Freitag, 19. April 2013

extrazimmer live: "Bloß weg hier: Bitte die Fluchtwege freihalten!"




Original Linzer Worte feat. Sebastian Fasthuber

Graupelregen und Hundekot, Haarspliss und Weltschmerz: Der saudumme Alltag ist zuweilen schon eine Zumutung. Aber was wäre der Daseinsvollzug ohne seine Schlupflöcher! Oberösterreichs welterste Lesebühne, die Original Linzer Worte, bietet sich und ihre literarischen Hervorbringungen als Fluchtfahrzeuge an. Und damit das Herz auch ein wenig dabei ist, wird sich Gast-Star Sebastian Fasthuber (Falter) mit nicht-ironischer Zuneigung dem Schlager widmen – in Theorie und Praxis.
Im Anschluss darf getanzt und geschmust werden.

Live auf dorftv. (zu empfangen via DVB-T, Kanal 51, Frequenz 714 MHz und auf www.dorftv.at/live)
Einlass: 19 Uhr
Musik: tba.
Ort: Medien Kultur Haus, Pollheimerstraße 17, 4600 Wels

Original Linzer Worte auf Facebook
dorftv.at

Dienstag, 16. April 2013

Die Prophezeiungen von Urfahr

Schauet die Offenbarung, die Apokalypse der OLW: Weissagungen für die Zukunft!

9. Mai: Mit Sebastian Fasthuber im Welser MKH über Schlager.
17. Mai: Mit Fabian Faltin im Krebsen über Märchen.
13. Juni: Mit Bodo Hell beim Festival der Regionen über "Umgraben. Eferding"
21. Juni: Mit Karin Morschitzky im Krebsen über den Sport.



Dienstag, 9. April 2013

Überlebensnachbericht: Eierpecken, inkompetenzbedingte Verwüstungsgelüste, kalte Handfische und gewaltige Keime der Unfreiheit

Haben wir schon einmal gesagt, dass es bei der Lesebühne deppert war? Nein. Warum auch! Ist immer schön mit euch, vor allem wenn keiner von uns einen zerrenkten Bauch hat (wie das gesamte Ensemble beim letzten Mal). Aber diesesmal alles Wonne und Jauchzen. Und viele wart ihr wieder! Allmählich kennen wir euch gar nicht mehr alle persönlich. 

 In bereits lieb gewordener Tradition führte Prof. Buttinger in die Überlebensthematik ein (darum kann man den Besuch der Lesebühne auch als pädagogische Fortbildung beim Finanzamt absetzen, ehrlich). Dazu scholt er das Publikum, da es nie auf unsere Eingangsmusik eingeht: den Kanon "Leckt's mich im Arsch" von Mozart. Dazu aber super Haushaltstipps, etwa dass man in argen Verberchertschumsen besser nicht beim Eierpecken gewinnt, und wenn - wie unser lieber Professor autobiographisch berichet -, dann sofort Lokalrunden schmeißen, bis man das Lokal ohne jeden Funken Geld verlässt.



Der Monet ist bei uns ja für das Liebliche zuständig, also etwa für Erzählungen von Menschen, die sich Scheibe für Scheibe von sich selbst abschneiden. Am Ende vernähen sie sich mit Mitbewohnerinnen und sterben dann. Glücklich, aber irre. Dazu verweist er auf das abgrundtief Böse in Kindern und dass man erst ab 30 zur Stütze der Gesellschaft wird. Selbst da muss man aber Strafe (=Steuer) zahlen für das ehemalige Bösesein. Abschließend sei darauf verwiesen, dass man nicht die Hand geben soll, wenn sie nicht wärmer ist als ein toter Fisch.


Literatur, die zwischen mütterlicher Liebe und törichter Doofheit oszilliert: dafür steht Präsidentin mit ihrem Namen. Dazu gibt sie - aus Sorge um die Menschen! - Überlebenstipps, wie etwa jenen, nicht in Hochöfen zu springen und bei Messerkämpfen mit Indianern gut aufzupassen. Darüber hinaus verkündet sie, dass Bear Grylls eine Sau ist, wenn auch eine geile. Sie möchte aber dennoch lieber von der Soff aus seinen Bemühungen um die Arterhaltung zusehen. Von dort aus schreibt sie postmoderne Dafoe-Adaptionen wie "Robinson Kreutzpointner". 
Da sie kein Instrument kann, beschränkt sie sich bei Darbietungen der Kollegen ("I üwaleeeeb!") auf die sorgfältige Verwüstung des Mobiliars. Merke: aus der Unfähigkeit keimt Gewalt. 


Besonders erfreulich der  Auftritt unserer bisher weltjüngsten Gästin Mara Ban, die zugleich unsere allererste Gästin aus dem befreiten Kärnten war. Was dort unten in den vergangenen Jahrzehnten passiert ist, kann nur ungünstig bewertet werden. Einziger Pluspunkt: Unter der stickigen Decke der politischen Doofheit keimen mords Pflanzen, so wie eben Mara Ban. 17 und schon so gut! Wo soll das noch hinführen? Wir bleiben dran. Vielleicht wird sie ja doch noch Bundespräsidentin.



Wir Alten erfreuen uns schon der Freuden des gepflegten Trinkens, ganz besonders unserer lieben Sponsoren Schlägl. Ein Bier wie ein Freund! Kalt, aber prickelnd. Ein Bier wie eine gelungene Metapher.


Apropos guter Freund: Herr Benjamin Ulysses hat uns das Open Mic sehr schön befüllt, zum Beispiel mit dem Satz: "Warum nicht in jeder Wohnung eine Stronach-Liste?" und "Wenn der Fränk zur Jause kommt, muss niemand hungern!"


So war das.
Und so wird's weitergehen: Am 17. Mai mit Fabian Faltin als Gast und dem Märchen als Thema. Kinder, das wird fein!

Dienstag, 2. April 2013

Überleben in der Großstadt: Brathühner, Mundraub und Kanalsushi

Saudumm, aber es wirkt: dem Tod von der Schippe springen mit den Original Linzer Worten. Präsidentin Meindl bestiehlt obdachlose Mitbürger, tötet Hühner und gibt Tipps für den Stuhlgang: Überleben in der Großstadt. 


Und hier geben die Mitarbeiter Monet gute Ratschläge gegen frühzeitiges Ableben: Glasperlentausch und Fusselroller.


In Teil 3 schließlich geht es um den Kampf gegen überlegene Lebensformen (Tauben, Bananen, Passanten) und Gewalt im Verkehr. Was macht man nicht alles im Dienste der individuellen Arterhaltung.



Mehr dazu bei unserer Überlebensvorführung am 5. April. Das famose Kunstwollen wurde von René Monet realisiert.

Donnerstag, 28. März 2013

Freitag, 22. März 2013

Überleben und andere Survivaltechniken: die Überlebensbühne; 5. April


Liebe Überlebende der Erdgeschichte!

Wie schön, dass unsere gemeinsamen Ahnen es durch den evolutionären Flaschenhals geschafft haben. Andernfalls wären die Oktopusse jetzt die ranghöchste Spezies. Und da wär's aus mit dem Spaß, denn eine Lesebühne ist denen nicht zuzutrauen. Haben ja keinen Daumen, mit dem sie die Texte halten oder Instrumente quälen könnten.
Das alles aber wird’s am 5. April geben. Dazu die allerdümmsten Überlebenstricks. Wie die tagtägliche Existenz ertragen? Was tun bei Zombieattacken, Meteoriteneinschlägen, Steuerüberprüfungen? Was, wenn Chuck Norris dir deinen Schatz ausspannen mag? Prof. Buttinger wird uns vom Überleben eines Eierpeckwettbewerbs sowie vom Abwehrzauber gegen Alltagsbedrohungen berichten. René Monet teilt seine stupenden Apokalypsekompetenzen mit uns. Präsidentin Meindl gesteht ihre Liebe zu Bear Grylls und rät zum Meiden von Kriegsgebieten. 


Zu Gast ist die famose Slammerin Mara Ban, die schon alleine kraft ihrer Jugend zu unserem Überleben beitragen wird. Für die Mutigen unter euch öffnen wir ein Mikrophon und für alle suchen wir aus den Kellern unserer Mütter nach dem erlesensten Glumpert für die Tombola des Grauens. Die hauseigene „Blutgruppe“ (be positiv) macht dazu Musikähnliches. Der Eintritt ist frei, der Austritt kostet den Erwerb eines Tombolaloses (= 2 Euro).

Wer sich nun immer noch unterinformiert fühlt, bemühe sich bitte auf Facebook unter „Original Linzer Worte“.

Freitag, 5. April, 20 Uhr, Grandhotel zum Rothen Krebsen.

„Original Linzer Worte“ ist die welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice: Wertlose Sachspenden werden gerne vor Veranstaltungsbeginn angenommen. 

 

Samstag, 9. März 2013

Essen und gegessen werden: Eine Fleischbeschau

Nach Lob heischen, das ist an sich unelegant. Andererseits: Wenn zwei Drittel des Fixensembles - extrem passend zum Thema! - metabolisch lädiert sind, weil sie zu intensiv zum Ethanol recherchiert haben, und das dritte Drittel schon einer ganz eigenen Magendarmkatastrophe entgegenlebt: Dann, Damenundherren, darf man vielleicht schon ein wenig darauf hoffen, für tapfer und sogar super gehalten zu werden.  

Die Präsidentin heischte nicht nach Anerkennung, nur nach billiger Aufmerksamkeit, als sie ankündigte, bei jedem Text ein Kleidungsstück abzulegen. Geworden ist aus der Striplesung bloß ein Hochkrempeln der Ärmel. Naja! Inhaltlich gab's was zu "Frauen zurück an den Krisenherd", einen Fresskünstler und schlimme Enthüllungen über die Essensvorlieben von Prof. Buttinger (totgestreicheltes Koberind in Goldstaub) und Monet (Pandacarpaccio).


Mit dem Gast Manfred Gram haben wir erneut einen guten Griff getan. Wer ihm Gehör lieh, weiß jetzt, dass beim Trzesniewski die sozial verträglichen Säufer drin sitzen, oder dass er selbst ein schlimmer Finger ist, der zur Selbstbezichtigung durch die öffentliche Preisgabe des Tagebuches seiner Freundin neigt.


Prof. Buttinger berichtet vom Besuch bei der Antlitzanalytikerin, die Kochsalz gegen Weltgrant empfiehlt. Darüberhinaus kredenzte er so etwas Ähnliches wie eine PizzaBurnBosna-Beatbox-Einlage und drängte sich und die gesamte Audienz dem Leberkaspepi als Testimonial auf.


René Monet las eine anrührende Geschichte aus dem Jugendmilieu, in der armen Kindern unverdauliche Literatur in den Mund gestopft ward. Mit Happy End, oder auch nicht, das ist - wie so vieles bei ihm - schrödingerisch. Nicht doppelt unscharf, sondern dreifältig der Trialog zum Thema "Will ich, dass mein Klo gescheiter ist als ich" und "Der Staubsauber hat meine Kätzlein eingesaugt".


Voll arg: Diesmal wollten gleich zwei Menschen zu uns auf die Bühne. Wir ließen sie gewähren, hier zum Beispiel den Peter:


Herr Klaus Schwarzenberger brach sein Versprechen, die Gitarre und das Publikum zu quälen. Weil soooo schlimm war sein Esoterik-Lied nun wirklich nicht. Außerdem gibt es sonst kaum Songs, in denen Eigenurin thematisiert wird.


So war das dann alles. Und ihr wart so viele, das finden wir gut. Sehr gut sogar. Auch wenn ihr nur der Tombola wegen kommt und weil die Präsidentin Buchtitel wie "Food for Fun" so zwangshumoristisch ausspricht.


Dicke Backenküssen an Herrn And*i Kolb, der uns fotografisch festgehalten hat. 

Die nächste Lesebühne gibt's am 5. April, zu Gast ist Mara Ban; gemeinsam präsentieren wir die dümmsten Überlebenstricks sowie Liebeserklärungen an Bear Grills.