzeugte er im Text "Jungsaubauer" durch seine stupende Kompetenz in Sachen Landwirtschaftsmesse und Ochsenpräsentation. Als Gesangsverantwortlicher der "Blutgruppe" lud Buttinger schließlich gewaltige Meriten auf seine Schultern.



Leuchtende Augen gab es im großen Finale beim ersten Linzer-Literatur-Feuerwerk. Das Ausmaß des Ereignisses entspricht exakt der Förderungswertschätzung unser törichten Gegenwart. Tschibumm!

                                       

Die nächste Lesebühne wartet am 23. November auf uns alle - weil wir in der Linzer "Schule des Ungehorsams" gastieren, kann unser Thema selbstverständlich nur "Gutes Benehmen wird nie unmodern" lauten. Zu Gast ist die junge Superkraft Sarah Anna Fernbach.

Mittwoch, 19. September 2018

Die große Tschibumm!-Jahrmarkts-Lesebühne!

5. Oktober, 20 Uhr, Salonschiff Fräulein Florentine (Urfahrpromenade 1, 4040 Linz). Eintritt frei, Austritt: 2€
Zu Gast ist Michael Burgholzer



Was wäre Linz ohne seinen Urfahraner Jahrmarkt, ohne bunten Budenzauber einmal im Semester, ohne lachende Kinderaugen und umgedrehte Mägen wegen Tagata, Petersburgerschlittenbahn und Bierzeltnaziansprachen? Das Wesen des Jahrmarkts ist der Essenz der Lesebühne sehr, sehr nahe: Wenn eine Wasserglaslesung dem Handshake nach der Sonntagsmesse gleichkommt, sind wir von den OLW wie eine Rauferei vorm Autodrom.
Zu Gast ist Michael Burgholzer, der mit einem bunten Potpourri lockt: Er ist gebürtiger Linzer(!), hat 1980 vom Ratzenböck einen Lyrikpreis(!!) bekommen und mehr als 60(!!!) Texte in Literaturzeitschriften veröffentlicht(!!!!)
Dem Anlass entsprechend wird's bei dieser Lesebühne ein wenig aktiver als sonst. Schon alleine, weil wir ein Handgemenge nicht ausschließen können, wenn der Vizelandeshauptmann nach seiner Bierzeltansprache erhitzt die Florentine entern will, um den Kunstschmarotzern das Lästern und Handgemengeandrohen auszutreiben. Man rechne auf alle Fälle mit einer großen Tombola und ordentlich Musik von der "Blutgruppe".
Letzte Lesebühne auf der Florentine in diesem Jahr!