Montag, 24. September 2012

Schmutz und Schund im Posthof: Goldenes Bier, fette Blumen und olle Nazinutten


Damen und Herren, euer erfreulich vielköpfiges Manifestwerden im Posthof kann nur mit dem Label "Tipptopp!" bezeichnet werden. Und dass ihr alle geschnäuzt und gekampelt wart, das hätten wir angesichts des von uns dargereichten Schmutzes und Schundes nicht erwarten dürfen. Schön wart ihr. Wir aber auch! 


Vor allem des Prof. Buttingers Paillettensakko veranlasste breite weibliche Rolligkeit. Monets Maturawesterl inkl. Heiligenschein korreliert. Sogar die Bierdosen sind gülden. Apropos wertvoll, nur umgekehrt: Die Tombola des Grauens.


Hauptpreis war ein Pocketvibrator, dahinter landeten ein DJ-Ötzi-Film und ein keramikernes Schwanenpaar. Große Gefühle bei den Gewinnern, auch wenn's die falschen waren.
Manfred Rebhandl, der größte bisher bei uns eingekehrte Gast, wurde zuerst mit dem erstmals vergebenen "Original Linzer Worte"-Literaturpreis gefügig gemacht (Dotierung: eine alte Plastikblumenkette) und las dann wie bestellt Sachen, die bewiesen, dass er beim Schreiben kein Mädchen ist.
 
 
Da musste sich Präsidentin Meindl (diesmal verkleidet als Vitus Mostdipf) schon schnell beide Arme volltätowieren lassen, um beim Lässigkeits-Battle halbwegs dranzubleiben. Hier dekonstruiert sie gerade, was AC/DC zu ihren rythmischen Klängen von "Thunderstruck" wirklich singen.



René Monet adaptiert Shakespeare für Doofe. In der milieusensiblen Fassung übernimmt Professor Button den Part von Julia, der fetten Blume aus dem Gemeindebau.


Sodann wird Stifter aufgesext und der Mond gesprengt. Button schlägt vor, den Kreml gleich mit Bomben zu versehen, statt ihn mittels Pussy Riot ("Vulven-Krawall") bloß zu sekkieren.
Damit es nicht allzu theorielastig wird, darf auch wieder Hitler, die Quotennutte, vor das Volk. Eva Braun gibt Hunde-Ernährungstipps, bemängelt Adolfs Engagement im Bett und will endlich die Festung Obersalzberg abstauben.
 


Der Rebhandl fällt voll auf die Hitler-Sache herein:




Jedenfalls war der ganze Segen von bezaubernder Blödheit. Wie immer halt.
 
Und jetzt nehmt eure Mitteilungshefte heraus und schreibt in Schönschrift hinein: "Nächste Lesebühne am 19. Oktober, 20 Uhr, diesmal wieder im Stammhaus, dem Grandhotel zum Rothen Krebsen. Mit Gästin Marianne Jungmaier, zum Thema Gier. Die Diskontlesebühne."

Donnerstag, 13. September 2012

Schmutz und Schund für alle!

Original Linzer Worte - am 22. September im Posthof. Mit Manfred Rebhandl

Liebe Kinder, wir hatten ja bei den Original Linzer Worten schon törichte Plakate zuhauf, aber das - das ist nun wirklich das schundigste ever:


 
Wenn euch das nicht in den Posthof lockt, wissen wir auch nicht mehr weiter.
Wer wissen will, was da alles Arges passieren wird im Posthof, kann hier unser gestriges Palaver auf Radio FRO nachören: http://fro.at/article.php?id=5262
 
Und jetzt geht wieder was arbeiten, damit ihr euch die Kartenpreise (7/9/11) leisten könnt!

Freitag, 3. August 2012

Schmutz und Schund für die Posthofmoderne - Manfred Rebhandl und die Oral Linzer Worte

Samstag, 22. September, 20 Uhr - Posthof Linz

Liebe Kinder,
dieses Mal müsst ihr leider zuhause bleiben! Weil ihr, die ihr euch ja ohnehin durch stundenlanges Rezipieren von YouPorn das Gemüt versaut, gelangweilt sein werdet. Es kann nämlich nicht garantiert werden, ob sich eins von uns getraut, Geschlechtsmerkmale herzuzeigen. Also ist unsere Septembershow nur was für Erwachsene, die noch nicht digital verdorben sind.
Wohl kann jetzt schon sehr einschlägige Textware vom Manfred Rebhandl versprochen werden. Sowie ein Lese-Strip der Präsidentin, angespitzte Liebesmusik von der "Blutgruppe", Arges vom Monet, reife Erotik von Klaus "Filf" Buttinger.
Ein unglaublicher Hinweis für das Voranrasen unserer Karriere: Wir bespielen diesesmal quais zwei Locations! Nach der literatischen Performance im Posthof legen uns später im Gradnhotel zum Rothen Krebsen die DJs der Pornofunkkapelle "The Royal Drive Affair" Schmuddelmucke auf.

Und jetzt legen wir uns noch einmal sieben Wochen in die Hängematte.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Mittwoch, 27. Juni 2012

Sommerstreik: Das Ende der Arbeit



Liebe Publikumskätzchen und -spätzchen,

während des Sommers überlassen wir die Arbeit unseren neu angeschafften Literaturrobotern. Dieses Posting ist deren erstes Werk. Gar nicht schlecht für eine Maschine, nicht wahr?
Wir, die Menschen hinter den Original Linzer Worten, bauen uns jetzt in unseren Hängematten ein, auf dass sich unser wundgedachtes Hirn erhole und die dicke Hornhaut auf den Tippfingern vergehe.
Am 22. September sind wir wieder rund um die Uhr (also einmal monatlich von 20 bis 22 Uhr) für euch da. Und zwar im Posthof, das wird orgiastisch. Weil nämlich der Manfred Rebhandl kommt, das ist der Beste, den wir für euch kriegen konnten.

Bis dahin könnt ihr euch Bilder von uns beim Vorbereiten anschauen.







Ja genau, das ist das Sommerpausen-Posting von 2010 und 2011. Aber wenn wir etwas Neues schrüben, straften wir unser obgenanntes Arbeitsmotto Lügen.

Montag, 25. Juni 2012

Gewaltige Schlagergefühle


Geliebtes Volk, bestes Publikum, sehr geehrte WürdenträgerInnen,

so können wir in den Sinkflug der Sommerfrische gehen, genau so. Weil wir nur zufrieden sind, wenn ihr zufrieden seid. Dafür hat es am Freitag doch ein paar Symptome gegeben, zahlreiches Erscheinen, festes Klatschen und etliche Tränen in euren Augen etwa. Starke Gefühle: check!
Es mag sehr an der Persönlichkeit unseres lieben Gastes gelegen haben. Markus Köhle ist eine sichere Bank im verbalen Unterhaltungssektor. Und einer der wenigen, vor dem wir uns für unser närrisches Treiben nicht besonders geniert haben.
Dabei fing alles noch zivilisiert an. Prof. Button hatte eine gefühlte Live-Schaltung zum Match Deutschland vs. Griechenland eingerichtet.


Dem Vernehmen nach hat man ihm alles bis zum 4:0 für Griechenland ("Ein Doppeltor!") geglaubt. Das 23:1 als Resultat dann eher nicht mehr.
Ein prachtvoller Augenblick gelebten Glaubens war das Einspringen der Heiligen Gina, der Schutzheiligen der Linzer Lesebühne. Als der Meindl nach einem blasphemischen Schlagerlied die Stimmbänder den Dienst aufkündigten, sprang sie ein und landete den Text sicher im Flughafen der Publikumsohren.
René Monet war an diesem Abend oft in Verbindung mit Instrumenten zu beobachten. Hier etwa beim Schlagermedley (allein dessen Ankündigung verursachte Schockwellen des Grauens). Ein musikalisches Gruselkabinett.

Addiert mit Perkussionist Prof. Buttinger (würdelos mit Karel-Gott-Gedenkmascherl) = Die Blutgruppe.

Große Überraschung beim Open Mic: Benjamin Ulysses, Walsohn der Präsidentin, ergreift die Gelegenheit und liest aus seinem Oeuvre "Aus dem Liebesleben eines Bandwurms". Brav.


Sodann kam das Reality-Dramolett "Die Lugners in Echt" aus der Hand von Präsidentin Meindl zur Aufführung. In der Rolle der "Jäcki" brilliert der Köhle; Button gewinnt Konrad Paul Liessmann, Richard Lugners (Meindl) Herzikratzi, neue Facetten ab. Frau Mausi (Monet) liest beim Botoxspritzen heimlich Derrida.


Meindl erzählt im "Anschluss", wie es Sissi nach ihrer Zeit in Schönbrunn ergangen ist (ziemlich viele Affären, insgesamt überraschend viel Action). Das Publikum hat ihr die Umdichtung von "Monia" in einen satanischen Speedmetal-Song in der Zwischenzeit verziehen.

Mit seinen Erzählungen aus einer diamantharten Jugend am Land wusste Köhle die Stahlstadtkinder endgültig auf seine Seite zu ziehen.
Nach der üblichen Offenlegung der Vereinstätigkeiten der Original Linzer Worte ("Liebes Tagebuch, nach der Vorstellung waren wir saufen, und es war voll arg"), folgten die übliche Tombola des Grauens und die übliche bombastische Schlussdarbietung: "Fang das Licht" in einer Bearbeitung durch Meindl (überraschend in einer Frauenrolle als "Darinka") und Button als Gott.
Wie vom Dr. Zet prophezeit, haben sich die beiden dann katastrophal an diesem "modernen Klassiker" überhoben. Aber spätestens da haben schon sieben Menschen im Publikum herzhaft geweint. Katharsis: check!


"Jung und alt, das ist doch wirklich echt ok! Und glaubst du, dass es irgendwann kein Geld mehr gibt, dann vergiss nicht, dass ich noch eine Rente hab'!"

So. Und jetzt ist Schluss mit Lesen und Blödsinnmachen. Bis 22. September jedenfalls. Ihr könnt in der Zwischenzeit Karten für den Posthof kaufen. 

Mittwoch, 6. Juni 2012

Starke Gefühle: Schlager und andere Gewaltakte


Fr. 22. Juni, 20 Uhr, im Grandhotel zum Rothen Krebsen (1. Stock) – Eintritt frei
Die letzte Lesebühne vor der Sommerfrische!
Gast: Markus Köhle 


Fad sind die Zeiten, grau die Haare, verkrist die Banken. Und der Kakadu hat schon wieder Durchfall. Es ist ein Gfrett, dieses Leben. 
Da müssen starke Gefühle her, auch wenn's die falschen sind. Einen Abend lang wollen wir so tun, als sei das Leben schön. Wir fangen das Licht, versprechen die doofen Sterne vom Himmel herunter und fahren mit reinigender Gewalt in die ganze Weltmalaise. Sissy schmust mit Rocky, Gott will noch ein Kind, die Lugners lesen heimlich Bourdieu. Außerdem erzählen wir, wie's wirklich ist, zuhause bei den Original Linzer Worten.
Mit euch, die immer für euch da sind: René Monet, Dominika Meindl und Klaus Buttinger. Zu Gast ist diesmal der Ahnherr des österreichischen Poetry Slams, der überaus wunderbare und gefühlsechte Markus Köhle. Der wird uns allen das Heu abladen. Aber warum sollt ihr euch mit weniger zufrieden geben, ihr Kätzchen und Spätzchen? 
 


Wie immer mit dem Open Mic für euch, wie immer mit der Tombola des Grauens, wie immer und diesmal ganz besonders mit „Musik“ von der Blutgruppe. Es wird so schön werden, dass niemand je wieder heimgehen mag. 

linzerworte.blogspot.com
Köhle: www.autohr.at