Dienstag, 6. April 2010

Sex, Drugs und Rock N' Roll - spielt's am 16. April im Rothen Krebsen


Was wäre ein Leben ohne Sex, Drugs und Rock N' Roll? Ohne Exzess und würdeloses Verhalten? Ohne verschwendete Jugend und grässliche Kater am nächsten Morgen? Kann die unheilige Trinität - richtig angewandt - die kapitalistische Verwertungslogik hemmen?

Antworten auf all diese rhetorischen Fragen bekommt ihr von uns - d...em Lesebühnenensemble eures Vertrauens.

Wird René Monet, der Jimi Hendrix aus Ansfelden, die Bundeshymne auf seiner Gitarre zerfetzen?
Wird Minkasia den bösen Erzkardinal textuell besiegen?
Wird Anna Weidenholzer das Tier in ihr herauslassen?
Wird Ex-Punker, Sir Klaus Buttinger rückfällig?

Schon wieder lauter rhetorische Fragen. Eines ist sicher: Es wird wieder alles gratis sein. Und es wird wieder eine schreckliche Tombola stattfinden, bei der es keine Gewinner geben kann.

Als Gast freuen wir uns diesesmal närrisch auf unseren Innsbrucker Lesebühnenkollegen Robert Prosser, der dem p.t. Publikum gleichsam Graffiti ins Hirn sprühen wird. See: www.robertprosser.at

Mittwoch, 17. März 2010

Gescheiterte Integration


Damen und Herren,

fast eine Woche ist nun berichtslos seit unserer Integrations-Lesebühne verstrichen. Das rührt nicht nur daher, dass erst jetzt die Bildnisse davon in meine Hände gelangten (by the way: Sie stammen von Volker Weihbold, den ich an dieser Stelle ganz ausgiebig loben und preisen möchte).

Frau Weidenholzer

Nein, es war die Scham, die mein Berichtswollen hemmte. Zumal wir an unserem Motto gescheitert sind wie Napoleon in Russland. "Integration und Migration" hatten wir uns auserkoren.

Gepflegtes Publikum

Aber wieviel ist das gutgemeinte Anliegen wert, wenn schon nach fünf Minuten der einzige echte Mensch mit Migrationshintergrund hinausgeworfen werden musste? Und nur kurz darauf die Roma-Band mehrmals daran gehindert wurde, unsere Lesung musizierend zu übernehmen?


In der Praxis ist es ein Gfrett mit den luschigen Gutmenschen. Da können wir noch so viele eidesstattliche Erklärungen verlesen ("Der Nationalsozialismus war echt nicht ok!") und mutige Mütter als Kellernazis denunzieren.


Aber wie auch immer. Dafür tragen wir die Liebe im Herzen. Hier zB kennt man der Frau Melhellanie und mir an, dass wir heimlich ein wenig in die Frau Weidenholzer verschaut sind.


Wenigstens ist es uns diesmal gelungen, eine ganz echte Gästin anzulocken: Cornelia Travnicek verlas einen empfehlenswerten Text aus der von ihr co-herausgegebenen, hoffentlich bald erscheinenden Anthologie "How I fucked Jamal".

Nichtsdestotrotz endete der Abend erneut in einem unwürdigen Besäufnis. Ein Gesicht wie ein Geständnis:


Apropos: Die nächste Lesebühne gibt's am 16. April (yes, it's a Friday) im Krebsen. Am neuen Thema werden wir wohl nicht so komplett versagen: Sex n' Drugs n' Rock n' Roll!

Montag, 15. März 2010

Nach der Lesebühne ist vor der Lesebühne

Bilder vom vergangenen Donnerstag yet to come, aber heute schon:

16. April, 20 Uhr, Rother Krebs - wahrscheinlich im malerischen Wintergarten im 1. Stock

Donnerstag, 18. Februar 2010

Jetzt neu mit noch mehr Menschen drin! Lesebühne am 11. März, 20 Uhr

Aufgabenstellung für die nächste Lesebühnen-Schularbeit: Migration und Integration
Wahnsinn - noch kaum haben wir uns den Rausch als Motto der vergangenen Lesebühne ausgeschlafen, rast schon die nächste auf uns zu. Diesmal überrennen uns gleichsam die Hunnen, denn als Thema haben wir uns der Migration und der Integration angenommen.

Als besonderes Bonusfeature wollen wir unsere Gastarbeiterin Cornelia Travnicek integrieren.

Erfahrt also, dass eines der LesebühnenmitgliederInnen eine tschechische Mongolin ist, unsere besten Wandertipps, neues über Wandervöglen, wieviele Biere man in seinen Leib integrieren kann und was es bei "die Auslända in de feanen Lända" zu essen gibt. Vielleicht wird sogar von einer Schafssodomisierung gelegentlich einer Himalayareise berichtet. Das und noch ganz viel mehr werden wir euch vorlesen.


Am Ende droht erneut die Tombola des Grauens, die den kostenlosen Eintritt in ein arg relatives Licht stellt.
Dazu spielt René Monet auf der Yamaha und berichtet aus Hitlers Tagebüchern, Anna Weidenholzer macht sich die Haare schön und Klaus Buttinger zieht wieder was mit Goldmanschetten an. Ich mach' euch die streng-liebevolle Lesedomina.

Dienstag, 16. Februar 2010

In da Schwüü

Sir Button

Liebe Leserschar,

bereits am Donnerstag wär' sie passiert, die Lesebühne zum Thema "Rausch". Da ich aber mit vollem Körpereinsatz arbeitete, kann ich erst heute wieder ernüchtert darüber schreiben. Das ist gelogen, aber so geht's zu in der Literatur.

Frau Anna wagt sich ins Swinger-Milieu

Lesebühne, das muss ja nicht immer Biersaufen und deppert Daherlesen sein. Zfleiß im Fasching wollten wir dem Volke Schwarze-Rollkragenphilosophie aufs Ohr drücken: Zur hypothetischen Frage "Was, wenn Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre einander geemailt hätten?" warfen wir solcherlei unters Volk:

"Lieber Jean-Paul,

wann kommst du denn heute nach Hause? Ich hab grad Fleckerlspeis gemacht.
Der Kakadu hat wieder Durchfall, bring Sägespäne vom Supermarkt mit.

Bussi,
Simone"

"Meine teure Freundin!

Fühle mich im Moment ein wenig derangiert, was mit meinen Depressionen zusammenhängen dürfte oder mit der Mordsdosis Mescalin, die mir der liebe Doktor Debut zu Mittag verabreicht hat. Mescalin hat by the way – wie der Existenzialist sagt – stopfende Wirkung. Soll ich dem Scheißvogel davon geben? Ach, wie zieht mich das alles hinunter...

Es umarmt Sie mau und matt, aber ganz der Ihre Jean-Paul"


Leider nicht abgelichtet: Herr René Monet, der ganz arge Sachen vorlas und so dem Volke große Freude zuteil werden ließ.

So war das. Vielerlei andere Wunderlichkeiten geschahen. Aber ich bin schon wieder erschöpft. Kommt doch das nächste Mal selbst vorbei. "Aber wann denn?" werdet ihr jetzt greinen und weinen. Trocknet eure Zähren, nur noch bis 11. März harren, dann ist schon die nächste Lesebespaßung!

Freitag, 15. Januar 2010

Nächste Lesebühne: 11. Februar im Rothen Krebsen!

Wegen der Lesebühne wär's wieder, liebe Kinder, geschätzter Mittelbau und sehr geehrte Seniorinnen!

Schon diese Woche am Donnerstag! Diesmal haben wir uns ein besonders schönes und persönlich gut ausrecherchiertes Thema ausgesucht: den Rausch.

Freut euch auf die schönsten Sufferlebnisse, die grandiosesten Blackouts, Kunst&Drogen-Philosophien, soziologische Auslassung über den Alkohol als soziales Schmiermittel, zünftige Orgien und allerlei andere Textsorten.

Im Idealfall möge es uns gelingen, in einem substanzgestützten Gemeinschaftserlebnis eine höhere Seinssphäre zu betreten. Wenn nicht, dann trinken wir einfach ein Bier miteinander.

Lesend machen sich für euch erneut zum Narren:

René "Yamaha-Fürst" Monet
Tiertante Anna Weidenholzer
Klaus "Sir" Buttinger
Eure Mutti Minkasia

Hauptattraktion ist aber wie gehabt die Tombola des Grauens!

Lesebühne III: Das Tier in dir!

Button, das Satier, bereitet sich hinter der Tombola auf seinen Auftritt vor

Liebe Tierfreunde, Spätzchen und Kätzchen!

Euer zahlreicher Besuch bei unserer Lesebühne gestern zeigte in aller Deutlichkeit: Den Menschen sind die Tiere nicht egal! Ihr wisst, dass es bei den weltweit noteidenden Tieren immer noch an allen Ecken und Enden fehlt.
Dennoch möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass eure Spenden an uns gehen. Sonst könnt ihr eure Mildtätigkeit nicht von der Steuer absetzen. Leider!

Auch nicht egal war euch augenscheinlich Edith Klingers Schicksal, das gestern aus ihrer geheimen Korrespondenz zu Gehör gebracht ward. Ist ja auch ein Skandal, wie der schielende Opernopa Karl Löbl unser aller Dirndldomina behandelt hat.

Als aber dann die Frucht dieser Liebe selbst auftauchte, kam es zu großen Gefühlen. Edith Klingers nichtautorisierter Sohn:


Hier verleiht René Monet, der Evil Kanievil der Yamaha, den Gefühlen spontan musikalischen Ausdruck. Schön darauf abgestimmt die Mienen des Publikums. In jenem Moment wurde verständlich, warum Linz als Hauptstadt der elektronischen Avantgarde gilt.


Zu Gefühlen kam es dann auch noch im Backstagebereich, als Frau Anna sich innert eines einzigen Wimpernschlages einer Libelle stark verliebte. Sogleich teilte das Love-Interest die Gefühlsentbrennung:


Wir wählen unsere Groupies themenbezogen: Idylle mit in Liebe ertrinkendem Hund.



Die nächste Tombola mit Literaturumrahmung bescheren wir euch übrigens am 11. Februar - erneut um 20 Uhr im Ausflugslokal "Zum Rothen Krebsen".